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Dessau-Roßlauer HV entlässt Trainer Pysall - Relegation gegen SC DHfK noch möglich

Dessau-Roßlauer HV entlässt Trainer Pysall - Relegation gegen SC DHfK noch möglich

Dessau-Roßlau. Nur wenige Minuten nach dem Ende der Partie zwischen dem Dessau-Roßlauer HV und den Füchsen Berlin II kam der „blaue Brief“. Die Ära Peter Pysall ist nach knapp vier Jahren beim Handball-Zweitligisten DRHV beendet.

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Pysall in besseren Tagen: Als Spieler holte er mit dem SC Magdeburg internationale Titel. Als Trainer muss er in Dessau-Roßlau seinen Platz räumen.

Quelle: Archiv

„Nach dieser katastrophalen Vorstellung mussten wir handeln. Der ganze Auftritt der Mannschaft, die Körpersprache und das Engagement haben nicht gestimmt. Wir hätten diese Entscheidung vielleicht schon eher treffen müssen“, begründete DRHV-Präsident Thomas Zänger die Beurlaubung des ehemaligen Nationalspielers. Marko Rösike als Sportlicher Leiter und Armans Uscins als Spielertrainer betreuen den DRHV in den letzten beiden Saisonspielen.

Pysall wollte seine Entlassung nicht näher kommentieren. „Ich habe diese Entscheidung hinzunehmen und zu akzeptieren. Ich habe jedoch auch immer im Interesse des Vereins gearbeitet“, sagte der beurlaubte Coach, der im Juli 2007 sein Amt antrat.

Doch die Erfolge blieben aus. Vom Ziel der direkten Qualifikation für die eingleisige zweite Bundesliga konnte sich das Team bereits im Dezember fast verabschieden. Nach einem guten Start mit zwölf Punkten aus den ersten neun Partien folgten fünf Begegnungen ohne Sieg.

Die folgenden 21 Spiele endeten mit der verheerenden Bilanz von 14:28 Zählern, so dass der Zweitligastammgast aus eigener Kraft nicht einmal mehr den Relegationsplatz erreichen kann und auf ein Hintertürchen durch eventuell nicht erteilte Lizenzen hoffen muss.

So muss sich der DRHV-Vorstand wohl oder übel mit dem Thema Relegation befassen und da könnte es auf ein entscheidendes Spiel gegen den Drittligameister SC DHfK Leipzig hinauslaufen. Da Erstligist DHC Rheinland keine Lizenz für die zweite Liga erhält, verbleibt ein Zweitligist zusätzlich in der Spielklasse.

Die Relegation verläuft deshalb so:

1. Die Zehntplazierten beider Staffeln spielen gegeneinander. Der Sieger schafft die Qualifikation zur neuen eingleisigen zweiten Liga. Der Verlierer muss zwei weitere Spieler gegen zwei Drittligameister bestreiten. Nur der Sieger dieses Dreiervergleichs spielt in der nächsten  Saison zweitklassig.

2. Die beiden Elftplatzierten beider Staffeln spielen gegeneinander. Der Sieger schafft den Einzug ins zweite Relegationsturnier mit den Drittligameistern, der Verlierer steigt endgültig ab.

 „Egal, in welcher Klasse wir nächste Saison spielen, die Beurlaubung des Coachs wird nicht die letzte personelle Konsequenz sein. Mit dieser Mannschaft in dieser Zusammensetzung wird es so nicht mehr weiter gehen“, sagte Zänger.

mro/dpa

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