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Aufstiegstraum: Bundesligastars Abati und Stojanovic sollen SC DHfK unterstützen

Aufstiegstraum: Bundesligastars Abati und Stojanovic sollen SC DHfK unterstützen

Die Handball-Bosse des SC DHfK schwiegen eisern, ließen sich auch nach diversen Meisterschafts-Bieren in der sündigen Gottschedstraße nicht entlocken, welche beiden Hochkaräter für die Aufstiegsrelegation zur 2. Liga eingeflogen werden.

Leipzig. Fest steht, dass die Cracks um Kapitän Thomas Oehrich am Sonnabend, 21. Mai, bei der HSG Tarp/Wanderup antreten müssen, dem jetzigen Zweiten der dritten Liga Nord. Das Rückspiel gegen einen Zweitligisten soll am 28. Mai oder 1. Juni in der Ernst-Grube-Halle steigen.

Fest steht mittlerweile auch, dass der hoch gehandelte Ex-Welt-Handballer Daniel Stephan nicht zu einem heldenhaften Intermezzo in die Heldenstadt bewegt werden konnte. Dafür wurden die Macher um Manager Mike Gottas und Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar an anderen prominenten Stellen fündig. Unglaublich, aber wahr: Nach LVZ-Informationen werden die einstigen Bundesligastars Joel Abati und Goran Stojanovic bei den existenziell wichtigen Spielen um den Aufstieg mitmischen! Da die beiden Alt-Internationalen in dieser Saison noch keine Partie bestritten haben, sind sie auch sofort spielberechtigt.

Der frühere französische Nationalspieler Abati spielte zehn Jahre beim SC Magdeburg, wurde „lebende Sprungfeder“ genannt, beendete seine glorreiche Karriere vor einem Jahr in Montpellier. Inzwischen arbeitet er als Sportpolitiker in seiner Heimat und macht nebenbei seinen Trainerschein. Sein Traum: Eine Rückkehr als Coach in die Bundesliga.

Ein Comeback als Spieler bei den Rhein-Neckar-Löwen beim Final-Four um den deutschen Pokal an diesem Wochenende schlug der auf Martinique geborene Abati gerade aus und nannte einen Interessenkonflikt als Grund. Die Mannheimer hatten vergangenes Wochenende seinen Stammverein aus Montepellier aus der Champions League geworfen.

Der 41-Jährige ist fit wie ein Turnschuh, könnte auf rechts DHfK-Ass Steve Baumgärtel unterstützen und entlasten. Abati feierte mit Kretzschmar beim SCM große Erfolge, wurde mit ihm unter anderem Champions-League-Sieger, EHF-Pokal-Gewinner und Deutscher Meister. In Magdeburg wurde beiden Akteuren ein Denkmal gesetzt. Der SCM nahm sie 2007 in seine vereinsinterne Hall of Fame auf. Zwölf ehemalige Spieler des erfolgreichsten ostdeutschen Handball-Klubs haben das bisher geschafft, darunter auch DHfK-Torwartcoach Wieland Schmidt.

Offenbar wurde das französische Muskelpaket jetzt von von seinem Ex-Kollegen Kretzsche für die Relegation gefügig gemacht. Beim SC DHfK wollte man sich am Donnerstag nicht zu den sensationell anmutenden Personalien äußern.

Nicht ganz so schillernd, aber auch ein Mann vom Fach ist Goran Stojanovic. Der in Montenegro geborene Torhüter stand noch vor kurzem beim HSV Hamburg im Kasten und wechselte in dieser Spielzeit in den Trainerstab der Hanseaten. Der 41-Jährige ist Assistent von Chefcoach Martin Schwalb und betreut die HSV-Torhüter. Im Training soll der 1,92 m große Hüne, der auch schon für den THW Kiel und den VfL Bad Schwartau auflief, zuweilen besser halten als die Profi-Keeper.

Der tschechische Bär Michael Galia soll trotz des namhaften Zuwachses als Nummer eins des SC DHfK in die Relegation gehen, darf sich aber keine größeren Schwächen leisten. Sonst holt ihn sozusagen der Goran.

Bis es soweit ist, muss der SC DHfK am Sonnabend zu seinem vorletzten Meiusterschaftsspiel der Saison auflaufen. Um 19 Uhr heißt der Gegner auswärts Jahn Duderstadt.

Guido Schäfer/Matthias Roth

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