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Deutsche Springreiter verpassen bei EM eine Medaille

Pferdesport Deutsche Springreiter verpassen bei EM eine Medaille

Auf die deutsche Dressur ist Verlass. Drei Medaillen sind es mindestens bei der EM - weitere sind am Samstag wahrscheinlich. Im Springen läuft es nicht ganz so gut.

Springreiter Marcus Ehning blieb mit dem deutschen Team ohne Medaille.

Quelle: Friso Gentsch

Göteborg. Gold und Silber in der Dressur, Blech für die Springreiter: Knapp sechseinhalb Stunden nach dem erneuten EM-Sieg der Dressurkönigin Isabell Werth blieb das deutsche Team im Springen ohne Medaille. Das Quartett mit drei Debütanten kam am Freitagabend in Göteborg nur auf Platz fünf und musste den Iren zum Sieg gratulieren. Zweiter wurde Schweden vor der Schweiz.

"Natürlich hätten wir gerne eine Medaille gehabt, aber es ist kein Beinbruch", sagte Dennis Peiler, Sport-Geschäftsführer im Reitverband FN. "Ziel war es vor allem, den jungen Reitern die Möglichkeit zu geben, Erfahrung zu sammeln."

Der Abend fing für die Springreiter schon schlecht an. Ausgerechnet der zuvor zweimal fehlerfreie Marcus Ehning begann in der dritten Wertungsprüfung im Sattel von Pret A Tout mit einem Abwurf. "Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich", kommentierte der Reiter aus Borken die vier Strafpunkte. "Das sollte nicht passieren, aber es ist passiert. Ich kann es leider nicht mehr ändern." Mit dem Abwurf erhöhte sich der Druck für die folgenden Teammitglieder.

Auch Laura Klaphake hatte einen Abwurf und kassierte zusätzlich einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung. Der Ritt mit Catch Me If You Can sah mühelos aus, ehe eine Stange fiel. "Ich ärgere mich über den Fehler", sagte die 23-Jährige aus Steinfeld: "Aber ich hatte im Parcours ein tolles Gefühl."

Noch schlechter lief es bei Maurice Tebbel. Der 23-Jährige aus Emsbüren kassierte mit Chacco's Son acht Strafpunkte. "Es fing gut an, aber die beiden Abwürfe sind natürlich enttäuschend", sagte Tebbel: "So viele Fehler wie in dieser Woche hat er die ganze Saison noch nicht gemacht."

Am besten machte es Philipp Weishaupt. Der 32-Jährige aus Riesenbeck lenkte seinen Hengst Convall fehlerfrei über den Parcours. Wie Ehning darf sich Weishaupt am Sonntag im Einzel-Finale noch Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Begonnen hatte der Freitag mit zwei Dressur-Medaillen. Isabell Werth setzte sich im Grand Prix Special im Sattel von Weihegold vor ihrem Mannschaftskameraden Sönke Rothenberger mit Cosmo durch. "Ich bin super-super-happy", kommentierte die strahlende Siegerin, die anfangs verhalten ritt. "Ich habe gedacht, mach hier keine Fehler." Je länger sie ritt, desto besser wurde die Vorstellung mit ihrer Stute. "Am Ende machte sie das super", sagte Werth und fügte augenzwinkernd an: "Im Verhältnis zu allen anderen können wir uns noch sehen lassen." Eine weitere Chance auf Gold gibt es am Samstag in der Kür.

"Die Stute ist in der Form ihres Lebens", schwärmte die Reiterin über Weihegold. "Man muss die Fehler bei ihr suchen. Bislang sind es präzise, kontrollierte und doch kämpferische Ritte."

"Besser geht es nicht, Platz eins und zwei", kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu. "Und dann noch mit so hohen Noten - klasse." Werth siegte mit 83,613 Prozent. Silber sicherte sich der 22 Jahre alte Rothenberger, der für seinen Ritt im Ullevi-Stadion mit Cosmo 82,479 Prozent erhielt. Dritte wurde die Dänin Cathrine Dufour mit Cassidy (79,762).

"Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich. Es ist schon erstaunlich, wie gut er geht", sagte der Reiter aus Bad Homburg über seinen Wallach. "Ich hätte nicht damit gerechnet, hier so weit vorne zu landen."

dpa

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