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Zukunft unklar: Bleibt Motorrad-WM am Sachsenring?

Zukunft unklar: Bleibt Motorrad-WM am Sachsenring?

Das Bangen geht weiter. Eine ganze Region, aber auch Hunderttausende Fans wissen nicht, ob der Motorrad-WM-Lauf von Deutschland weiter auf dem Sachsenring stattfindet, ob es überhaupt einen gibt.

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Gehört dieses Bild bald der Vergangenheit an? Spektakuläre Motorradrennen auf dem Sachsenring.

Quelle: dpa

Hohenstein-Ernstthal. Finanzielle Meinungsverschiedenheiten werfen Fragen auf.

Motorsport vom Feinsten, Hunderttausende Fans, Party allerorten - bald ein Bild der Vergangenheit? Ein solches Szenarium macht am Sachsenring die Runde. Statt der allgemein erhofften Verkündung eines neuen Vertrages zwischen dem ADAC und dem Motorrad-WM-Vermarkter Dorna über die Zukunft des deutschen WM-Laufes gab es in Hohenstein-Ernstthal erneut nur Absichtsbekundungen. Das Spitzentreffen zwischen ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk und Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta brachte keine Einigung.

„Der Sachsenring wird im Kalender 2012 mit Sternchen, also unter Vorbehalt, aufgeführt. In den nächsten Wochen wird weiterverhandelt“, sagte ADAC-Sprecher Lars Soutschka am Samstag. Ezpeleta verkündete via Fernsehen: „Es geht weiter am Sachsenring. Es geht nur noch um Kleinigkeiten.“

Das ist aber auch der Sprachgebrauch der vergangenen Wochen. Doch es geht um viel Geld. Die Dorna verlangt zukünftig vier Millionen Euro für den Grand Prix, bislang waren es zwei Millionen. Der ADAC allein kann und will diese Summe nicht stemmen. Die sächsische Landespolitik will ihre Beziehungen spielen lassen, auch um andere Geldgeber wird gebuhlt. Inwieweit das Türen öffnet, bleibt fraglich.

„30 Millionen Euro Umsatz an einem Grand-Prix-Wochenende sind für die Region überlebenswichtig“, meint Klaus Klötzner, ADAC-Sachsen-Vorstand Sport. Er selbst geht davon aus, dass auch ein Handschlag mit Ezpeleta den Grand Prix zumindest im nächsten Jahr sichert. Seiner Meinung nach sprechen 200 000 und mehr Zuschauer an den Rennwochenenden eine deutliche Sprache pro Sachsenring. In Deutschland interessieren sich Rennstrecken wie der Lausitzring oder der Hockenheimring für den deutschen WM-Lauf.

Seit 1998 wird der deutsche Grand Prix wieder auf dem Sachsenring ausgetragen. Damals nahmen ADAC und der Freistaat Sachsen sehr viel Geld in die Hand, um den Traditionskurs wieder WM-tauglich zu machen. Der Sport, der in den vergangenen Jahre geboten wurde, und die Zuschauermassen refinanzierten dies, auch wenn die Piloten nicht alle mit dem Kurs einverstanden sind.

„Ich hätte auch nichts dagegen, mal auf dem Nürburgring zu sein“, meinte Stefan Bradl (Zahling), der vor allem mit der engen Strecke seine Probleme hat. „Man kann hier nicht Gas geben und Bremsen, sondern man muss sich rollen lassen. Da kommt es nicht so auf den Fahrer an“, sagte er, ergänzte aber: „Die Stimmung am Sachsenring, die Art, wie die Fans unseren Sport leben und feiern, ist wahrscheinlich einmalig.“

Damit meinte er besonders die 10 000 Camper auf dem Ankerberg, dem Zentrum der Lebensfreude der Fans. Als die erneut vertagte Vertragsverlängerung publik wurde, gab es eine spontane Unterschriftensammlung „Pro Sachsenring“. Schließlich soll die Motorrad-Party mit Musik, Strip und reichlich Alkohol in Sachsen gesichert werden.

Gerald Fritsche, dpa

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