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Deshalb kommt er zum SC DHfK zurück – Philipp Weber im Interview

Handball-Bundesliga Deshalb kommt er zum SC DHfK zurück – Philipp Weber im Interview

Die Rückkehr von Philipp Weber (24) zum SC DHfK Leipzig war am Donnerstag die Transferüberraschung schlechthin. Im LVZ-Interview spricht der Rückraumspieler über seine Beweggründe und seine Zukunft.

Philipp Weber kehrt zum SC DHfK Leipzig zurück.
 

Quelle: dpa

LVZ.  Die Rückkehr von Philipp Weber (24) zum SC DHfK Leipzig war am Donnerstag die Transferüberraschung schlechthin. Im LVZ-Interview spricht der Rückraumspieler über seine Beweggründe und seine Zukunft.

Philipp Weber, nach nur einer Saison in Wetzlar verlassen Sie im Sommer die HSG und kehren nach Leipzig zurück. Was sind Ihre Beweggründe?

Das sind rein private Gründe. Die Trennung von meiner Familie und meinem gewohnten Umfeld sind mir sehr schwer gefallen. Sportlich läuft es für mich bestens in Wetzlar. Manche Sachen sind im Leben aber einfach wichtiger. Meine Familie muss um mich herum sein. Wenn das Private nicht funktioniert, machen alle anderen Dinge auch keinen Sinn.

Seit wann denken Sie über Ihre Rückkehr nach?

Das war keine Hau-Ruck-Aktion. Ernsthaft befasse ich mich seit Anfang Dezember mit dem Thema. Ich habe viel mit meiner Familie darüber geredet und mich dann entschlossen, die HSG Wetzlar um eine Freigabe zu bitten.

Manager Björn Seipp dürfte keine Freudensprünge hingelegt haben, Sie sind immerhin der erfolgreichste Torschütze im Team.

Das stimmt, Wetzlar war zunächst geschockt. Wir haben dann aber viele Stunden zusammengesessen und geredet. Ich habe dabei die Problematik dargelegt. Björn Seipp bin ich sehr dankbar, dass ich wechseln darf. Die Freigabe war nicht selbstverständlich.

Stand nur ein Wechsel zurück zum SC DHfK zur Debatte?

Es ging nur um Leipzig. Ich hätte sicher auch zu anderen Vereinen gehen können, das hätte aber nichts gebracht. Der SC DHfK ist eine Herzensangelegenheit für mich, dort habe ich mein gewohntes Umfeld und Leute die mir gut tun.

Ihren Abschied aus Leipzig haben viele Fans nicht verstanden. Erst verlängert der Verein Ihren Vertrag nicht, danach zeigten Sie eine sportliche Reaktion mit einer überragenden Rückrunde. Wie bewerten Sie die Ereignisse von damals heute mit dem zeitlichen Abstand?

Ich war damals traurig und wollte auch nicht weg aus Leipzig. Die Zeit in Wetzlar hat mich aber auch weiter gebracht. Bei der HSG habe ich einen tollen Trainer und gute Kollegen. Hier habe ich mich auf jeden Fall entwickelt.

Hat Sie der SC DHfK sofort mit offenen Armen wieder aufgenommen?

Mein Berater hat den Kontakt hergestellt und Leipzig hatte sofort Interesse mich zurückzuholen. Der SC DHfK hat die Gunst der Stunde genutzt und schnell Nägel mit Köpfen gemacht.

Ihren Trainer für die neue Saison kennen Sie aber noch nicht. Ist das nicht ein Risiko?

Ich kenne nur die Namen die gehandelt werden, weiß auch nicht mehr. Klar habe ich über das Thema nachgedacht. Ich weiß aber auch, dass ich unter vielen Trainern spielen kann. Deshalb habe ich da keine Bedenken.

Christian Prokop wird im Sommer Bundestrainer, ist das ein Vorteil für Ihre eigene Karriere in der Nationalmannschaft?

Ich denke schon. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und Christian kennt mich seit vielen Jahren. Er weiß genau, wie die Abläufe bei mir funktionieren und was ich kann.

Der SC DHfK hat sich in dieser Saison weiterentwickelt. Wie haben Sie die Mannschaft verfolgt und wie schätzen Sie das Team ein?

Der Kontakt ist nie abgerissen. Mit Lukas Binder bin ich eng befreundet, er wird sicher bei Auswärtsfahrten auch wieder mein Zimmerkollege. Der Verein und das Team sind weiter gewachsen. Mit dem Einzug ins Final Four haben sie Unglaubliches geschafft. Ich freue mich auf die neue Saison.

Von Matthias Roth

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