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DHfK-Coach Haber als Motivator: „Männer, bleibt mutig!“

Beim Triumph über Flensburg-Handewitt DHfK-Coach Haber als Motivator: „Männer, bleibt mutig!“

Milos Putera brachte den speziellen Moment am Sonntag auf den Punkt. „Eine Mannschaft der Top 3 zu schlagen, ist für uns etwas ganz Besonderes.“ 

DHfK-Trainer André Haber nach dem Schlusspfiff gegen Flensburg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Milos Putera brachte den speziellen Moment am Sonntag auf den Punkt. „Eine Mannschaft der Top 3 zu schlagen, ist für uns etwas ganz Besonderes.“ Fast hatte man den Eindruck, als würden die DHfK-Handballer um ihren überragenden Torhüter den Premieren-Erfolg gegen Flensburg-Handewitt (25:22) sogar ein wenig höher einstufen als den wie im Rausch erzielten 34:25-Triumph im Mai gegen den damals angeschlagenen Serienmeister Kiel. 
Trainer André Haber war einfach nur froh über die gewaltige Leistungssteigerung und das mit Abstand beste Saisonspiel genau zur richtigen Zeit: „Was uns am Sonntag gelungen ist, betrachte ich als außergewöhnlich. Wir haben die Absprachen perfekt umgesetzt und in allen Mannschaftsteilen eine sehr gute Leistung gezeigt. Vor allem haben wir sehr schnell aus den Dingen gelernt, die in Lemgo nicht gut gelaufen sind.“
Der verletzte Lukas Binder saß am Sky-Mikrofon und war einfach nur entzückt von der Vorstellung seiner Truppe: „Viel besser kann man es nicht machen. Der entscheidende Faktor ist, dass wir dank Milos heute das Torwart-Duell für uns entschieden haben.“ Wie immer war der Ex-Kapitän auch am Sonntag für die Motivationsworte in der Kabine zuständig. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir gar nix zu verlieren haben. Im Gegenteil: Flensburg hatte den Druck zu gewinnen.“ Auch wenn die 4000-Zuschauer-Marke knapp verfehlt wurde, entwickelte sich die Arena zum Hexenkessel. Weshalb Binder klipp und klar feststellte: „Mittlerweile haben viele Gegner Angst, hier zu spielen.“
In der letzten Auszeit, als das Match auf der Kippe stand, sagte Haber fast flehend: „Wichtig ist, dass wir ein Tor machen.“ Nun gut, dies ist im Handball nie verkehrt. Aber der 31-Jährige schob auch nach, wie das geschehen soll: „Männer, bleibt mutig – und spielt mit Herz!“ André Haber empfand es als „professionelle und respektvolle Geste“, dass sein designierter Nachfolger Michael Biegler das Spiel lieber im Ü-Wagen als auf der Tribüne verfolgte. Gestört hätte ihn das Gegenteil aber nicht. Auch der Umstand, dass Vorgänger Christian Prokop zuschaute, habe keine Auswirkungen gehabt: „Ich habe mich ohnehin voll aufs Spiel konzentriert.“
Dass Biegler die Nachfolge-Lösung ab Januar mit seinen Worten im anschließenden Sky-Talk ein wenig aufweichte („Eine Lokomotive, die rollt, soll man nicht aufhalten“), behagte Karsten Günther nicht. Eine erneute Trainer-Debatte könne der SC DHfK nicht gebrauchen, diese bringe nur Unruhe. Der Manager stellte fest: „Biegels Satz sollte man nicht zu hoch hängen. Wir bleiben wie ausgemacht bei unserem Plan.“ Auch Haber mahnte an, alle mögen in dieser Frage ruhig bleiben. Sein Team dürfe aber weiter zur Attacke blasen. Freilich sei die Aufgabe am Donnerstag in Kiel schwer – aber sie solle mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen  angegangen werden. 

Frank Schober

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