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Zwischen Zoo und Hockey: Ruben Holland hat tierisch viel um die Ohren

Zwischen Zoo und Hockey: Ruben Holland hat tierisch viel um die Ohren

Tierliebe trifft Mensch im Allgemeinen und Sportler im Speziellen. Jene, die tagtäglich ihren inneren Schweinehund besiegen müssen, kämpfen wie ein Löwe, aber auch mal die Sau rauslassen, holen sich treffsicher einen treuen Freund ins Haus.

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ATV-Coach Ruben Holland arbeitet im Leipziger Zoo.

Quelle: Christian Nitsche

Ruben Holland reiht sich da beispielhaft ein. Früher hatte der heute 34-Jährige einige Kaninchen, Geckos und auch einen Hund, heute schätzt der gebürtige Hesse seine Fische im Aquarium. "Das ist eine Zeitfrage", sagt Holland, dessen Pensum ein stattliches ist. Denn er ist zwischen Zoo, Hockeyplatz und Familienleben unterwegs, muss Job, Sport und Privates unter einen Hut bringen. Kurz gesagt: Der Mann hat tierisch viel um die Ohren.

Deshalb muss weit weg auch mal drin sein. ATV-Coach Holland gönnte sich direkt nach dem letzten Regionalliga-Spiel der Hinrunde eine Auszeit in Barcelona. Seine Jungs erreichten mit Platz vier ein respektables Ergebnis. Besser geht immer. "Zwei bis vier Punkte hätten wir bei besserer Chancenverwertung noch mehr haben können." Seit gestern läuft die Vorbereitung auf die Hallensaison. Die Leipziger, in der letzten Spielzeit aus der 2. Bundesliga abgestiegen, wollen postwendend dorthin zurück. "Wir sind guter Dinge, das zu schaffen", betont Ruben Holland, der vier Neuzugänge in Aussicht hat. Aber auch mit dem momentanen Kader würde er sich die Aufstiegsmission zutrauen. Von den Jungen Wilden um Henning Lokatis und Max Huckauf erwartet der Coach weitere Akzente. "Schade, dass Niilo Vorsatz nach dem Abi für ein Jahr in Australien ist", bedauert der Hockey-Lehrer.

Für Ruben Holland begann das Krummstab-Kapitel mit neun Jahren in Hanau, weil der es dort der Cousin vorspielte. Partie für Partie ging es bis zur 2. Hallenbundesliga voran, parallel betreute Holland schon Jugendmannschaften, schließlich die Hessenauswahl. Seine Studienzeit in Frankfurt/Main schloss der Tierliebhaber als Diplom-Biologe ab. Es folgten Praktika, unter anderem im Londoner Zoo. 2010 bewarb er sich auf eine Stelle im Leipziger Zoo - erfolgreich. Kurator Holland ist mit seinem Kollegen Gerd Nötzold zuständig für Asien, Afrika, Südamerika und Pongoland, für die Vögel und kleineren Säugetiere.

Das Zeitmanagement funktioniert. Nach Dienstschluss geht es auf den Platz oder eben in die Halle. "Ab und an bin ich auf Dienstreise. Dann kann es schon mal passieren, dass eine Einheit ausfällt und die Jungs Eigeninitiative zeigen", sagt Holland, der 2012 das Amt vom jetzigen ATV-Frauen-Trainer Axel Thieme übernahm. Wenn möglich, mischt der Coach in der zweiten Mannschaft mit.

Aphoristischer Schluss-Spurt: "Leben wie eine graue Maus? Dann wär' am Ende alles für die Katz."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2013

Kerstin Förster

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