Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Balingen-Trainer kündigt harten Kampf an: „Wir brauchen die Punkte gegen den SC DHfK“

Sigtryggsson im Interview Balingen-Trainer kündigt harten Kampf an: „Wir brauchen die Punkte gegen den SC DHfK“

Sein Sohn spielt beim SC DHfK, Runar Sigtryggsson trainiert HBW Balingen-Weilstetten. Am Sonnabend empfängt er die Leipziger in der Handball-Bundesliga.

Braucht die Punkte gegen den SC DHfK Leipzig: Runar Sigtryggsson.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Runar Sigtryggsson (45) ist Trainer von Balingen-Weilstetten. Seine Familie lebt in Leipzig. Am kommenden Sonnabend trifft der Isländer mit seinem Team auf den SC DHfK. Im Interview spricht er über das Spiel, seine Söhne und Bundestrainer Christian Prokop.

Herr Sigtryggsson, Sie haben als Trainer vom EHV Aue lange in Leipzig gelebt, ihre Familie wohnt noch immer hier. Wird es am Sonnabend ein besonderes Spiel gegen den SC DHfK?

Nein, es ist kein besonderes Spiel für mich. Man kann aber sagen, es hätte für uns ruhig einfacher kommen können. Leipzig spielt in diesem Jahr einen hervorragenden Handball.

Für Balingen-Weilstetten zählt jeder Punkt für den Klassenerhalt. Nach Leipzig heißt der Gegner Rhein-Neckar-Löwen, danach muss Ihre Mannschaft auch noch gegen Flensburg und Kiel antreten. Warum werden Sie die Klasse halten?

Wir spielen in den letzten sechs Partien vier Mal zu Hause. In der eigenen Halle können wir auch viele unmöglich scheinende Aufgaben lösen. Wir liegen im Moment nur einen Punkt hinter einem Nichtabstiegsplatz. Zuletzt haben wir gegen Lemgo und den Bergischen HC unglücklich durch Siebenmeter in der Schlusssekunde noch Punkte verloren. Da haben wir uns nicht belohnt.

Yves Kunkel wechselt im Sommer von Balingen nach Leipzig. Auf was für einen Spieler dürfen sich die Fans freuen?

Yves ist ein vorbildlicher Sportler. Er gibt im Training und im Spiel immer alles. Man kann ihn in seiner Spielweise mit Marvin Sommer vergleichen. Beide sind sehr aggressiv, erobern Bälle in der Abwehr und sind dann im Konter sehr schnell.

Hat er auch das Zeug zum Nationalspieler?

Das könnte gut sein. Die Position auf Linksaußen ist aber im Moment bei Deutschland extrem gut besetzt. Das wird ein harter Kampf. Irgendwann hört aber Uwe Gensheimer auf und dann gibt es einen offenen Wettstreit.

Christian Prokop hat am vergangenen Wochenende sein Pflichtspiel-Debüt mit der Nationalmannschaft gefeiert. Wie haben Sie die Partien gesehen?

Wie erwartet, hat Christian das sehr gut gemacht. Das Spiel in Slowenien war überragend. Die Mannschaft war bestens eingestellt, sie hat viele Sachen richtig gemacht. Dazu kamen Top-Torhüterleistungen. Ein war wirklich ein gelungener Einstand.

Anfang des Jahres wurde ihr Name auch als Prokop-Nachfolger in Leipzig gehandelt. Gab es Interesse?

Mit mir hat niemand gesprochen. Der SC DHfK hat nicht angefragt. Ich habe mich auch nicht gemeldet. Außerdem habe ich in Balingen einen Vertrag bis 2018. Er gilt für die 1. und die 2. Bundesliga.

Ihr Sohn Dadi verlässt im Sommer den EHV Aue. Steht der neue Verein schon fest?

Es steht noch nicht fest. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Einen interessierten Verein kenne ich aber sehr gut (lacht). Mein anderer Sohn Andri spielt im Nachwuchs des SC DHfK. Er ist inzwischen ein richtiger Leipziger geworden.

Worauf muss sich der SC DHfK am Sonnabend einstellen?

Wir haben uns sehr gut vorbereitet. Das Spiel wird sehr von der Taktik geprägt sein. Das ist bei Christian Prokop mit Leipzig aber immer so. Wenn wir unseren Willen umsetzen können, ist gegen den SC DHfK vielleicht etwas drin. Wir brauchen jedenfalls die Punkte unbedingt.

Von Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News