Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Bad Boy Kühn: Mit ihm hatte DHfK-Coach Prokop etwas Großes vor

Leipzig gegen Gummersbach Bad Boy Kühn: Mit ihm hatte DHfK-Coach Prokop etwas Großes vor

Einzeln bekommt DHfK-Coach Christian Prokop sein früheres Erfolgsquartett noch zusammen, gemeinsam wird es wohl nie wieder spielen. Am Sonntag ist der Gummersbacher Julius Kühn bei seinem früheren Trainer zu Gast.

Julius Kühn

Quelle: Christian Modla

Leipzig. DHfK-Trainer Christian Prokop arbeitet gern mit Spielern seiner früheren Teams zusammen. Mit einem Quartett hatte er einst Großes vor. Zusammenspielen wird es wohl nie wieder. Julius Kühn, Philipp Pöter, Niklas Pieczkowski und Fabian Böhm hieß einst die Achse der Zukunft beim Tusem Essen. „Daraus hätte etwas werden können, leider hatte ich nur ein Dreivierteljahr Zeit, dann war beim Verein das Geld alle“, so Prokop.

Das Essener Glücks-Kleeblatt zerfiel vor drei Jahren und machte bei anderen Teams Karriere bis hin zur Nationalmannschaft. Den Kontakt zu seinen ehemaligen Spielern hat Prokop nie verloren. Pöter folgte ihm nach Leipzig, Pieczkowski kommt im Sommer zum SC DHfK. Fabian Böhm, derzeit bei Balingen-Weilstetten unter Vertrag, wechselt allerdings zu Hannover-Burgdorf.

Bleibt noch Julius Kühn übrig. Bei ihm kommt Prokop ins Schwärmen. „Er bringt das Komplettpaket mit“, so der Coach. Der 22-Jährige ist intelligent und habe das Spiel verstanden. In den vergangenen beiden Jahren entwickelte er sich mit beeindruckender Konstanz und krönte seine noch junge Karriere im Januar mit dem Europameistertitel als Teil der deutschen Bad Boys.

Am Sonntag ist Kühn mit dem VfL Gummersbach in Leipzig zu Gast (Anwurf 15 Uhr). „Ihn müssen wir am weitesten von unserem Tor fernhalten, er ist immer gefährlich“, so Prokop. Im Spiel werden Trainer und Spieler faire, aber harte Gegner sein, danach bleibt Zeit für einen Plausch über alte Zeiten und auch die Zukunft.

Eine Zusammenarbeit wird es in absehbarer Zeit aber nicht geben, auch wenn Prokop noch nach einem schlagkräftigen Rechtshänder sucht. „Wir dürfen nach unserer ersten guten Saison in der 1. Bundesliga keine Höhe bekommen“, findet der Trainer. Männer wie Kühn sind begehrt, auch bei Spitzenteams. Der gebürtige Duisburger allerdings entschied sich für seine Heimatregion und verlängerte den im Juni auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre bei Gummersbach.

Wie schon die Weihnachtszeit besteht auch Ostern bei den Handballern aus Training und Disziplin. „Das ist bei uns schon Routine“, so Prokop. Erst am Ostermontag spendiert er seinen Spielern einen freien Tag. Lukas Binder musste am Donnerstag mit Halsschmerzen das Mannschaftstraining auslassen. Aivis Jurdzs (überstandene Knieprellung) und Peter Strosack (Fersenverletzung) steigen dafür wieder ein und können am Sonntag spielen. Rund 4500 Fans haben sich schon eine Karte gesichert. Zuschauen will auch Philipp Pöter. Nach seinem Wadenbeinbruch in Eisenach soll er Karfreitag aus der Klinik entlassen werden. Prokop hätte dann zumindest die Hälfte seines einstigen Erfolgsquartett wieder um sich.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News