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Reitsport-Rückkehr in die Hauptstadt

Pferdesport Reitsport-Rückkehr in die Hauptstadt

Von null auf drei: Das neue Reitturnier in Berlin ist nach dem CHIO in Aachen und dem Derby in Hamburg auf Anhieb die am dritthöchsten dotierte Veranstaltung des Landes. Die Frage ist: Geht es diesmal gut?

Aufbauarbeiten des Parcours für die Global Champions Tour im Sommergarten in Berlin.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Der letzte Versuch endete kläglich mit Schulden. Nach nur einem Jahr mussten die Organisatoren 2009 das Projekt wieder einstellen, ein großes Reitturnier in Berlin zu etablieren. Dass die Reitsport-Veranstaltung in Tempelhof auf einem Flughafen scheiterte, passt irgendwie zu Berlin.

Jetzt startet ein neues Hauptstadt-Experiment - mit Millionen-Einsatz, vielen Reitstars und prominenten Namen. "Es hat lange gebraucht, bis es geklappt hat", sagt Turnierorganisator Volker Wulff. Immer wieder gab es Ideen für einen Neustart, nachdem es zuletzt im November 2003 beim Weltcup-Turnier großen Reitsport in der Hauptstadt gab.

Mit Mittelmaß kommt man in Berlin nicht weit. "Es geht nur, wenn man oben einsteigt", sagt Wulff: "Mit drei Sternen hätte man hier keine Chance." Deshalb ist das neue Turnier gleich eines der höchsten Kategorie des Weltverbandes mit fünf Sternen. Davon gibt es hierzulande nur fünf.

Das Reitsport-Experiment im denkmalgeschützten Sommergarten unter dem Funkturm ist nach dem CHIO in Aachen und dem Derby in Hamburg auf Anhieb die am dritthöchsten dotierte Veranstaltung des Landes. Möglich ist das nur, weil Wulff sich einen Partner mit einer lukrativen Geschäftsidee gesucht hat: Jan Tops.

Der niederländische Pferdehändler organisiert die höchstdotierte Pferdesport-Serie der Welt. Tops hat mit der Global Champions Tour ein Art Formel 1 auf vier Beinen etabliert. Rund 23 Millionen Euro werden insgesamt ausgeschüttet - und davon profitiert jetzt auch Berlin, die elfte von 15 Stationen.

 

"Mit der Global Tour ist es einfacher, so ein großes Turnier zu machen", sagt Wulff. Für den Neustart in Berlin hat er mit Tops eine eigene Gesellschaft gegründet hat. Eine Millionen Euro gibt es laut Wulff in der Hauptstadt zu gewinnen und dazu Punkte für die mehr als zehn Millionen, die nach der letzten Etappe der Serie am 11. November in Doha ausgezahlt werden.

"Berlin ist eine wichtige Stadt", sagt Tops, der ein Faible für Aufsehen erregende Standorte hat. Seine Global Champions Tour gastierte schon unter dem Eiffelturm, am Strand von Miami und im Hafen von Monte Carlo. Am liebsten hätten die Organisatoren in Berlin am Brandenburger Tor reiten lassen. Das war zumindest in diesem Jahr noch nicht möglich. Mit der Messe haben Wulff und Tops zunächst einen Zweijahresvertrag abgeschlossen.

Berlin ist neben dem Hamburger Derby, das ebenfalls von Wulff organisiert wird, die zweite Station der Serie in Deutschland. Ein Grund: "Es gibt viele Pferdebesitzer", sagt Tops. Der Handel mit den teuren Vierbeinern ist gewissermaßen der Katalysator des Pferdesports. Er ist finanziell wichtiger als die Gewinnprämien.

Im ersten Jahr lockt das Geld der Global Champions Tour allein acht Springreiter aus den Top Ten der Weltrangliste. Dazu freut sich Wulff auf prominente Namen wie Jessica Springsteen und Georgina Bloomberg, die Töchter des Rockmusikers und des Milliardärs. "Na klar hilft das", sagt Wulff: "Es kommen eher auch andere, die sich nicht so für den Sport interessieren."

dpa

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