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„Bis an die Leistungsgrenze“ - SC DHfK empfängt HC Erlangen - Oehlrich im Training

„Bis an die Leistungsgrenze“ - SC DHfK empfängt HC Erlangen - Oehlrich im Training

Ausgerechnet gegen den fränkischen Klassenprimus aus Erlangen will der SC DHfK Leipzig am kommenden Dienstag den Befreiungsschlag in der 2. Handball-Bundesliga schaffen.

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DHfK-Trainer Christian Prokop.

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. „Mit einem Sieg zeigen wir, Leipzig ist wieder da“, sagte Rückraumspieler Philipp Weber. Die Männer von Trainer Christian Prokop warten seit drei Partien auf einen vollen Erfolg.

Besonders die Niederlage im Pokal gegen Hildesheim ärgert Geschäftsführer Karsten Günther noch immer. Die Niedersachsen treffen jetzt nämlich auf die Füchse aus Berlin. Ein Handballfest, das Günther auch gern in einer gut gefüllten Arena gefeiert hätte, mit ordentlichen Zusatzeinnahmen und bundesweiter Aufmerksamkeit ganz nebenbei. „Das ist uns durch die Lappen gegangen“, meinte er.

Nun sind die Grün-Weißen also im Ligaalltag zurück. In der Tabelle belegen die Leipziger derzeit den zwölften Platz und hinken dem Saisonziel einstellige Platzierung etwas hinterher. Für Prokop ist das kein Grund zur Sorge. „Wir haben noch 30 Spiele vor uns“, erklärte er. Mit einem Erfolg gegen den fränkischen Klassenprimus könnte der SC DHfK den Rückstand auf einen Minuszähler verkürzen und Anschluss zur Spitzengruppe wieder herstellen.

Weltmeister im Kader

Kein leichtes Unterfangen: Erlangen hat vor der Saison seinen Kader  noch einmal aufgerüstet. Am Kreis spielt jetzt mit Sebastian Preiß ein Weltmeister von 2007, der zuvor für Kiel und Lemgo seine Tore warf. Auf Rechtsaußen ist Ole Rahmel im Einsatz. Trainer Prokop kennt ihn aus gemeinsamen Zeiten bei TUSEM Essen bestens. „Er kann auf bis zu drei Positionen spielen und wirft meist zehn Tore im Spiel“, so Prokop. Stoppen lasse sich Rahmel, der vor zwei Jahren bester Torschütze in der 2. Bundesliga war, nur mit der kompletten Mannschaft. Geschäftsführer Günther fordert von seinen Spielern deshalb, bis an die Leistungsgrenze zu gehen.

Coach Prokop vertraut voraussichtlich wieder seiner „Jugend-forscht-Abteilung“ mit Akteuren wie Max Emanuel, Lukas Krzikalla und Philipp Weber. Der Trainer mag die zuletzt aufgekommene Diskussion um die Einsatzzeiten von jungen und erfahrenen Spielern nicht. „Ich stelle nach Trainingsleistung und Taktik auf“, erklärte Prokop. Weber etwa habe nach seiner langen Verletzung ohne große Anlaufzeit zu alter Stärke gefunden. „Er ist meine Nummer eins“, sagte der Trainer mit Blick auf den linken Rückraum. Weber werfe nicht nur selbst Tore, sondern setzte auch seine Mitspieler gekonnt in Szene. Heißt im Umkehrschluss: Shooter Matthias Gerlich muss sich mit längeren Pausen auf der Bank zufrieden geben. Auch die Spielchancen von Philipp Seitle sind im Augenblick bescheiden. „Ihm fehlen ein paar Prozentpunke, da sind andere weiter“, findet der Trainer. Hinzu komme, dass Seitle wegen Achillessehnenbeschwerden nicht voll trainieren konnte.

Oehlrich in zwei Wochen zurück

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DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich vor seiner Verletzung.

Quelle: Elmar Keil

Die momentane Konstellation ist für Prokop aber nicht in Stein gemeißelt. „Die Saison ist lang, da brauchen wir unseren breiten Kader“, sagte er. Zurück im Mannschaftstraining ist Kapitän Thomas Oehlrich. Er könnte in zwei Wochen für Kurzeinsätze wieder im Kader stehen. Vertreter Alen Milosevic stößt erst am Montag wieder zum Team. Er ist mit der Auswahl der Schweiz unterwegs und verlor gerade ein WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien mit 30:33, erhielt aber als fünffacher Torschütze eine gute Einzelkritik. Am Sonntag folgt ein weiterer Vergleich gegen Luxemburg.

Anwurf am Dienstag ist in der Arena um 19.30 Uhr. Der SC DHfK will Auszubildende mit einen besonderen Aktion in die Halle locken. Bei Vorlage ihres Ausweis erhalten sie neben einem ermäßigten Ticket noch eine Freikarte dazu. Das Angebot gilt auch im Vorverkauf. LVZ-Online überträgt die Partie im Live-Videostream.

Matthias Roth

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