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DHfK stellt die Weichen: Göppingen ist Mittwoch zu Gast

Handball-Bundesliga DHfK stellt die Weichen: Göppingen ist Mittwoch zu Gast

Zwölf Punkte sind ein gutes Polster, erreicht ist aber noch nichts. Aufsteiger SC DHfK Leipzig will in der Handball-Bundesliga in einer richtungsweisenden Woche weitere Zähler sammeln. Im Winter steht nämlich ein knüppelhartes Programm bevor.

Göppingens Manuel Späth (l) und Zarko Sesum (r) nehmen Melsungens Timm Schneider in die Zange.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Die Anspannung ist beim SC DHfK Leipzig zu spüren. „Wir müssen konzentriert bleiben“, fordert Trainer Christian Prokop. In den nächsten anderthalb Wochen wird sich zeigen, wie weit die Mannschaft wirklich in ihrer Entwicklung ist. Mit zwölf Punkten hat sie zwar schon mehr Zähler eingesammelt als viele Fans vor der Saison erhofft hatten. Nun muss das Team aber weiter für den Klassenerhalt nachlegen.

Prokop blickt nämlich schon auf den Zeitraum vom 23. Dezember bis Ende Februar. Dann heißen die Gegner Göppingen, Melsungen, Magdeburg, Kiel sowie Flensburg und müssen alle auswärts bespielt werden. Fünf Begegnungen nacheinander in fremder Halle bei gestandenen Spitzenteams mit internationaler Erfahrung stehen also auf dem Programm. Prokop betont zwar stets: „Auch wenn der Gegner übermächtig erscheint, wir haben immer eine Chance.“ Ein Negativlauf von 0:10 Punkten ist in dieser Saisonphase allerdings auch nicht ausgeschlossen.

Deshalb heißt Prokops Devise bis Weihnachten: „Punkte einsammeln wie ein Eichhörnchen.“ Am Mittwoch (19 Uhr) ist Frisch Auf Göppingen zunächst in der Arena zu Gast. Es folgt am Sonntag ein Heimspiel gegen den Bergischen HC und in der Woche danach die Partie bei Balingen-Weilstetten.

Göppingen spielt wie Rhein-Neckar-Löwen

In der Tabelle haben sich die Göppinger im Mittelfeld eingerichtet, liegen gerade zwei Punkte vor dem Aufsteiger aus Leipzig. Von der Spielweise vergleicht der DHfK-Coach die Schwaben mit den Rhein-Neckar-Löwen. „Sie spielen eine mannbezogene 6:0-Deckung“, so Prokop.

Mit seiner eigenen Abwehr war der Trainer zuletzt beim Tabellenführer nicht zufrieden. „Wir müssen im Verband stärker agieren und nicht durch Einzelleistungen“, hat er analysiert. Die Niederlage in Mannheim beim 22:28 am vergangenen Mittwoch sei vor allem deshalb im Rahmen geblieben, weil Torhüter Milos Putera erneut eine überragende Leistung ablieferte.

Seine Paraden sind auch am Mittwoch wieder gefragt, denn Göppingen reist mit etlichen Stars an. Allen voran steht Lars Kaufmann, der als ehemaliger Spieler von Concordia Delitzsch zurück in seine alte Heimat kehrt. Im Sommer spielte er auch in den Gedankenspielen des SC DHfK eine Rolle. „Konkrete Gespräche gab es dann aber nicht“, so Geschäftsführer Karsten Günther. Kaufmann entschied sich nach seinem Abschied aus Flensburg früh für Frisch Auf.

Neben Kaufmann gehören Michael Kraus, Tim Kneule, Manuel Späth und Zarko Sesum zu den klangvollen Göppinger Namen – alles Spieler mit Erfahrungen in ihren Nationalmannschaften. Der bisher beste Torschütze lauert allerdings auf Linksaußen. Marcel Schiller hat in dieser Saison schon 64 Tore geworfen und ist damit bester Schütze seines Teams.

Prokop hofft bei diesen Vorzeichen erneut auf die Hilfe des Publikums. „Wir müssen die Symbiose aus Mannschaft und Fans wieder hinbekommen“, so der Coach. Bis auf den noch verletzten Marvin Sommer haben sich alle angeschlagenen Spieler wieder fit gemeldet. Prokop wünscht sich am Abend des Buß- und Bettages 4000 Fans in der Arena. Bis zum Montagmittag waren bereits 3000 Tickets vergriffen.

Ein anderes Spiel elektrisiert die Anhänger schon jetzt. Am 13. Dezember erwartet der SC DHfK den THW Kiel. Der Vorverkauf startete Ende vergangener Woche. Aktueller Stand: 5300 Karten sind schon weg. Die Leipziger könnten erstmals in dieser Saison vor ausverkaufter Halle antreten. Neu beim SC DHfK ist folgender Service: Spielberichte erscheinen auf der Homepage ab sofort auch auf Russisch. Ein Gruß an alle Fans von Neuzugang Sergey Zhedik, der gerade seine ersten Tore für Leipzig erzielt hat.

Von Matthias Roth

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