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Jetzt ist es raus: Christian Prokop bleibt Coach beim SC DHfK Leipzig

Suche nach neuem Bundestrainer Jetzt ist es raus: Christian Prokop bleibt Coach beim SC DHfK Leipzig

Es ist entschieden: Christian Prokop bleibt Trainer beim SC DHfK Leipzig. Nach LVZ-Informationen will der 37-Jährige seinen bis 2021 gültigen Vertrag bei den Grün-Weißen erfüllen.

Bleibt Trainer in Leipzig: Christian Prokop.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das ist ein Hammer: Christian Prokop bleibt Trainer des SC DHfK Leipzig. Nach LVZ-Informationen hat sich der 37-Jährige für eine Erfüllung seines noch bis 2021 laufenden Vertrages entschieden. Die Vereinsverantwortlichen wollten sich am Mittwoch noch nicht zu der Personalie äußern. Prokop selbst hat eine Erklärung noch für diese Woche angekündigt, nicht aber vor dem Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt. Am Dienstag sagte er aber gegenüber LVZ.de: "Ich habe meine Entscheidung getroffen."

Jürgen Schweikardt, Geschäftsführer des Bundesligisten TVB Stuttgart, bestätigte gegenüber LVZ.de: „Es hat bereits ein Gespräch zwischen unserem Trainer Markus Baur und DHB-Vizepräsident Bob Hanning stattgefunden.“ Baur gilt jetzt als heißer Kandidat für den Bundestrainerposten. „Ich weiß aber nicht, was bei dem Treffen herausgekommen ist“, so Schweikhardt. Der DHB will sich mit seiner Wahl Zeit lassen. „Eine Entscheidung in diesem Jahr ist eher unwahrscheinlich“, sagte Hanning.

Hinter den Kulissen wurde seit mehreren Wochen um den Leipziger Übungsleiter gerungen. Mitte Oktober hatte der SC DHfK nach dem Spiel gegen den TBV Lemgo offiziell die Verlängerung des Trainervertrages mit Prokop bis 2021 verkündet. Zu diesem Zeitpunkt war die Tinte unter dem Kontrakt allerdings schon einige Zeit trocken.

Inzwischen hatte auch Hanning seine Fühler nach Prokop ausgestreckt. Es zeichnete sich bereits damals ab, dass Bundestrainer Dagur Sigurdsson, wie inzwischen auch erfolgt, eine Ausstiegsklausel nutzt und nach der Weltmeisterschaft Ende Januar seine Tätigkeit beendet. Öffentlich bekannt wurde der Flirt des DHB mit Prokop erstmals am Rand des Bundesligaspiels der Leipziger bei den Füchsen Berlin am 9. November.

Prokop war seitdem hin- und hergerissen. Auf der einen Seite lockte ihn die Aufgabe mit internationaler Strahlkraft, auf der anderen Seite stand sein Wort beim Leipziger Verein. „Es geht um das höchste Amt im deutschen Handball, dass ich mich damit beschäftige ist doch menschlich“, sagte Prokop zuletzt.  

Zuvor hatte er aber auch bekundet: „Ehrlich gesagt, habe ich noch nie so einen Verein erlebt wie den SC DHfK. Hier wird an so vielen Stellschrauben gedreht, um erfolgreich zu sein. Ich möchte einfach dazu beitragen, diesen Verein in der Bundesliga zu etablieren", so der gebürtige Köthener.

Die Grün-Weißen hätte ihm den Wechsel zum DHB nicht grundsätzlich verbaut. Und das, obwohl der Aufschwung des Teams untrennbar mit dem Namen Prokop verbunden ist. Clubführung und Trainer verbindet ein offenes und herzliches Verhältnis. Allerdings hätte der SC DHfK den Coach nicht ohne eine Ablösesumme ziehen lassen.

Prokop befand sich im Zwiespalt und beriet sich mit Vertrauten, allen voran seinem Vater Heinz. Beim Heimspiel gegen Minden bereiteten die Fans dem Coach mit zahlreichen Bekundungen für den Übungsleiter einen emotionalen Höhepunkt in der Arena. Anschließend kämpfte auch der Wirtschaftsbeirat des Vereins noch einmal um den Trainer. Dieser Einsatz der DHfK-Familie hat sich gelohnt, wie sich jetzt zeigt.

Matthias Roth

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