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Christian Prokop wird Star-Trainer – SC DHfK will ins Final Four

DHB-Pokal Christian Prokop wird Star-Trainer – SC DHfK will ins Final Four

Er ist Kandidat für das Amt des Bundestrainers und hat jetzt nebenbei noch einen weiteren Job mit internationaler Strahlkraft abgesahnt. DHfK-Coach Christian Prokop betreut im Februar ein Star-Ensemble.

Niklas Pieczkowski (links) steht im WM-Kader, Christian Prokop betreut das All Star Team.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Sein Name ist in Handball-Deutschland derzeit in aller Munde: Christian Prokop. Der Trainer des SC DHfK Leipzig ist nicht nur Kandidat für den Bundestrainerposten. Er hat seit Montag auch die nächste Ehrung sicher. Der 37-Jährige wird am 3. Februar 2017 das All Star-Team der Bundesliga im Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft betreuen. Das hat ein Online-Voting der Fans ergeben. Der Trainer des Jahres 2016 ließ damit seine Kollegen Ljubomir Vranjes (Flensburg), Nicolaj Jacobsen (Rhein-Neckar-Löwen), Alfred Gislason (Kiel), Markus Baur (Stuttgart) und Bennet Wiegert (Magdeburg) hinter sich.

Bei den Spielern standen zwei weitere Leipziger zur Auswahl. Andreas Rojewski und Aivis Jurdzs schafften es aber nicht auf einen der beiden Spitzenplätze auf ihren Positionen. Damit dürfen sie zunächst nicht gegen die DHB-Auswahl antreten. Es gibt aber noch Hoffnung. Die Bundesligatrainer bestimmen pro Position einen weiteren Spieler und auch einen zusätzlichen Übungsleiter. „Schön, dass es einer aus unserem Team geschafft hat, das ist eine super Wertschätzung für unseren Coach“, sagte Rojewski.

Pieczkowski im WM-Kader

Nominiert hat auch Bundestrainer Dagur Sigurdsson seinen zunächst 28 Spieler umfassenden Kader für die Weltmeisterschaft im Januar in Frankreich. Mit dabei ist Niklas Pieczkowski vom SC DHfK. Die Mannschaft wird aber noch auf 16 Teilnehmer verkleinert. Der Rückraumspieler konkurriert auf der Mittelposition mit Philipp Weber (Wetzlar), Simon Ernst (Gummersbach) und Fabian Böhm (Hannover).

Am Dienstag treffen Pieczkowski und Böhm direkt aufeinander. In der Arena (Anwurf 19 Uhr) wollen die Leipziger erstmals den Sprung ins Final Four des DHB-Pokals schaffen. Mit Hannover und dem SC DHfK treffen die knappen Verlierer des vergangenen Wochenendes aufeinander. Beide Mannschaften unterlagen mit einem Tor Differenz und wollen nun zurück in die Erfolgsspur. „Über Leipzig nach Hamburg“, lautet das selbstbewusste Motto der Niedersachsen für die Begegnung. Rund 200 Gästefans wollen sich auf nach Sachsen machen. Der SC DHfK rechnet mit knapp 4000 Zuschauern. Tickets sind im Vorverkauf und auch an der Abendkasse noch im Angebot.

Rojewski kennt das Final Four

Gefragter Gesprächspartner bei den Leipziger Spielern ist derzeit Kollege Rojewski. Er weiß wie ein Pokal-Endrundenturnier abläuft und kennt die Stimmung in der Halle in Hamburg. In diesem Jahr holte er mit dem SC Magdeburg den Pott. Später reckte er den Pokal beim legendären Magdeburger Mückenwirt während der Party mit den Fans in den Nachthimmel. Einziger Schönheitsfehler, Rojewski erhielt im Endspiel keine Einsatzzeit. Das will der polnische Nationalspieler nun nachholen, mit dem SC DHfK beim Final Four am 8. und 9. April 2017. „Es ist vielleicht das schönste Turnier in Europa“, so Rojewski. Favorit sei zwar Hannover, der SC DHfK wolle aber alles in die Waagschale werfen, um sich zu qualifizieren. „Die Stimmung mit den vier verschiedenen Fanlagern in Hamburg ist einzigartig“, berichtet Rojewski.

Das Interesse an der Spielrunde ist schon seit Monaten riesig. Laut HBL-Sprecher Oliver Lücke wurden seit Ende August bereits 5000 Karten verkauft. Derzeit sind keine Tickets im Angebot. Jeder für das Finale qualifizierte Verein erhält aber noch ein Kontingent von 1200 Karten für seine Fans. Der Rest geht voraussichtlich an Sponsoren und VIPs. Die Halle in der Hansestadt wird an den beiden Spieltagen mit jeweils 13.200 Zuschauern gefüllt sein.

Alle Viertelfinal-Paarungen im Überblick

SC DHfK Leipzig - TSV Hannover-Burgdorf

HBW Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar-Löwen

TSG Friesenheim - THW Kiel

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen

Von Matthias Roth

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