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Bundestrainer schwärmt von Ahlmanns Siegeszug

Pferdesport Bundestrainer schwärmt von Ahlmanns Siegeszug

Christian Ahlmann ist derzeit nicht zu schlagen. Der Führende des Weltcups will die Erfolgsserie in Leipzig fortsetzen. Seine Pferde geben ihm allen Grund zum Optimismus - auch für die Olympischen Spiele.

Leipzig. Wer Schwärmereien der Superlative hören möchte, der muss Bundestrainer Otto Becker in diesen Tagen einfach nach Christian Ahlmann fragen.

"Er ist gewaltig im Moment", lobt der Coach den Springreiter vor dem Weltcup-Heimspiel an diesem Wochenende in Leipzig: "Er ist in überragender Form. Das ist einfach sensationell, wie er das macht."

Tatsächlich ist dem 42 Jahre alten Reitprofi aus Marl zuletzt ein bemerkenswerter Siegeszug gelungen. Ahlmann startete Ende November beim Weltcup-Turnier in Stuttgart mit einem Doppelsieg im German Master und im Großen Preis und legte danach mit ersten Plätzen bei den Weltcups in Madrid und Mechelen nach. Und das neue Jahr startete der Führende des Weltcup-Rankings gleich mit dem Sieg beim Fünf-Sterne-Turnier in Basel.

"Es kann ruhig noch der ein oder andere Sieg dazukommen", witzelt Ahlmann. Am liebsten beim Weltcup-Springen in Leipzig, wo er 2011 Jahren mit dem Gewinn der Gesamt-Weltcups einen seiner größten Einzelerfolge feierte.

Dass solch ein Siegeszug nicht selbstverständlich ist, weiß kaum ein Reiter besser als Ahlmann. Der Doppel-Europameister von 2003 hat auch schon Tiefpunkte in seiner Karriere erlebt, darunter den Dopingfall bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong und das sportliche Desaster vier Jahre später beim vorzeitigen Aus in London.

Auch deshalb ist Olympia in Rio de Janeiro "das Hauptziel in diesem Jahr", wie er betont. Darauf läuft die gesamte Planung hinaus. "Ich habe ihm schon gesagt, er soll sich Siege für den Sommer aufheben", sagt der Bundestrainer mit einem Augenzwinkern.

Für die erhoffte Olympia-Qualifikation sieht sich Ahlmann gut gerüstet, denn er ist in einer selten komfortablen Situation. "Ich habe drei potenzielle Pferde für Rio, das ist ein großes Glück", erklärt der Reiter. Solch eine Auswahl hat kein anderer der deutschen Rio-Kandidaten.

"Taloubet und Codex sind zurück in Form", berichtet Ahlmann über seine beiden Toppferde, die ihn zu den jüngsten Siegen trugen. Als olympia-tauglich schätzt er zudem Epleasure ein, den er seit vergangenem Jahr reitet.

Damit nicht genug: Zu Ahlmanns Toppferden zählen auch Colorit und Cornado, die er an in Leipzig sattelt. "Ich habe nicht nur ein oder zwei Pferde, sondern fünf auf hohem Niveau. Und alle sind in Schuss", sagt der Reiter vergnügt: "So eine Situation hatte ich noch nie."

Die gesunden Spitzenpferde sind für Ahlmann ein wesentlicher Grund für seinen jüngste Siegesserie. Dazu kommt ein anderer, den auch der erfahrene Jockey nicht erklären kann. "Es läuft einfach, es ist eine

 

Welle des Erfolgs", sagt Ahlmann und wundert sich selber ein bisschen: "Es gehen im Moment Dinge, die sonst nicht gehen."

 

dpa

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