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Bastian Roscheck bleibt beim SC DHfK Leipzig – Vertrag bis 2019

Handball-Bundesliga Bastian Roscheck bleibt beim SC DHfK Leipzig – Vertrag bis 2019

Der Abwehrchef bleibt an Bord. Bastian Roscheck hat beim SC DHfK Leipzig seinen Vertrag bis 2019 verlängert.

Bastian Roscheck bleibt bis 2019 beim SC DHfK.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Er bringt seine Gegner zur Weißglut und hält hinten den Laden dicht. Bastian Roscheck ist der Cheforganisator in der Abwehr des SC DHfK Leipzig. Der Verein hat seinen Kreisspieler für zwei weitere Jahre gebunden und den Vertrag bis 2019 verlängert. Das wurde am Donnerstag bekannt.

 „Ich bin jetzt schon die vierte Saison beim SC DHfK und in dieser Zeit ist sehr viel passiert. Wenn man bei einem Verein so viel mitmacht, dann ist das auch eine Herzensangelegenheit. Es ist generell sehr wertvoll für mich, dass meine Freundin und ich uns in Leipzig auch beruflich weiterentwickeln können“, so Roscheck. Er hat inzwischen sein BWL-Studium mit dem Bachelor abgeschlossen und absolviert derzeit ein Praktikum im Leipziger BMW-Werk. Im nächsten Jahr will der gebürtige Krefelder den Masterstudiengang beginnen.

„Die tolle Entwicklung unseres Abwehr/Torhüter-Zusammenspiels ist ein Hauptgrund unseres Erfolges. Darum ist die Verlängerung von Basti neben dem Verbleib beider Torhüter einer der wichtigsten Bausteine für unsere Defensive und eine erfolgreiche Zukunft“, sagte Prokop.

Roscheck trägt seit 2013 das Trikot der Leipziger. Nach einer Verletzung von Thomas Oehlrich hatte ihn Trainer Christian Prokop damals nach Sachsen gelockt. Coach und Spieler kannten sich bereits aus Essen. Dort trainierte Roscheck im Bundesligakader von Tusem mit, spielte aber noch für den OSC Rheinhausen in der dritten Liga.

Schwere Verletzung zu Beginn

In Leipzig hat sich Roscheck zu einer unverzichtbaren Stütze entwickelt. Dabei stand seine Karriere im Sommer 2013 schon einmal auf der Kippe. Kurz nach seinem Wechsel zum SC DHfK verletzte sich der 1,90 Meter-Mann schwer an der Schulter. „Die gesamte Gelenklippe war von der Schulter abgerissen und musste durch Knochenanker und Fäden fixiert werden“, erklärte damals Teamarzt Pierre Hepp, der Roscheck auch operierte. Fast ein halbes Jahr fehlte er damals. Schon zuvor hatten ihn immer wieder Verletzungen gebremst.

Roscheck nahm die Signale seines Körpers ernst und arbeitet nun schon seit mehreren  Jahren mit dem Neuroathletiktrainer Lars Lienhardt zusammen, der auch die deutsche Fußballnationalmannschaf berät. Der Sportwissenschaftler trainiert das Gehirn. Sein Ansatz: Im Bewegungssystem steht alles in Wechselwirkung zueinander und wird über das Nervensystem gesteuert. Durch spezielle Übungen für die Schaltzentrale im Kopf ließen sich Verletzungen schon präventiv vermeiden. Lienhardt und Roscheck sehen sich alle acht Wochen, dazwischen gibt es Anweisungen via Skype.

Roscheck trug während des Trainings sogar zeitweise eine rote Sonnenbrille, um an seiner Farberkennung zu arbeiten. Sprüche der Kollegen bekam er gratis, die Mannschaft akzeptiert aber seine Spezialeinheiten. Aus einem schmerzerprobten Drittligaspieler ist so einer der gefürchtetsten Erstliga-Verteidiger geworden.

Matthias Roth

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