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Angriff auf Platz fünf: SC DHfK Leipzig empfängt den TBV Lemgo

Handball-Bundesliga Angriff auf Platz fünf: SC DHfK Leipzig empfängt den TBV Lemgo

Lemgo bleibt für den SC DHfK Leipzig ein besonderer Gegner mit festem Platz in der Vereinshistorie. Am Sonntag treffen beide Verein in der Arena erneut aufeinander und die Gastgeber könnten danach erster Jäger von Flensburg, Kiel und Co. sein.

So jubelte Max Janke im vergangenen Jahr gegen Lemgo.

Quelle: Christian Modla

Spiele gegen den TBV Lemgo sind für den SC DHfK Leipzig stets besondere Begegnungen. Der ehemalige Deutsche Meister war das erste Profiteam, gegen das die Grün-Weißen nach ihrer Neugründung spielten. Der damalige Oberligist kassierte vor gut neun Jahren eine deftige 21:37-Schlappe im DHB-Pokal, führte aber zwischenzeitlich in der Ernst-Grube-Halle mit 14:12.

Die Vorzeichen haben sich geändert. Leipzig nimmt jetzt sogar freiwillig die Favoritenrolle an, wie Trainer Christian Prokop bestätigt und kündigt einen gnadenlos Kampf an. „Nach dem Sieg gegen Melsungen wäre es fatal, jetzt die Zügel locker zu lassen, denn die Liga ist unheimlich eng“, so der Coach. Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Erlangen würde der SC DHfK sogar auf Platz fünf in der Tabelle vorrücken. Prokop lockt diese Perspektive nicht. Für den Coach bedeutet ein Erfolg lediglich zwei weitere Zähler für den Klassenerhalt.

Lemgos Coach Florian Kehrmann warnt seine Männer vor der aggressiven Deckung der Sachsen. Der Weltmeister versucht seine Mannschaft aber auch stark zu reden. „Leipzig zeigt Tugenden, die auch wir in die Waagschale werfen. Wir müssen uns nicht verstecken“, so Kehrmann. Der TBV Lemgo hat sich mit einem Last-Minute-Transfer im September noch einmal verstärkt. Am Kreis wirbelt der ehemalige Magdeburger Christoph Theuerkauf, der in Balingen keinen neuen Vertrag erhalten hatte.

Prokop fordert mehr Druck aus dem Rückraum und will seine Kreisspieler besser in Szene setzen. „Wir werden ein Konzept zurechtlegen, das klar vom Matchplan gegen Melsungen abweicht“, so Prokop. Eine Konstante braucht die Mannschaft aber: das Publikum. 3000 Karten sind vor der Partie am Sonntag um 15 Uhr in der Arena bereits weg.

Hinter den Kulissen bastelt der SC DHfK weiter am Team für die neue Saison. Aktuell laufen noch zehn Verträge aus. Bekannt ist: Christian Prokop will seinen Kader lieber weiterentwickeln als verändern. Die meisten Kontrakte sollen deshalb möglichst verlängert werden. Bis Weihnachten sollen alle Entscheidungen getroffen sein.

Im Blickpunkt: Der linke Rückraumspieler Momir Rnic von der MT Melsungen. Geschäftsführer Karsten Günther will die Personalie nicht kommentieren. „Wir stehen derzeit mit vielen Spielerberatern im Kontakt und sondieren den Markt“, so Günther. Zuletzt war der Serbe, dessen Kontrakt in Melsungen im kommenden Sommer ausläuft, auch in Magdeburg im Gespräch. Der SCM dementierte in einer Erklärung aber heftig ein Interesse.

Matthias Roth

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