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Trotz Tagessieg: Kaum Chancen für Ahlmann auf Weltcup-Sieg

Pferdesport Trotz Tagessieg: Kaum Chancen für Ahlmann auf Weltcup-Sieg

Vier deutsche Springreiter liegen beim Weltcup-Finale nach zwei Teilen unter den ersten zehn - zwei von Ihnen haben am Montag noch sehr gute Siegchancen.

Göteborg. Christian Ahlmann hat die zweite Teilprüfung des Weltcup-Finales in Göteborg gewonnen, besitzt aber nur noch eine kleine Chance auf den Gesamtsieg.

Der 41 Jahre alte Springreiter aus Marl setzte sich vor 8000 Zuschauern im Scandinavium im Sattel von Taloubet im Stechen mit großem Vorsprung durch. Vor den abschließenden Runden am Montag liegt Ahlmann aber nur auf Platz zehn des Zwischen-Rankings.

Ahlmann hatte eine bessere Ausgangsposition am Vortag vertan, als er mit Colorit aufs falsche Pferd gesetzt und zwei Abwürfe kassiert hatte. "Das war ein schlechter Start", kommentierte der Profi aus Marl: "Aber nachher ist man immer schlauer." Mit Taloubet zeigte er eine bessere Vorstellung. "Er war von 0 auf 100 gleich da", lobte er den 16 Jahre alten Hengst.

Im Stechen musste Ahlmann als Erster reiten und legte eine sehr schnelle Runde hin. "Ich habe die anderen unter Druck gesetzt", sagte Ahlmann: "Ich habe ein Pferd, mit dem ich schnell reiten kann, ohne großes Risiko zu gehen."

Bester deutscher Starter ist Marcus Ehning, der auf Rang zwei des Rankings sprang, obwohl er im Stechen am Samstag zwei Abwürfe hatte und Fünfter wurde. Der Profi aus Borken liegt vor den abschließenden beiden Runden nur zwei Strafpunkte hinter Vorjahressieger Steve Guerdat.

Chancen auf den Gesamtsieg darf sich auch Daniel Deußer noch ausrechnen. Trotz des verpassten Stechens und Platz zwölf mit Cornet D'Amour am Samstag bleibt der in Belgien lebende Hesse Dritter des Rankings mit nur drei Strafpunkten hinter dem führenden Guerdat. "Schade, als er abgesprungen ist, habe ich nicht mit einem Fehler gerechnet", sagte Bundestrainer Otto Becker zu Deußers Fehler.

Auf Rang neun des Rankings liegt Marco Kutscher, der am Samstag mit Chaccorina das Stechen erreichte und Sechster wurde. "Überhaupt ins Stechen gekommen zu sein, ist für mich gut", sagte der Reiter aus Bad Essen angesichts seines noch unerfahrenen Pferdes.

Auf Platz 14 zurückgefallen ist Niklas Krieg. Der 22 Jahre alte Weltcup-Neuling kassierte mit Carella zwei Abwürfe und landete auf Platz 22 des Samstags-Springens. "Er hat super angefangen, aber das Pferd wurde dann ein bisschen übereifrig", kommentierte der Bundestrainer: "Niklas hat hier trotzdem einen Super-Job gemacht."

In der Dressur darf Jessica von Bredow-Werndl auf den Titel hoffen. Die zu den Favoriten zählende Reiterin aus Tuntenhausen kam zwar im Grand Prix am Freitag nur auf Platz vier, doch die Entscheidung fällt erst am Sonntag in der Kür. Die Grand-Prix-Note wird nicht eingerechnet. "Ich halte es nach wie vor für möglich", sagte die 30-Jährige über ihre Chancen. Am Start ist außerdem Fabienne Lütkemeier aus Paderborn mit D'Agostino.

dpa

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