Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Beerbaum: DM "hat es schwer, sich zu behaupten"

Pferdesport Beerbaum: DM "hat es schwer, sich zu behaupten"

Der neunmalige Meister Ludger Beerbaum verzichtet wie einige andere Stars auf einen Start bei den deutschen Meisterschaften in Balve und sieht auch langfristig Probleme für die nationalen Titelkämpfe.

Balve. Die Konkurrenz von hoch dotierten Turnieren und Serien ist aus seiner Sicht zu groß. "Eine Meisterschaft hat es schwer, sich zwischen Global Champions Tour, Nationenpreisen und Grand Slam zu behaupten", sagte der 51-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur.  

Sie reiten nicht mit um die deutsche Meisterschaft - warum?

 

Beerbaum: Weil der Turnierkalender voll ist. Wir haben neben den vier Nationenpreisen, bei denen wir als deutsche Mannschaft punkten müssen, die Global Champions Tour und Aachen und die anderen Grand-Slam-Turniere, so dass die Saison dicht gedrängt ist. Da war die deutsche Meisterschaft nicht ganz oben auf meiner Liste, auch weil die möglichen EM-Pferde bis August nicht zu viel gehen sollen. Da muss man Kompromisse machen.

 

Sie selber sind aber in Balve - was werden Sie machen?

 

Beerbaum: Ich habe Schüler am Start, unter anderem Christian Kukuk, der die Meisterschaft reitet. Es gibt auch ein Zwei-Sterne-Turnier, da reiten eine Chinesin und ein Japaner, die ich coache.

 

Ist die deutsche Meisterschaft in dem dichten Turnierkalender mit vier Runden zu schwer?

 

Beerbaum: Die Situation wäre dieselbe, wenn es nur zwei Runden wären und die Hindernisse nur 1,20 Meter hoch wären. Das hat mit der Ausschreibung nichts zu tun. Eine Meisterschaft hat es schwer, sich zwischen Global Tour, Nationenpreisen und Grand Slam zu behaupten. Das ist auch nicht eine Frage der Dotierung. Auch wenn es ein- oder zweihunderttausend Euro mehr gäbe, wäre die Situation so.

 

Also gibt es keine Lösung, dass die deutsche Meisterschaft langfristig wieder eine höhere Wertigkeit erhält?

 

Beerbaum:  Aus meiner Sicht nicht. Ich bin viele Jahre die deutsche Meisterschaft geritten und bin neunmal Meister - das waren super Zeiten, aber da gab es auch noch nicht so viel Konkurrenz. Das ist nicht nur in Deutschland ein Problem, das ist in Frankreich, Belgien oder Holland schon viel länger so. Ich finde es schade, aber ich kann es nicht ändern. Es ist einfach Fakt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Reiten

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr