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Baustelle Tor: SC DHfK Leipzig bangt um seinen Keeper – kein Ersatz in Sicht

Vor dem Final Four Baustelle Tor: SC DHfK Leipzig bangt um seinen Keeper – kein Ersatz in Sicht

DHfK-Keeper Milos Putera bangt um sein Comeback beim Final Four. Sollte der Slowake nicht fit werden, fehlt im Augenblick ein zweiter Torhüter.

Will gegen Kiel wieder fit sein: Milos Putera.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der bange Blick des SC DHfK Leipzig geht vor dem Final Four am kommenden Wochenende zur medizinischen Abteilung. Die Kernfrage kautet: Wird Torhüter Milos Putera bis zum Halbfinale gegen THW Kiel wieder fit? Der 35-Jährige hatte im Punktspiel gegen Erlangen einen Schlag auf‘s Knie bekommen. „Noch wackelt sein Einsatz, ich gehe aber davon aus, dass er es schafft“, sagte Trainer Christian Prokop. Auch Putera ist optimistisch: „Es ist schon deutlich besser.“

Ein Ausfall des Slowaken würde die Grün-Weißen vor gewaltige Probleme stellen. Jens Vortmann ist nicht nur wegen seines überragenden Auftritts bei den Rhein-Neckar Löwen gesetzt. Ohne Putera wäre im Moment allerdings kein Vertreter in Sicht.

Am vergangenen Wochenende nahm der Bundesligist Marian Voigt aus der A-Jugend mit zum Deutschen Meister. Im Pokal ist der 19-Jährige für den SC DHfK aber gesperrt. Der Grund: Der Nachwuchskeeper stand mit einem Zweitspielrecht ausgestattet bereits für die SG Leipzig-Zwenkau im Sachsenpokal zwischen den Pfosten.

Auch ein zweiter Nachwuchsmann kommt nicht in Frage. Jan Guretzky sammelt in dieser Saison bei der SG LVB Leipzig seine Erfahrungen im Männerbereich. Sein Zweitspielrecht für den Erstligisten ist inzwischen ausgelaufen.

SC DHfK bekannt für Blitztransfers

Bastelt der SC DHfK deshalb schon heimlich an einem Blitztransfer? Prokop und auch Geschäftsführer Karsten Günther winken ab. Es sei nichts geplant, Putera werde fit, versichern sie. Dabei haben die Leipziger durchaus Erfahrungen mit Schnellverpflichtungen. Vor sechs Jahren holten sie für die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga den ehemaligen Magdeburger Joel Abati und fürs Tor den einstigen Hamburger Goran Stojanovic. Der gebürtige Montenegriner ist inzwischen aber keine Option mehr. Er feierte im Januar seinen 51. Geburtstag.

Als sich Putera im Dezember 2015 einen Bizepsabriss zuzog, verpflichtete der SC DHfK den ehemaligen Großwallstädter Mathias Lenz. Der Lehrer war zu diesem Zeitpunkt vereinslos. Heute spielt der 32-Jährige in Friesenheim.

Starke Keeper haben den THW Kiel zuletzt zweimal an den Rand einer Niederlage gebracht. In den vergangenen beiden Spielen vergaben die Zebras allein acht von neun Siebenmetern. Trainer Alfred Gislason will darüber am liebsten nicht reden und gab stattdessen seinen Spielern am Montag und Dienstag frei, damit sie die Köpfe für Leipzig frei bekommen.

Von Matthias Roth

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