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Bundestrainer: Christian Prokop legt sich nächste Woche fest

SC DHfK Leipzig Bundestrainer: Christian Prokop legt sich nächste Woche fest

Über den Posten des Handball-Bundestrainers wird derzeit eifrig diskutiert. DHfK-Coach Christian Prokop will sich in der kommenden Woche zu seiner Zukunft äußern.

Will sich nächste Woche entscheiden: Christian Prokop.
 

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig.  Frische Seeluft macht den Kopf frei. Der SC DHfK Leipzig startet bereits am Freitag zu den „Nordfestspielen“ nach Kiel. Am Sonnabend (Anpfiff 19 Uhr) steht das Spiel gegen den THW auf dem Programm, am Mittwoch folgt die Partie bei der SG Flensburg-Handewitt. Dazwischen übernachtet das Team in der Nachwuchsakademie der Flensburger.

Für Trainer Christian Prokop steht in den kommenden Tagen die schwerste Entscheidung seiner bisherigen Karriere an. Bleibt er in Leipzig oder wechselt er als Bundestrainer zum Deutschen Handballbund (DHB)? „Ich will in der kommenden Woche eine Entscheidung treffen“, so der Coach. Eine Bekanntgabe zwischen den beiden Topspielen ist nicht geplant, die Mannschaft soll nicht abgelenkt werden.

Im Augenblick ist noch alles möglich. Vor allem die Fanaktion beim Spiel gegen Minden, mit einem deutlichen Bekenntnis für Prokop, hallt nach. „Das hat mich alles sehr bewegt“, so der Coach. Auch der Wirtschaftsbeirat des SC DHfK hat sich noch einmal intensiv um den Trainer bemüht. „Mein Herz wird mitentscheiden“, sagt der 37-Jährige. Im Moment ist der Ausgang des Tauziehens zwischen Leipzig und dem DHB offen. Prokop will aber eine wochenlange Hängepartie nach dem angekündigten Abschied vom bisherigen Amtsinhaber Dagur Sigurdsson vermeiden. Abgeschieden vom heimischen Umfeld, mit einer frischen Brise Ostseeluft um die Nase, will Prokop nun ein letztes Mal in sich gehen.

SC DHfK rechnet sich in Kiel was aus

Davor plant der Übungsleiter den nächsten Coup in der Bundesliga. Die Namen der Gegner aus Kiel und Flensburg klingen zwar übermächtig. Als Punktelieferant wollen die Grün-Weißen aber nicht herhalten. „Wir wollen ein starkes Spiel zeigen, was sich dann auch im Ergebnis niederschlagen soll“, kündigt Prokop an.

Die Gelegenheit, gegen den THW zu punkten, erscheint günstig. Die Kieler haben mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen. Christian Dissinger, Rene Toft Hansen und Blazenko Lackovic sind verletzt, Steffen Weinhold sowie Christian Zeitz angeschlagen. Damit könnten fünf Profis aus dem Who is Who des Welthandballs fehlen. Außerdem mussten die beiden Nordklubs in der zurückliegenden Woche gleich zweimal in der Champions League gegeneinander antreten. Jeder Verein gewann eines der kräfteraubenden Spiele. „Wir brauchen hundert Prozent Einsatz und müssen an uns glauben“, fordert der Trainer.

Bei den Leipzigern hat sich die Personalsituation entspannt. Christoph Steinert konnte in der vergangenen Trainingswoche nach seiner Schulterverletzung wieder Vollgas geben und steht nun auch für die Abwehr wieder zur Verfügung. Einzig Torhüter Jens Vortmann musste mit einer Magen-Darm-Grippe aussetzen, kann aber mit nach Kiel und Flensburg reisen.

Von Matthias Roth

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