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DHfK-Handballer malen für den guten Zweck – Kapitän Oehlrich überrascht als Künstler

DHfK-Handballer malen für den guten Zweck – Kapitän Oehlrich überrascht als Künstler

Auf dem Parkett macht er keine Kompromisse. Dort kennt Maik Wolf nur eine Richtung, nach vorn zum gegnerischen Tor. Vom Siebenmeterpunkt lässt der Rechtsaußen der Drittliga-Handballer des SC DHfK den Torhütern selten eine Chance.

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Malen für einen guten Zweck: Michael Galia, Sebastian Schulz, Ole Dietzmann und Thomas Oehlrich.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Am Maltisch in der Vodkaria in der Gottschedstraße tut sich der 27-Jährige am Donnerstagabend zunächst schwer.

Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden beteiligt er sich an der LVZ-Aktion MaleLE! Für jeden Spieler gilt dabei: mindestens ein Bild zu malen, egal ob mit Farbe, Blei- oder Fettstiften.

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Leipzig. Auf dem Parkett langen die Handballer des SC DHfK ordentlich zu. Am Donnerstagabend zeigten sie sich ganz zahm von ihrer künstlerischen Seite. In der Leipziger Vodkaria beteiligten sie sich an der LVZ-Aktion MaleLE! Für einen guten Zweck malten die Spieler des Drittligisten Bilder. Einer überraschte auch seine Kollegen mit gekonnten Bleistiftstrichen: Kapitän Thomas Oehlrich.

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„Ich habe bestimmt seit 15 Jahren keinen Pinsel mehr in der Hand gehabt“, versichert Wolf. Seine ersten Versuche betrachtet er deshalb auch kritisch und legt den Bogen mit einem Entwurf von seinem Mops Lulu bald zu Seite.

Kapitän Thomas Oehlrich dagegen entpuppt sich schnell als der große Künstler im Team. Sein Motiv: ein Chevrolet aus den 1950er Jahren. Sein Traumauto versichert er. Im wahren Leben ist es noch in Museen oder auf den Straßen der Karibikinsel Kuba zu sehen. Oehlrich erweckt den Straßenkreuzer in der Leipziger Vodkaria mit gekonnten Bleistiftstrichen zu neuem Leben. „Du hast wohl ein Atelier in der Baumwollspinnerei“, spaßen die Kollegen anerkennend. Oehlrich macht nicht viele Worte um sein Werk: „Ich habe nicht geübt, kann das einfach so“, versichert der Bundespolizist.

Für Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer, ist es Ehrensache, sich bei MaleLE! zu beteiligen. Schließlich gehe es um einen guten Zweck. „Nach zwei Wochen Training ist das auch eine gelungene Abwechslung für die Mannschaft“, meint Günther.

Findet auch René Wagner. „Ich male fast jeden Tag mit meiner zweijährigen Tochter“, berichtet der stolze Vater und nimmt später eine zweite Tüte mit Malbögen für gemeinsame Familienbilder mit nach Hause.

Torhüter Michael Galia am Nebentisch fackelt nicht lange. Der Tscheche versucht sich als Pop-Art-Künstler. Ein großer Kopf entsteht auf seinem Blatt. Er hat etwas die Form vom Wolf aus der russischen Zeichentrickserie „Hase und Wolf“. Stilecht qualmt zwischen den Lippen eine Zigarette. Nur der Titel passt nicht zu den früheren Helden der Kinderzimmer – Galia nennt es schlicht „Norman“.

Am Ende hat es dann auch Maik Wolf geschafft und ist zufrieden. Eine Maske ist auf seinem Bild zu sehen.

Mitmachen kann bei der Aktion jeder. In der LVZ-Geschäftsstelle am Peterssteinweg, im Stadtbüro in der Nikolaistraße und bei allen Partnern der Initiative sind für drei Euro Kuverts mit je drei Din-A3-Bögen zu haben. Bis zum Sommer können die Gemälde zurückgeschickt werden.

Anschließend werden sie digitalisiert. Eine Jury wählt eine „Galerie der 1000 Bilder“, die auf Tour gehen soll. Erstmals präsentiert werden die Bilder am 4. September beim großen MaleLE-Fest auf dem Augustusplatz.

Der Clou der Aktion: Für 24 Euro können die Werke gekauft werden, der Zufall entscheidet, ob man ein Bild des vierjährigen Paul, von den bereits gewonnen Unterstützern wie Suzanne von Borsody, Stefan Kretzschmar, Marius Müller-Westernhagen oder eben von DHfK-Torhüter Michael Galia erhält. Teilnehmer der Mal-Aktion haben ein Vorkaufsrecht. Die Einnahmen gehen komplett an karitative Einrichtungen wie die Stiftung „Leipzig hilft Kindern“.

Matthias Roth

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