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DHfK-Handballer müssen aufrüsten - Zwei Delitzscher Wunschkandidaten

DHfK-Handballer müssen aufrüsten - Zwei Delitzscher Wunschkandidaten

Von wegen Durchmarsch in die zweite Bundesliga: Die DHfK-Handballer hatten nur wenig Zeit, den vielumjubelten Aufstieg in die Regionalliga zu genießen. Das ist vorbei.

Leipzig. Eine Etage höher zählt zunächst nur der Klassenerhalt für die Schützlinge von Trainer Sven Strübin, worüber so mancher Fan enttäuscht sein wird, der auf baldige Leipziger Gastspiele von THW Kiel, HSV Hamburg oder VfL Gummersbach hofft.

"Es wäre ein Erfolg, wenn wir als Neuling einen einstelligen Tabellenplatz erreichen", dämpft Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handball-GmbH, zu große Erwartungen. Nur Rang neun unter 16 Teams bedeutet aus jetziger Sicht den sicheren Klassenerhalt. Aufgrund der Umstrukturierungen der Spielklassen wurden die Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier reduziert, was ein höheres Niveau bedeutet. Zudem wird ab 2011/12 die zweite Liga eingleisig, so dass nach der kommenden Saison von dort mehr Teams in die dritthöchste Klasse absteigen.

Deshalb braucht das DHfK-Team Verstärkungen für die Regionalliga, in der Leipzig zum Saisonstart am 12. September in der Grube-Halle Zweitliga-Absteiger Anhalt Bernburg erwart. Fest stehen bisher nur die Zugänge Phillipp Seitle und Eric Jakob von Zweitligist Concordia Delitzsch, beides Rückraumspieler. Gerade dieser Verein, der sich in schweren finanziellen Turbulenzen befindet, sorgt dafür, dass der SC DHfK noch zweigleisig planen muss. Allerdings wird sich das Schicksal der starken Concordia-Sieben am Sonntag entscheiden, wenn das Präsidium der Handball-Bundesliga (HBL) über den von Delitzsch eingelegten Widerspruch berät. In erster Instanz hatte die HBL dem nordsächsischen Klub die Lizenz verweigert.

DHfK-Manager Maik Gottas gönnt Delitzsch den Verbleib in Liga zwei. Doch er macht auch kein Hehl daraus, dass Thomas Oehlrich (25) und Ulrich Streitenberger (28), beides Leistungsträger von Concordia, seine Wunschkandidaten sind, die er holen möchte. Das Duo sammelte mit Concordia im Spieljahr 2005/06 bereits Erstliga-Erfahrung.

Polizist Oehlrich ist als Kreisläufer besonders begehrt, weil das DHfK-Team auf dieser Position nur den abwehrstarken Marcel Ulrich hat. René Wagner, der dort ebenfalls zum Einsatz kam, ist eigentlich Rückraumakteur und kann auch nicht im Deckungszentrum agieren. "Deshalb liegt uns diese Position besonders schwer im Magen", sagt Gottas. Die DHfK-Verantwortlichen sind auch für den Fall gewappnet, dass Oehlrich nicht anheuert. "Wir stehen mit einem Spieler in Kontakt, der in der vergangenen Saison in der zweiten Liga aktiv war", klärt Gottas auf.

Concordia-Mann Streitenberger, wie seine Teamkollegen seit drei Monaten ohne Gehalt, würde die Lizenz-Bewilligung nicht reichen. "Wir als Spieler wollen auch Klarheit haben, wie es in der neuen Saison weitergeht." Einen Wechsel zum SC DHfK schließt er nicht aus. "Wenn ich Delitzsch verlassen sollte, sind die Leipziger mein erster Ansprechpartner. Hier habe ich meine Freunde, so dass ich gar nicht weg möchte. Zudem will ich mit dazu beitragen, den höchstklassigen Handball in unserer Region zu erhalten", erklärt der Diplom-Sportmanager.

 

Norbert Töpfer

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