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„Der Baum muss brennen“: SC DHfK Leipzig erwartet TVB Stuttgart

Klassenerhalt schon im März möglich „Der Baum muss brennen“: SC DHfK Leipzig erwartet TVB Stuttgart

Nach fast drei Monaten wieder ein Heimspiel: Der SC DHfK Leipzig erwartet am Sonnabend den TVB Stuttgart. Mit einer Erfolgsserie könnte der Aufsteiger schon Ende März den Klassenerhalt perfekt machen.

Stets hart umkämpft: Spiele des SC DHfK Leipzig gegen TVB Stuttgart. Philipp Pöter (Mitte) plant am Sonnabend sein Comeback.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Nettigkeiten sind in diesem Spiel nicht zu erwarten. Der SC DHfK Leipzig erwartet nach fast einem Vierteljahr Heimspielpause am Sonnabend (Anwurf 19 Uhr) den TVB Stuttgart. In diesem Spiel geht es für beide Mannschaften nicht nur um zwei Punkte für den Klassenerhalt, sondern auch um ganz viel Prestige.

Die beiden Gegner, damals hieß Stuttgart noch Bittenfeld, kennen sich aus zahlreichen Vergleichen in der 2. Bundesliga in- und auswendig. Meistens waren die Partien durch Kampf und Härte geprägt. Rückblick auf die Heimpartie der Leipzig gegen den TV im Spätsommer 2014: In seinem ersten Spiel für den SC DHfK riss sich Michael Qvist gleich das Kreuzband und fiel danach fast neun Monate aus. Philipp Weber musste nach einem Schlag ins Gesicht mit blutender Nase vom Parkett.

„Einige Gegner mag man mehr und andere weniger“, sagt Kapitän Lukas Binder vor dem erneuten Aufeinandertreffen. Stuttgart gehört für ihn ganz offensichtlich zur zweiten Kategorien. „Da müssen wir uns auf der Platte jede Menge Sprüche anhören“, so der 23-Jährige. Ein Spiel habe sogar mit einer für den Handball unüblichen Rudelbildung geendet. Binder nimmt die Aufgabe sportlich. „Das wird am Sonnabend wieder weh tun, das muss man aber als Handballer auch mögen“, meint der Linksaußen. Seine Rechnung ist dabei ganz einfach: Was er im Angriff einstecke, gebe er in der Abwehr wieder zurück.

Klassenerhalt schon im März möglich

Nach fünf Auswärtsspielen gegen Spitzenteams in Folge, ist die Marschrichtung für den Aufsteiger ganz klar: Punkte sammeln. Stuttgart, Eisenach und danach auch Gummersbach sind allesamt schlagbare Gegner. Und ein Blick auf die Tabelle zeigt: Sollte der SC DHfK aus diesen Begegnungen sechs Punkte holen, könnte Ende März der Klassenerhalt mit 23 Zählern bei dann noch sieben ausstehenden Spielen bereits perfekt sein. Voraussetzung wären weitere Pleiten von Lübbecke (5 Punkte) und dem Bergischen HC (7 Punkte) auf den Abstiegsplätzen.

Entsprechend fokussiert gehen Mannschaft und Vereinsführung in die Partie. „Am Sonnabend muss der Baum brennen“, fordert Geschäftsführer Karsten Günther. Pünktlich zur entscheidenden Saisonphase lichtet sich auch die Krankenstation. „Philipp Pöter könnte gegen Stuttgart wieder fit werden“, sagte Trainer Christian Prokop. Auch ein Blitzcomeback von Marvin Sommer ist nicht ausgeschlossen.

Der Coach warnt vor allem vor der Abwehr der Schwaben. „Dort sind sie sehr robust und rücken schnell auf die Pelle.“ Im Angriff müsse der TVB dagegen nur wenig für seine Tore arbeiten. Die Schaltzentralen heißen dort Michael Spatz auf Rechtsaußen, 2,09-Meter-Mann Dominik Weiß im Rückraum und Kreisspieler Simon Baumgarten. „Gegen sie brauchen wir mentale Stärke, Kampfeslust und unsere Fans“, so Prokop. Im Vorverkauf gingen bisher 3200 Karten weg.

Im Tor heißt das Duell HSV I gegen HSV II. Die einstigen Mannschaftskollegen Johannes Bitter und Jens Vortmann treffen nach der Insolvenz der Hamburger erstmals in dieser Saison als Gegner aufeinander.

DHfK-Kapitän Binder freut sich nach den zurückliegenden Spielen in den großen Arenen mit zusammen rund 24.000 Zuschauern nun wieder auf die eigenen vier Wände. „Wir waren in den richtig geilen Hallen unterwegs. Nichts ist aber so schön, wie ein Sieg bei uns in der Arena“, sagt Binder.

Außerdem wichtig: Der SC DHfK hat fristgerecht die Lizenzunterlagen für die 1. Und 2. Bundesliga abgegeben. Beim Klassenerhalt kalkuliert der Verein mit einem Etat von 3,2 Millionen Euro und einem Zuschauerschnitt von 4300 für die kommende Spielzeit. Künftig unterstützen nicht nur die Stadtwerke das Team, sondern die gesamte Stadtholding Leipziger Gruppe.

Von Matthias Roth

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