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DHfK-Neuzugang Marvin Sommer ist mit Aue zu Gast: „Geschenke wird es nicht geben“

DHfK-Neuzugang Marvin Sommer ist mit Aue zu Gast: „Geschenke wird es nicht geben“

Er hat sich mit seinen Kontertoren in die Spitzengruppe der Torschützenliste in der 2. Handball-Bundesliga geworfen. Nach der Saison wechselt Marvin Sommer von Aue zum SC DHfK nach Leipzig.

Leipzig. Am Mittwoch (Anwurf 19.30 Uhr) ist der 23-Jährige mit dem EHV bei seinem künftigen Verein zu Gast. Im Interview spricht er über seine Zukunft in Leipzig,  warum er keine Gastgeschenke mitbringt und das künftige Duell mit Lukas Binder.

Frage:

Herr Sommer, Sie wechseln nach der Saison zum SC DHfK, eigentlich müssten Sie doch Leipzig am Mittwoch zwei Punkte für den Aufstieg in die erste Liga wünschen.

Sommer:

Das mache ich natürlich nicht. Gastgeschenke wird es nicht geben. Ich habe Vertrag in Aue und will am Mittwoch unbedingt gewinnen. Leipzig kann die beiden Punkte verschmerzen, die haben einen guten Lauf und werden am Ende auch aufsteigen.

Sie haben in dieser Saison schon 131 Tore geworfen und bestimmt jede Menge Angebote gehabt. Was hat den Ausschlag für den SC DHfK gegeben?

 

Die Anfrage aus Leipzig kam schon nach dem zweiten oder dritten Spieltag. Ich habe mich da mit meinem Berater schnell entschieden und gar nicht weiter gesucht. Künftig will ich in der ersten Liga spielen und das ist mit dem SC DHfK möglich. Ich komme in ein junges Team bei dem auch das Umfeld passt. Außerdem können sich unter Trainer Christian Prokop Spieler gut entwickeln. Im Herbst will ich möglicherweise auch ein Studium beginnen. In Leipzig geht das, in Aue wäre das eher schwierig.

Mit Lukas Binder haben Sie nächste Saison in Leipzig den Kapitän auf ihrer Position vor der Nase. Haben Sie keine Angst vor längeren Pausen auf der Bank?

Das kann natürlich passieren. Ich glaube aber, wir sind verschiedene Spielertypen, das wird sich bestimmt gut ergänzen. Da ich etwas leichter bin, kann ich die Konter vielleicht einen Tick schneller abschließen. Im Spiel versuche ich außerdem viele Bälle zu gewinnen. Lukas kann dafür in der Deckung auch auf den Halbpositionen eingesetzt werden. Am Ende muss wie immer der Trainer entscheiden.

Spitzenteams scheinen Ihnen zu liegen. Zwölf Tore gegen Coburg, acht Treffer gegen Bad Schwartau. Wie lassen Sie sich stoppen?

Ich lebe vor allem von meinen Mitspielern und ihren Bällen. Wenn die Kollegen gestoppt werden, kann ich auch keine Tore werfen. Wenn der SC DHfK seine Angriffe erfolgreich abschließt, komme ich auch nicht in den schnellen Gegenstoß. Wir werden aber versuchen, unsere Stärken auszuspielen.

Aue hat sich gerade in die Top 10 der Liga zurückgekämpft. Was ist für Ihre Mannschaft in dieser Saison noch möglich?

Unser Ziel ist ganz klar ein einstelliger Tabellenplatz. Das wird aber schwer genug. Vor allem auswärts müssen wir noch bei einigen Teams spielen, die vor uns liegen.

 

Zur Person:

Marvin Sommer wurde in Bad Belzig geboren und begann dort auch mit dem Handballspielen. Später wechselte er aufs Sportinternat nach Potsdam und spielte schon mit 17 Jahren bei den Drittliga-Männern des VfL. Vor zwei Jahren wechselte er zum EHV Aue eine Liga höher. Im Erzgebirge sind nicht nur die Anforderungen höher sondern auch die Trainingsmethoden neu. Alle zwei Wochen stärken die Spieler ihre Muskulatur mit Thai Chi. In seiner Freizeit sammelt der 23-Jährige Vinyl-Schallplatten.

Matthias Roth

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