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DHfK-Trainer Prokop fordert außergewöhnliche Leistungen

TBV Lemgo kommt nach Leipzig DHfK-Trainer Prokop fordert außergewöhnliche Leistungen

Der Glanz der vergangenen Jahre ist beim TBV Lemgo ermattet. Leichter wird es für den SC DHfK Leipzig deshalb am Sonntag in der Handball-Bundesliga aber nicht. Die Ostwestfalen brauchen wie das Prokop-Team jeden Punkt gegen den Abstieg.

Lemgos Arne Niemeyer im Zweikampf mit Hamburgs Matthias Flohr (links).

Quelle: dpa

Leipzig. Der TBV Lemgo hat in den Geschichtsbüchern des SC DHfK Leipzig längst seinen festen Platz gefunden. Es war genau der 19. September 2007 als die Grün-Weißen gegen den Bundesligisten ihre Rückkehr auf die große Handball-Bühne feierten. Im DHB-Pokal gewann der Favorit zwar mit 37:21 in der Ernst-Grube-Halle. Zwischendurch führten die Leipziger aber mit 14:12 und wurden dafür von den Fans gefeiert.

Am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr in der Arena) werden sich zwei völlig andere Teams gegenüberstehen. Von damals ist nur noch Lemgos Trainer Florian Kehrmann und Spieler Rolf Hermann dabei. Der Kapitän musste zuletzt wegen einer Oberschenkelverletzung aussetzen, könnte gegen den SC DHfK aber sein Comeback feiern.

DHfK-Trainer Christian Prokop kann bei seinen Leipzigern aus einem breiten Kader auswählen. Philipp Weber und Sergey Zhedik haben im Training weitere Fortschritte gemacht. „Beide sind eine Option für den Angriff“, so der DHfK-Coach. Auch Franz Semper übt bereits wieder mit der Mannschaft, ein Einsatz gegen den TBV käme aber noch zu früh.

„Zwei Akteure müssen über sich hinauswachsen“

Nach dem Überraschungssieg gegen den SC Magdeburg und der bitteren Niederlage gegen Stuttgart ist der Aufsteiger wieder im Alltag angekommen. „Bei uns müssen in jedem Spiel ein oder zwei Akteure über sich hinauswachsen“, fordert Prokop. Nur dann seien Siege in der Bundesliga möglich. Das Potential zu außergewöhnlichen Leistungen habe jeder im Team.

„Außerdem brauchen wir die Fans zur Unterstützung“, sagt Abwehrchef Bastian Roscheck. Die junge Mannschaft sei charakterlich noch nicht so gefestigt wie ein Team mit Nationalspielern. Da komme die Unterstützung von der Rängen gelegen. Im Vorverkauf gingen bereits mehr als 2500 Tickets weg. Der SC DHfK erwartet 3500 Zuschauer. Neu im Angebot sind Gruppentickets. Wenn mindestens zehn Personen gemeinsam zum Spiel gehen, erhalten sie bis zu 30 Rabatt.

Glanzzeiten in Lemgo vorbei

Der TBV Lemgo hat einen klangvollen Namen im deutschen Handball und jede Menge Titel und Pokale in der Vitrine stehen. Allerdings liegt der letzte Triumph mit dem Gewinn des EHF-Pokals bereits fünf Jahre zurück. Es folgten finanzielle Schwierigkeiten.

Heute müssen die Ostwestfalen kleinere Brötchen backen und um den Klassenerhalt bangen. Spiele wie gegen den SC DHfK werden somit zu Vier-Punkte-Partien. Im Sommer haben neun Spieler den Verein verlassen. Vor allem die Abgänge von Hendrik Pekeler, Finn Lemke und Timm Schneider wiegen schwer. Neu kamen dafür acht Akteure.

Zu den Verpflichtungen gehört auch Arne Niemeyer von GWD Minden. Für Prokop wird das Wiedersehen mit dem Rückraumspieler ein Blick in die eigene Vergangenheit. Beide Profis standen einst in Minden gemeinsam auf dem Parkett.

In dieser Saison haben die Gäste bereits einen Sieg und ein Unentschieden gegen Balingen-Weilstetten und Wetzlar erreicht. Gegen die Spitzenteams von den Rhein-Neckar-Löwen und aus Kiel hatte Lemgo dagegen keine Chance. Auch gegen den HSV Hamburg war für den TBV nichts zu holen.

Der SC DHfK will nun gegen einen direkten Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte punkten. „Gegen Lemgo haben wir schon ein sehr bedeutendes Spiel“, sagt Leipzigs Trainer Christian Prokop. Der Trainer warnt besonders vor den Kontern des Gegners mit dem flinken Tim Hornke. Auch den 25-Jährigen kennt Prokop bestens aus gemeinsamen Zeiten beim SC Magdeburg.

Von Matthias Roth

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