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DHfK-Torhüter: Milos Putera kämpft sich zurück ins Team

Nach Bizepsabriss DHfK-Torhüter: Milos Putera kämpft sich zurück ins Team

Er hat sich zurückgekämpft: Milos Putera steht nach vier Monaten Verletzungspause vor seinem Comeback im Tor des SC DHfK Leipzig.

Milos Putera kehrt zurück ins DHfK-Tor.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Bizepsabriss! Diese Diagnose war ein Schock für DHfK-Torhüter Milos Putera. Rückblick: Mitte Dezember trainierten die Bundesliga-Handballer aus Leipzig wie gewohnt. Nach einem Wurf von Philipp Weber war für den slowakischen Keeper nichts mehr wie vorher. „Den Ball habe ich noch gehalten“, erinnert sich der 34-Jährige. Danach fehlte die Kraft in der linken Hand, die Schmerzen im Arm wurden stärker. „Ich habe gleich gefühlt, da ist etwas nicht in Ordnung“, so Putera, der in diesem Moment noch an eine Zwangspause von zwei bis drei Wochen dachte.

Am nächsten Tag folgte dann die erschütternde Nachricht: Operation bei Professor Pierre Hepp in der Uniklinik und mindestens vier Monate kein Handball. „Nach dem Eingriff musste die Sehne wieder am Knochen anwachsen und widerstandfähig für die hohe Belastung werden“, so Mannschaftsarzt René Toussaint. Für den Nationalspieler war es die erste schwere Verletzung in 17 Jahren Leistungssport.

Putera, ganz Mannschaftsspieler, dachte auch jetzt zuerst an sein Team. „Wie schaffen wir jetzt den Abstiegskampf?“, fragte sich der Torhüter. In den Wochen zuvor hatte der Slowake wichtige Punkte für den Aufsteiger gerettet. Beim Überraschungssieg gegen den SC Magdeburg war er überragend zwischen den Pfosten, der TBV Lemgo verzweifelte wenig später an ihm.

Putera half auch von der Krankenstation aus. Er gab den Tipp zu Mathias Lenz, seinem alten Kumpel aus Großwallstadt. Der inzwischen vereinslose Lehrer half für wenige Spiele aus und gab Felix Storbeck bis zum Jahresende als Partner den nötigen Rückhalt im Tor.

Vertragsverlängerung am Krankenbett

Der Verein honorierte Puteras Leistung und Einstellung. Geschäftsführer Karsten Günther verlängerte den Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2017. „Das war eine Super-Geste und gab mir ein gutes Gefühl“, so Putera, der sich mit Freundin und einem Hund im Stadtteil Leutzsch heimisch fühlt.

Der Mann aus Trnava erlebte in dieser Phase auch die Personalentscheidungen auf seiner Position mit. Storbeck muss im Sommer gehen, Jens Vortmann verstärkte die Mannschaft im Januar nach seinem Aus beim insolventen HSV Hamburg. „Der Abschied von Felix ist schon schwierig für mich, wir hatten viel Spaß, waren ein Team im Team“, so Putera.

Jetzt freut er sich aber auf die Zusammenarbeit mit Vortmann. „Das ist ein cooler Typ“, findet der Slowake. Und auch Vortmann lobt: „Wir kommen gut miteinander aus.“ Während Storbeck ein impulsiver Typ war, der mit seinen Paraden und Gesten eine gesamte Halle puschen konnte, setzt Leipzig jetzt auf zwei ruhige Vertreter im Kasten. „Ich muss nicht durch die Halle schreien“, meint Vortmann.

Voraussichtlich gegen den TBV Lemgo am 7. Mai wird das Torhüter-Gespann erstmals zusammenspielen. „Wir wollen Milos in dieser Saison noch einmal sehen“, sagt Trainer Christian Prokop. Putera trainiert auf dieses Spiel hin. Nur bei scharfen Würfen aus dem Rückraum zieht er im Training noch ab und zu noch einmal zurück.

Die DKB Handball Bundesliga sieht in Jens Vortmann sogar einen Kandidaten für die Olympischen Spiele in Rio. "Der Kader der ‪BadBoys‬ für Rio 2016 ist noch nicht fix, oder?" Die Leistungen in Wuppertal haben die HBL-Veranwtortlichen jedenfalls nachhaltig beeindruckt.

Und auch die Verpflichtungen von Andreas Rojewski und Roman Becvar haben für Aufsehen gesorgt. "Junge, Junge, der SC DHfK Leipzig bastelt da an einer ganz schön schlagkräftigen Truppe!", meint die HBL.

Von Matthias Roth

Dauerkarten

Der SC DHfK Leipzig hat am Dienstag den Dauerkartenverkauf für die neue Saison begonnen. Ziel sind die 1400 Tickets aus dieser Spielzeit zu übertreffen. Wer schon jetzt eine Dauerkarte besitzt, darf bis Ende Mai seinen Platz um ein Jahr verlängern.

Neu ist: Die Blöcke 3 und 4 erhalten den Status „Premium-Kategorie“ und kosten künftig 360 Euro, ermäßigt 285 Euro und für Kinder 210 Euro. In den Blöcken 2 und 5 bleibt alles unverändert beim Preis von 300 Euro, ermäßigt 225 Euro und für Kinder 150 Euro. Für den Block 1 hinter dem Tor sind künftig vergünstigte Karten im Angebot und für Fanclubs gedacht. Dort sind auch große Fahnen erlaubt.

Und auch das ist anders: Tickets gelten auch für Bus und Bahn. Dafür verteuert sich das Einzelticket allerdings um einen Euro und kostet für Vollzahler dann 20 Euro, bei Topspielen 25 Euro.

Das Spielfeld soll nicht weiter in die Mitte verrückt werden und bleibt an seinem angestammten Platz in der Arena. "Wir brauchen die Enge und Nähe zu den Fans und die super Stimmung", sagte Geschäftsführer Karsten Günther.

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