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DHfK-Konkurrenten bilden Spielgemeinschaft – Manager Gottas: keine Wettbewerbsverzerrung

DHfK-Konkurrenten bilden Spielgemeinschaft – Manager Gottas: keine Wettbewerbsverzerrung

Zwei Ligakonkurrenten des SC DHfK Leipzig streben für die neue Saison eine Spielgemeinschaft in der zweiten Handball-Bundesliga an. Die HSG Düsseldorf und der DHC Rheinland wollen künftig unter dem Namen DDHC (Dormagener Düsseldorfer Handballclub) Rheinland antreten.

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Hart umkämpfte Partie: Ole Dietzmann vom SC DHfK Leipzig setzt sich am 26. Dezember gegen zwei Düsseldorfer durch.

Quelle: Rainer Justen

Neuss/Leipzig. Auswirkungen könnten die Pläne aber bereits in dieser Spielzeit haben. Aktive der Düsseldorfer könnten schon Anfang des kommenden Jahres nach Dormagen wechseln. Einige HSG-Akteure wie Michael Hegemann oder Julius Kühn werden auch mit Erstligisten in Verbindung gebracht.

Trainer des DDHC wird der derzeitige Dormagener Coach Richard Ratka. Der frühere Bundesligaprofi hofft auf eine rasche Verstärkung seines Kaders. „Ich bin verrückt danach, das schnell zu machen“, so Ratka. Gespräche mit den Spielern seien aber noch nicht geführt worden, berichtete HSG-Geschäftsführer Frank Flatten, der künftig diese Funktion auch bei der neuen Spielgemeinschaft ausüben wird. Es müsse aber überlegt werden, den Neuaufbau schnell einzuleiten.

Bitter für die Leipziger Handballer: Der SC DHfK musste sich am zweiten Weihnachtsfeiertag mit einem 25:25-Unentschieden in Düsseldorf begnügen. So stark wird der Gegner aus dem Rheinland in dieser Saison voraussichtlich nicht noch einmal besetzt sein, künftige Kontrahenten hätten somit leichteres Spiel.

Von Wettbewerbsverzerrung will DHfK-Manager Maik Gottas aber nichts wissen. „Erstmal müssen wir uns selbst an die Nase fassen, wir hatten in Düsseldorf doch einen Sieg in der Hand“, sagte er. Auf der anderen Seite habe der SC DHfK bereits in Dormagen gespielt und gewonnen. „Wenn die sich jetzt verstärken, wird das viel schwerer“, meinte Gottas. Innerhalb einer Saison glichen sich Vor- und Nachteile aus.

Der Manager hält die Pläne der beiden westdeutschen Vereine für richtig. „Es ist doch in Ordnung, wenn die Kräfte in einer Region gebündelt werden“, sagte er. Wirtschaftlich müsse das Vorhaben aber auch untersetzt werden. Dormagen hatte im vergangenen Jahr eine Insolvenz hingelegt, Düsseldorf hat gerade erst wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag beim Amtsgericht gestellt.

Die Verantwortlichen am Rhein verfolgen dennoch ehrgeizige Pläne. Zielsetzung ist der Erstligaaufstieg in der kommenden Saison. Dafür muss Dormagen, wegen Linzenzvergehen in dieser Saison mit acht Minuspunkten belastet und in der bereinigten Tabelle derzeit auf einem Abstiegsrang liegend, aber zunächst die Klasse halten.

Das Management sieht in dieser Aufgabe mit einem verstärkten Team kein Problem. „Da müssen wir positiv denken“, erklärte DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven. Beim direkten Vergleich der künftigen Partner solle es in der Rückrunde auf keinen Fall eine Stallorder geben, versichert er mit einem leichten Augenzwinkern.

Unklar ist, wo der SC DHfK in der nächsten Spielzeit auf die neue Spielgemeinschaft vom DDHC trifft. „Die Heimspiele werden abwechseln in Düsseldorf und Dormagen ausgetragen“, kündigte Lieven an. Mittelfristig soll eine neue Halle auf halbem Weg gebaut werden. Möglicher Standort ist Neuss.

Heimspiele des SC DHfK gegen die beiden Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen:

13. Mai gegen Dormagen und 26. Mai gegen Düsseldorf

Matthias Roth

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