Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
"Der SC DHfK ist durch" - ThSV-Geschäftsführer Wöhler im Interview vor dem Spitzenspiel

"Der SC DHfK ist durch" - ThSV-Geschäftsführer Wöhler im Interview vor dem Spitzenspiel

Der ThSV Eisenach ist in der 2. Bundesliga die Mannschaft der Stunde. 29:3 Punkte aus den vergangenen 16 Spielen stehen für sich. Am Sonnabend empfangen die Thüringer den SC DHfK Leipzig in einer ausverkauften Halle.

Voriger Artikel
„Spaß am Handball verloren“: René Boese verlässt den SC DHfK Leipzig
Nächster Artikel
Michael Qvist steht beim SC DHfK vor seinem Comeback – Leipziger ruhen in sich

Karsten Wöhler.

Quelle: ThSV Eisenach

Leipzig. Mit einem Sieg könnte Eisenach nach der Niederlage von Bittenfeld am Gründonnerstag auf einen Aufstiegsplatz springen. Geschäftsführer Karsten Wöhler spricht im Interview mit LVZ-Online über das Spitzenspiel, seinen Kader der Zukunft und den Hallenumbau in Eisenach.

Frage:

Herr Wöhler, führt die Rückkehr von Eisenach in die 1. Bundesliga über den SC DHfK? Ein Sieg am Sonnabend und Schützenhilfe der Leipziger in drei Wochen gegen Rimpar würden Ihnen helfen.

Wöhler:

Wir freuen uns auf das Spiel. Von der Tabellenkonstellation ist die Partie besonders und dann noch ein Ostderby. Die Kartennachfrage ist enorm. Unsere Halle wird mit 3000 Zuschauern ausverkauft sein. Wir hätten noch 1500 Tickets zusätzlich verkaufen können. Mit Leipzig kommt die Mannschaft der Saison. Sie hat einen Riesenvorsprung. Der SC DHfK ist durch, da brauchen wir uns nichts vormachen. Es ist Klasse, was die Mannschaft geschafft hat. Unsere Chancen stehen am Sonnabend bei 50:50, auch wenn mit Hannes Jonsson, Benjamin Trautvetter und Girts Lilienfelds drei wichtige Spieler fehlen werden. Über Leipziger Schüzenhilfe danach will ich nicht spekulieren.

Eisenach ist holprig in die Saison gestartet und hat von den ersten vier Heimspielen nur eins gewonnen. Es folgte zuletzt eine Serie mit 29:3 Punkten. Ist das allein ein Verdienst vom neuen Trainer Velimir Petkovic?

Wöhler:

Natürlich ist das ein großer Verdienst von ihm. Für die Spieler ging es unter dem Trainer bei Null los, jeder musste sich neu beweisen und einen Stammplatz erkämpfen. Der Coach hat zusätzlichen Schwung hereingebracht. Dass es so gut laufen wird, weiß man vor der Verpflichtung nicht. Wir sind zufrieden und stolz, dass wir sportlich wieder in die Spur gekommen sind.

Sie wirbeln Ihren Kader gerade durcheinander und haben in dieser Woche mit Andrei Criciotoiu, Tomas Urban und Dirk Holzner drei Neuzugänge verkündet. Wie viele Spieler kommen noch?

Wöhler:

Wir haben auch eine Menge Abgänge. Dener Jaanimaa, Bjarki Elisson und Rene Villadsen hätten wir gern gehalten. Sie wechseln jetzt zu Topteams in die 1. Bundesliga. Wenn solche Vereine rufen, können wir nicht gegenhalten. Wir haben bisher nur unsere Abgänge kompensiert.

Wie weh tut der Abschied von Janimmaa?

Wöhler:

Er hatte ein Angebot aus Eisenach. Wir haben uns ein halbes Jahr um ihn bemüht. Jetzt geht er zum HSV Hamburg und wird dort bestimmt bald Europapokal spielen. Das spricht auch für unsere Arbeit.

Wenn der Aufstieg gelingt, bleibt das Problem mit der Werner-Aßmann-Halle. Die HBL fordert eine zweite Tribüne. Wie ist der Planungsstand und ist die Lizenz in Gefahr?

Wöhler:

Das ist alles spekulativ, weil wir sportlich noch gar nicht durch sind. Deshalb will ich zur Lizenz keinen Kommentar abgeben. Klar ist aber: Wir haben auch von der neuen Landesrregierung eine Finanzzusage für den Umbau der Halle. Die Höhe ist noch offen, weil für 2016 bisher kein Haushalt vorliegt. Den Anteil der Stadt Eisenach übernimmt der Verein mit seinen Sponsoren. Wir kämpfen schon seit zweieinhalb Jahren für den Umbau. Es wäre sensationell, wenn wir dieses Jahr noch anfangen könnten.

Welche drei Mannschaften steigen auf?

Wöhler:

Der erste Platz ist an Leipzig vergeben. Dahinter kämpfen Bittenfeld, Rimpar und wir um die Ränge zwei und drei. Es sind aber noch 16 Punkte zu vergeben. Da haben theoretisch auch Coburg, Nordhorn und Hamm auf den Plätzen hinter uns noch Chancen.

Interview: Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News