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Bundestrainer erwartet "ganz heißes Spiel" von DHfK in Berlin

Dagur Sigurdsson im Interview Bundestrainer erwartet "ganz heißes Spiel" von DHfK in Berlin

Am Sonnabend spielt der SC DHfK Leipzig in der Bundesliga in Berlin. Nationalcoach Dagur Sigurdsson trainierte die Füchse in den vergangenen sechs Jahren. Leipzig stattete er gerade einen Besuch ab. Im Interview mit LVZ.de spricht er über die Chancen des Aufsteigers und die neue Stärke im Osthandball.

Handball-Nationalcoach Dagur Sigurdsson.

Quelle: dpa

Leipzig. Am Sonnabend spielt der SC DHfK Leipzig in der Bundesliga in Berlin. Nationalcoach Dagur Sigurdsson trainierte die Füchse in den vergangenen sechs Jahren. Leipzig stattete er gerade einen Besuch ab. Im Interview mit LVZ.de spricht er über die Chancen des Aufsteigers, die neue Stärke im Osthandball und die deutschen Chancen bei der EM im Januar. 

Frage: Herr Sigurdsson, Sie waren am vergangenen Sonntag beim Spiel gegen MT Melsungen in der Arena Leipzig. Welchen Eindruck haben Sie vom SC DHfK Leipzig gewonnen? 

Sigurdsson: Zunächst habe ich an diesem Tag eine starke Melsunger Mannschaft gesehen. Die Leipziger haben ein junges und frisches Team. Es ist doch klar, dass sie nicht an jedem Spieltag eine Überraschung wie gegen Hamburg schaffen. Ich traue ihnen aber noch viel zu. In der Art und Weise wie im Verein gearbeitet wird, erinnert mich das an die Füchse Berlin vor zehn Jahren.

Sie haben es angesprochen, mit dem Sieg gegen den HSV hat Leipzig gleich am ersten Spieltag in der Bundesliga überrascht. Waren Sie auch verwundert?

 Das war wirklich nicht zu erwarten, dass ein Aufsteiger so erfolgreich startet. Die Saison ist aber noch lang, man muss abwarten, wie sich der SC DHfK weiter schlägt. Sie werden es auf jeden Fall schwer haben.

Leipzig und Berlin standen sich gerade erst im Pokal gegenüber, die Füchse haben da nur knapp gewonnen. Was erwarten sie am Sonnabend für eine Partie?

Ich denke, das wird wieder ein ganz heißes Spiel. In der Bundesliga gibt es die gesamte Saison über Überraschungen. Das ist gut für die Zuschauer. Die Berliner sind aber der Favorit.

Sie sind bekannt für die Integration von jungen Spielern in ihre Mannschaften. Der SC DHfK spielt mit einem jungen Team in der Bundesliga und ist auch amtierender A-Jugend-Meister. Haben Sie schon einen Spieler im Auge, der es einmal bis in die Nationalmannschaft schaffen kann?

Bei der A-Jugend kann man das noch nicht sagen, das ist zu früh. Wir haben in Deutschland viele junge Handballer im Auge, die es einmal schaffen können. Paul Drux aus Berlin war letztes Jahr das beste Beispiel. Er stand schon in seinem ersten Bundesligajahr mit 19 Jahren in der Nationalmannschaft und war dann ja auch bei der WM in Katar dabei. Zunächst gilt aber für alle Jungs, egal ob A-Jugend oder Männermannschaft: Sie müssen sich erstmal in der Bundesliga richtig durchsetzen.

Mit Magdeburg, Leipzig, Eisenach und Berlin spielen wieder vier Mannschaften aus Ostdeutschland erstklassig. Wie gut tut das der Bundesliga?

Mir gefällt das sehr. Das sind alles Traditionsvereine, da ist immer gute Stimmung in den Hallen. Hinzu kommt, dass die Zuschauer unseren Sport seit vielen Jahren genau kennen. Sie fiebern auf den Rängen sofort mit, wissen genau was gerade abläuft.

Mit der Nationalmannschaft treten Sie im November beim Supercup an, im Januar folgen dann die Europameisterschaften in Polen. Kann ihr Team schon um den Titel mitspielen?

Das finde ich jetzt lustig. Bei der letzten EM war Deutschland nicht einmal qualifiziert. Das vergisst man schnell. Und jetzt sollen wir schon um die Titel mitspielen? Wir wollen erstmal erfolgreich beim Supercup auftreten. Danach werde ich dann mein Team für Polen nominieren. Wir arbeiten daran, eine gute Mannschaft hinzubekommen. Im nächsten Jahr haben wir dann auch noch die Qualifikationsspiele für Olympia und im Sommer die Spiele in Rio. Das ist ein schönes Ziel, soweit denke ich aber noch nicht. Im Moment geht es wirklich nur um den Supercup gegen Brasilien, Serbien und Slowenien. 

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