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DHfK-Neuzugang: „Das ist heftig, aber ich habe keine Angst"

Peter Strosack DHfK-Neuzugang: „Das ist heftig, aber ich habe keine Angst"

Er wird ins kalte Wasser geworfen und kann es selbst noch nicht glauben: Peter Strosack wechselt von Handball-Zweitligist zum SC DHfK Leipzig. Seine ersten Gegner heißen Magdeburg, Kiel und Flensburg.

Peter Strosack

Quelle: Imago

Leipzig. Am Dienstag kam der Umzugswagen. Peter Strosack räumte seine kleine Wohnung in Gohlis ein, baute das Bett zusammen für die erste Nacht in Leipzig. Wenn die DHfK-Handballer am Mittwoch um 10 Uhr wieder ins Training einsteigen, ist der Rechtsaußen von Bayer Dormagen dabei – als zweiter Winter-Neuzugang neben HSV-Keeper Jens Vortmann.

„Ich kann immer noch kaum glauben, wie schnell das alles ging“, sagt Strosack. Der 21-Jährige war schon überrascht, dass die Leipziger im Dezember anklingelten und ihn zum Probetraining einluden, dachte bestenfalls an einen Wechsel im Sommer. „Da wusste ich noch nicht, dass Lucas Krzikalla operiert wird und erst im März zurückkommt.“ Und so staunte er noch mehr, dass Coach Christian Prokop ihn sofort haben wollte. Lange überlegen musste Strosack nicht, nahm gerne das Vertragsangebot bis 2017 an. „Jeder Handballer träumt seit der Kindheit von der Bundesliga, ich bin dankbar für diese Chance und dass Dormagen mich ziehen ließ.“

Der gebürtige Schwarzwälder spielte zwar einst in der Jugend-Nationalmannschaft, aber mehr als 47 Zweitliga-Einsätze mit 103 Toren hat er bei den Männern nicht aufzuweisen. Er weiß, wie groß die Umstellung auf die stärkste Liga der Welt wird: Tempo, Härte, Intensität. „Aber ich habe vier Wochen Zeit, mich zu integrieren und bin überzeugt, dass es klappt.“

Prokop ist es auch: „Peter hat viel Potenzial, ist flink und athletisch, besitzt enorme Sprungkraft und einen harten Wurf. Er wird schnell unser Level erreichen.“ Der Trainer wollte „keinen fertigen Spieler, sondern eine junge, zukunftsträchtige Lösung, das ist unsere Philosophie“.

Deshalb wird Strosack (1,82 m/82 kg) ab 10. Februar ins kalte Wasser geworfen. Gleich in Magdeburg, Kiel und Flensburg. „Das ist heftig, aber ich habe keine Angst. Die Vorfreude überwiegt. Ich will zeigen, dass ich diese Verpflichtung verdient habe.“ Von der bisherigen DHfK-Saison ist er beeindruckt. „Ich habe das Remis in Gummersbach gesehen, mir jetzt im Internet auch andere Spiele angeschaut. Das ist eine super Mannschaft.“

Er studiert Sport und Biologie auf Lehramt. Bisher fuhr er von Dormagen mit dem Zug zur Sporthochschule nach Köln, jetzt hat er es zur Uni nicht weit. „Das passt, die Stadt ist wunderschön.“ Strosack fühlt sich gut erholt, hat mit Freunden Urlaub im Sauerland gemacht, war dann bei der Familie im Schwarzwald. Neben Handball liebt er Fußball, ist Fan des SC Freiburg. „Ich hoffe, die steigen gemeinsam mit RB Leipzig auf.“ Doch über allem steht beim neuen Rechtsaußen der Klassenerhalt des SC DHfK.

Steffen Enigk

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