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DHC-Trainer Ratka blendet Punktabzug aus - SC DHfK am Freitag zu Gast

DHC-Trainer Ratka blendet Punktabzug aus - SC DHfK am Freitag zu Gast

Dieser Rucksack drückt dem DHC Rheinland gewaltig auf dem Rücken. Acht Punkte werden dem Handball-Zweitligisten am Ende der Saison abgezogen. Eine Last, die der Verein aus Dormagen nach dem Insolvenzverfahren und dem Zwangsabstieg aus der ersten Bundesliga nun mit sich schleppen muss.

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DHC-Trainer Richard Ratka

Quelle: DHC Rheinland

Leipzig. DHC-Trainer Richard Ratka blendet das aus. Die Tabelle bereinigt er nicht. „Die Punkte werden schließlich erst am Ende abgezogen“, sagt er. Deshalb spielen für ihn bei der Begegnung gegen den SC DHfK Leipzig nicht der Vierte aus Leipzig gegen den 14. aus Dormagen, sondern der Vierte aus dem Rheinland gegen den Fünften aus Sachsen.

Sportlich läuft es für Ratkas Truppe nämlich gar nicht schlecht. Ohne den Zwangsabzug würde seine Mannschaft zu den Topaufstiegskandidaten gehören. Bis zum November musste der DHC gerade eine Niederlage gegen Essen hinnehmen. Dann zog sich Kreisspieler Bastien Arnand einen Kreuzbandriss zu und seine Teamkollegen verloren den Faden. „Bastien ist für meine jungen Spieler ganz wichtig, sie haben sich an ihm orientiert“, erklärt Ratka, der auch schon den VfL Gummersbach und GWD Minden trainiert hat. Ohne den Franzosen lief nichts mehr und der November ging mit vier Niederlagen in Folge als schwarzer Monat in die Vereinsgeschichte ein.

Arnand fehlt zwar weiter, mit zwei Erfolgen gegen Saarlouis und Korschenbroich ging es für den DHC, der insgesamt vier Nationalspieler aus Island, den Niederlanden, Polen und Tschechien in seinen Reihen hat, wieder bergauf. Trainer Ratka ist deshalb gar nicht bescheiden: „Gegen Leipzig wollen wir auch gewinnen“.

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Uwe Jungandreas, Trainer der DHfK-Handballer. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Das will DHfK-Coach Uwe Jungandreas allerdings verhindern. Nach einem freien Tag am Dienstag bereiten sich die Grün-Weißen seit Mittwoch intensiv auf das Spiel vor. Am Donnerstag geht es dann für den SC DHfK nach einer weiteren Trainingseinheit auf Reisen nach Westdeutschland mit Übernachtung. Aufstiegseuphorie nach dem überzeugenden Sieg gegen Bietigheim und dem direkten Kontakt zu Tabellenplatz drei hat Jungandreas nicht festgestellt. „Dafür haben wir gar keine Zeit“, meint er. Bis auf die Langzeitverletzten Martin Müller und Erik Jacob sitzt der stärkste Kader im Bus. Torhüter Michael Galia ist nach seiner Grippe wieder fit.

Jungandreas hält den DHC für einen ganz schweren Gegner und traut ihm trotz der Strafe noch immer den Aufstieg in die erste Bundesliga zu. Davon will Ratka allerdings nichts wissen. „Wir sind froh, wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, erwidert der ehemalige Bundesligaprofi von Turu Düsseldorf. Die Qualifikation käme außerdem viel zu früh, schließlich spielten seine Jungs erst seit vergangenem August zusammen. Im Sommer verließen elf Spieler den Verein, neun Aktive kamen hinzu.

Der Sprung ins Oberhaus ist für Ratka gewaltig. „Da liegen doch Welten zwischen der Qualität der ersten und zweiten Bundesliga“, sagt er. Man brauche sich doch die Aufsteiger der vergangenen Saison nur anschauen, so Ratka. Die Teams hätten sich alle verstärkt und schafften dennoch nur Achtungserfolge.

Anwurf im Bayer Sportcenter ist am Freitag um 19.45 Uhr. Rund 1500 Zuschauer erwartet der Verein. LVZ-Online berichtet von der Begegnung per .

Matthias Roth

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