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Anspannung vor dem ersten Matchball: SC DHfK Leipzig plant große Aufstiegsparty

Anspannung vor dem ersten Matchball: SC DHfK Leipzig plant große Aufstiegsparty

Das Lampenfieber ist nahezu unerträglich für den SC DHfK Leipzig. „Ich bin nervös und angespannt“, gibt Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar zu. Der erste Matchball liegt vor dem Handball-Zweitligisten.

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Christian Prokop (li) gibt Philipp Pöter letzte Tipps.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mit einem Sieg am Freitag gegen Eintracht Hildesheim (Anwurf 17 Uhr, Arena) wäre der Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt. „Das ist unser Finale, unser großer Tag“, freut sich Geschäftsführer Karsten Günther. Und auch Trainer Christian Prokop kann das Spiel kaum erwarten. „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, wir wollen vor unseren Fans aufsteigen“, so der 36-Jährige.

Seit vergangenem Sonntag bereitet sich das Team intensiv auf die Partie vor. „Die Mannschaft arbeitet mit großer Konzentration“, hat der Coach beobachtet. Vom Tabellenstand der Hildesheimer lassen sich die Grün-Weißen nicht blenden. „Sie werden auf keinen Fall Spalier stehen und uns zum Aufstieg gratulieren“, glaubt Prokop. Zuletzt zeigte die Formkurve der Niedersachsen klar nach oben. Bittenfeld verlor im April beim Vorletzten und Coburg gewann erst mit einem Kraftakt in der Schlussphase knapp sein Heimspiel.

Trainer und Verantwortliche des SC DHfK haben eine Heimpleite allerdings nicht auf der Rechnung. Eine Live-Band ist gebucht und nach dem Schlusspfiff sollen in der Arena alle Dämme brechen. Gemeinsam mit den erwarteten mehr als 4000 Zuschauern wollen die Spieler dann ordentlich feiern. Der Verein spendiert dafür Freibier oder Gratis-Brause.

Für Michael Qvist wird es eine ganz besondere Begegnung. Nach seinem Kreuzbandriss will er gegen seinen alten Verein nach sieben Monaten Zwangspause aufs Parkett zurückkehren. „Ich bin zwar noch nicht bei hundert Prozent, will aber zeigen, was ich drauf habe“, sagt der Rückraumspieler. Im Training hat er Prokop zuletzt überzeugt. „Bei einem Test hat er von vier Würfen drei Bälle intelligent verwandelt“, berichtet der Trainer. Torhüter Felix Storbeck habe sich mächtig aufgeregt, weil er gleich mehrfach geschlagen war.

Spekulationen um den "Hammer von Riga"

Bei aller Partyvorbereitung stecken Günther und Prokop schon im Planungsstress für die neue Saison. Der Coach hat nächtelang Videos mit potentiellen Verstärkungen gesichtet. Einen Namen wollte er allerdings noch nicht kommentieren: Aivis Jurdzs. Der gebürtige Lette läuft derzeit für den Ligakonkurrenten ThSV Eisenach auf und trägt in Fachkreisen wegen seiner Wurfgewalt auch den Spitzennamen „Hammer von Riga“. Jurdzs gilt in Leipzig als Wunschkandidat für den linken Rückraum. ThSV-Geschäftsführer Karsten Wöhler gab sich bei der Personalie noch zugeknöpft. „Wir planen für die nächste Saison weiter mit ihm“, erklärte er auf Anfrage von LVZ-Online.

Für den rechten Rückraum ist Hugo Lopez vom TV Großwallstadt einer der heißen Kandidaten und hat beim Probetraining in der vergangenen Woche einen positiven Eindruck hinterlassen. Prokop und Günther lassen sich aber alle Optionen offen. Nach der erwarteten Aufstiegsnacht reisen sie am Sonnabend zunächst zur Pokalendrunde nach Hamburg und dann direkt weiter zu den Meisterschafts-Playoffs nach Island. Dort wollen sie sich einen weiteren Linkshänder ansehen. Die noch offene Verstärkung auf der Torhüterposition könnte sich möglicherweise erst entscheiden, wenn alle Erstligaabsteiger feststehen. Mehrere Kandidaten stehen hier ebenfalls auf der Wunschliste.

Bei aller Euphorie und Feierlaune haben die DHfK-Handballer auch ein Herz für die Menschen in Nepal. Eine Verwandte von Spielmacher Philipp Pöter reist als Ärztin in die Erdbebenregion. Deshalb will der Verein am Freitag für die Betroffenen Spenden sammeln. Hohe Einnahmen für einen guten Zweck erwartet er sich auch von der Versteigerung des Spielballs, der dann das Siegel „Aufstiegs-Spielgerät“ tragen soll.

Matthias Roth

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