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Dressurreiterin von Bredow-Werndl verpasst Weltcup-Sieg

Pferdesport Dressurreiterin von Bredow-Werndl verpasst Weltcup-Sieg

In der Dressur verpasste Jessica von Bredow-Werndl den möglichen Weltcup-Sieg. Bei den Springreitern dürfen sich am Montag zwei deutsche Starter Hoffnungen auf den Sieg machen.

Göteborg. Jessica von Bredow-Werndl ärgerte sich über die verpasste Möglichkeit. "Es hätte sein können, dass ich das heute gewinne", sagte die 30-jährige Dressurreiterin aus dem bayrischen Tuntenhausen, nachdem ihr beim Weltcup-Finale mit Hengst Unee in der Kür zwei Fehler unterlaufen waren.

Dadurch reichte es in Göteborg nur zu Platz drei. "Es war zum Greifen nahe", sagte von Bredow-Werndl und musste anschließend dem Niederländer Hans Peter Minderhoud zum Sieg gratulieren.

"Es war gut bis auf die zwei Fehler", kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu. "Sonst ging er ja gut", sagte sie über den 15 Jahre alten Hengst, für dessen Auftritt die Richter 80,464 Prozentpunkte vergaben. Für eine bessere Platzierung "waren es ein paar Fehler zu viel". Auch die Bundestrainerin fand: "Es wäre mehr drin gewesen."

Die Prüfung gewann vor 11 000 Zuschauern der 42-jährige Minderhoud mit Flirt (82,357). Der Niederländer wurde damit Nachfolger der in Göteborg fehlenden britischen Vorjahressiegerin Charlotte Dujardin. Auf Rang zwei folgte Tinne Vilhelmson Silfvén aus Schweden mit Don Auriello (81,429).

Glücklicher als von Bredow-Werndl war Fabienne Lütkemeier, deren D'Agostino nicht so viel Potenzial wie Unee besitzt, sich aber am Sonntag zuverlässig und in Topform präsentierte. "Fabi hat stark geritten", lobte die Bundestrainerin den Auftritt der 26-Jährigen aus Paderborn, die mit D'Agostino (78,339) auf Platz sechs kam.

"Ich bin super happy mit dem Ritt", kommentierte Lütkemeier und schwärmte von ihrem D'Agostino: "Er hat das richtig gut gemacht, er hatte voll Bock." Dabei mochte der Wallach die Atmosphäre im Scandinavium nicht besonders: "Er hasst eigentlich Hallen."

Bessere Platzierungen als in der Dressur winken am Montag, wenn die Springreiter zur dritten und letzten Wertungsprüfung antreten. Vier deutsche Springreiter liegen in den Top 10 des Zwischen-Rankings, echte Siegchancen besitzen Marcus Ehning und Daniel Deußer.

"Marcus und Daniel sind für mich die klaren Favoriten", sagte ihr Kollege Christian Ahlmann. Der dreimalige Weltcup-Sieger Ehning reitet Cornado und hat zwei Strafpunkte Rückstand auf den führenden Schweizer Steve Guerdat mit Corbinian. Drei Strafpunkte sind es beim vor zwei Jahren siegreichen Deußer mit Cornet D'Amour.

Ahlmann selbst hat nur noch geringe Chancen auf den Sieg, obwohl er in der zweiten Teilprüfung am Samstag gewonnen hatte. Aufgrund des schlechten Abschneidens bei der Auftaktprüfung liegt der Weltcup-Sieger von 2011 im Zwischen-Ranking lediglich auf Platz zehn. Acht Strafpunkte sind es bis zum Führenden. "Ich habe noch eine kleine Chance, nach vorne zu kommen und werde angreifen", kündigte Ahlmann an.

dpa

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