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DHfK-Trainer Prokop warnt: „Dürfen nicht in Selbstzufriedenheit verfallen“

Nach Sieg gegen SC Magdeburg DHfK-Trainer Prokop warnt: „Dürfen nicht in Selbstzufriedenheit verfallen“

Es war ein packendes Ostderby mit einem Überraschungssieger. Am Tag nach dem Leipziger Erfolg gegen den SC Magdeburg ist Matchwinner Marvin Sommer schon wieder so cool wie im Spiel. Sein Trainer Christian Prokop warnt vor Fehlern wie nach dem Hamburg-Sieg.

Freuen sich über den Sieg: Trainer Christian Prokop und Marvin Sommer.

Quelle: dpa

Leipzig. Einen Tag nach  seinem Siegtor zum 26:25 gegen den SC Magdeburg ist DHfK-Linksaußen Marvin Sommer schon wieder völlig gefasst. „Ich habe super geschlafen, jetzt müssen wir uns auf das Spiel gegen Stuttgart am Sonnabend vorbereiten“, sagt der 23-Jährige und verhält sich wie ein Musterschüler von Trainer Christian Prokop. Die Mannschaft habe nur in der Kabine kurz angestoßen, eine Siegesparty gab es aber nicht. Ein Andenken an die turbulente Partie ist aber am Morgen nicht zu überhören, bei Sommer ist die Stimme fast weg. „Ich habe einfach zu viel herumgeschrien“, berichtet er.

Neben Torhüter Milos Putera war Sommer der Mann der Spiels. Eiskalt verwandelte er sechs Siebenmeter, tankte dabei Selbstbewusstsein und wurde immer mutiger. Plötzlich tauchte der 1,79 Meter große Spieler sogar an der Seite von Magdeburgs wuchtigem Zeljko Musa am Kreis auf. Der Kroate ist nicht nur 21 Zentimeter größer, sondern wiegt auch 30 Kilo mehr als der Leipziger. Für Sommer kein Problem, wendig entzog er sich seinem Bewacher und traf gleich zweimal aus der für ihn ungewohnten Position. Am Ende brachte er es auf elf Tore, gekrönt durch seinen Siegtreffer vier Sekunden vor Schluss. „Jeder wollte bei uns den Sieg zu hundert Prozent, unsere Aktionen wurden auch immer von der Bank lautstark bejubelt“, so der Neuzugang vom EHV Aue.

Weiterer Garant für den Erfolg war die Abwehr um Organisator Bastian Roscheck. „Die Jungs vor mir haben sehr geholfen, dadurch habe ich am Anfang auch einige leichtere Bälle aufs Tor bekommen“, so Keeper Putera. Roscheck klammerte, schob und hatte immer eine Hand am Arm des Gegners. Vor allem die gefürchteten Rückraumschützen des SCM zog er immer wieder bei Sprungversuchen auf den Boden zurück. Der Lohn: Jure Natek und Andreas Rojewski blieben ohne Tor, Michael Damgaard wurde durch Finn Lemke ersetzt. Der Nationalspieler erzielte anschließend zwar drei Treffer, konnte aus der Distanz aber ebenfalls kaum Gefahr ausstrahlen. „Basti hat wie ein Terrier gespielt“, so sein Kollege Marvin Sommer. Sport1-Reporter Uwe Semrau outete sich als Fan : "Wenn diese Ostderbys immer so laufen, dann hätt' ich gern 'ne Zehnerkarte."

Großes ostdeutsches Derby: DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg in der Arena am Sportforum. (Bilder: Christian Modla)

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Beim SC DHfK wollen die Verantwortlichen nun den Druck hochhalten. Der Sieg im Ostduell soll am Sonnabend bei den in TVB Stuttgart umbenannten Bittenfeldern veredelt werden. Die Erfahrung nach dem Prestigeerfolg gegen den HSV Hamburg ist noch frisch. „Danach haben wir uns etwas geschont“, gesteht Sommer ein. Die Quittung kam mit der deutlichen Pleite gegen Melsungen prompt. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und in Selbstzufriedenheit verfallen“, warnt auch Trainer Prokop. Ein kurzer Blick auf die Tabelle ist trotzdem erlaubt. Leipzig steht auf Platz zwölf mit 4:4 Punkten überraschend genauso gut da wie der SC Magdeburg.

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