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Deutlicher Sieg in Grün-Weiß: SC DHfK Leipzig hat gegen den EHV Aue keinerlei Mühe

Deutlicher Sieg in Grün-Weiß: SC DHfK Leipzig hat gegen den EHV Aue keinerlei Mühe

Leipzig. Im sächsischen Herrenhandball bleiben die Jungs des SC DHfK Leipzig das Maß aller Dinge. Die Messestädter setzten sich am Samstagabend deutlich mit 31:26 (14:10) gegen den EHV Aue durch.

Vor 2325 Zuschauern in der Arena Leipzig begeisterte vor allem Eric Jacob, der zwischenzeitlich aus nahezu allen Lagen traf und am Ende elf Treffer auf dem Konto hatte.

DHfK-Coach Uwe Jungandreas, der vor zwei Wochen nach der Niederlage gegen Eisenach noch ein wenig ratlos gewirkt hatte, war sichtlich zufrieden. "Was wir heute gesehen haben ist das Ergebnis der harten Arbeit der vergangenen 14 Tage", lobte der Trainer. "Wir haben es erstmals zumindest über 50 Minuten geschafft, eine starke Abwehr auf's Parkett zu bringen."

Im Gegensatz zum Saisonauftakt kamen die Hausherren gut in die Partie, hatten aber zunächst Probleme, das Tor zu treffen. Nach dem 1:0 durch Till Riehn verwarf René Boese einen Siebenmeter. DHfK-Keeper Gabor Pulay entschärfte seinerseits die ersten Auer Versuche und zeigte sich auch in der Folge auf dem Posten. "In meinem Kopf war das Spiel nach zehn Minuten entschieden", meinte der in der Sommerpause aus Potsdam nach Leipzig gewechselte Torhüter. Die Gäste benötigten acht Minuten, um das erste Tor zu werfen. Es waren die Defensivspezialisten, die den Beginn dominierten. Und die gingen rustikal zur Sache. In den ersten sechs Minuten verteilten die Unparteiischen Peter Behrens und Marc Fasthoff gleich drei Zeitstrafen.

Während die Erzgebirger weiter mit dem Schussglück und auch sich selbst haderten, nutzten die Hausherren die Gunst der Stunde. In der 13. Minute hatten sie den Vorsprung auf 6:1 ausgebaut. Konsequent nutzten sie die Fehler in der Auer Abwehr. Mit der Zeit schlichen sich dann allerdings auch in den Reihen des SC DHfK Unkonzentriertheiten ein und die Gäste kamen zunehmend besser ins Spiel. Zu überzeugen wussten vor allem Eric Meinhardt vom Punkt und David Hansen. Dennoch: Den Hausherren gelang es erfolgreich, ihren Vorsprung zu konservieren. Mit 14:10 aus Leipziger Sicht ging es zur Pause in die Kabinen.

"Wir haben jetzt zwei Mal auswärts und ein Mal zu Hause gespielt. Das wirkt auf mich, als würden da zwei verschiedene Mannschaften auf dem Parkett stehen", kommentierte Aues Trainer Runar Sigtryggsson. Auch heute habe man wieder mit gezogener Handbremse agiert. "Uns hat schlicht das Tempo gefehlt." Auf Leipziger Seite herrschte dagegen Zufriedenheit. "Wir sind sehr gut rein gekommen, nachdem uns schon in Friesenheim der Befreiungsschlag gelungen war", meinte Eric Jacob.

Nach Wiederbeginn spielte dann zunächst auch nur ein Team, und das war der SC DHfK. Leider trafen die Gastgeber zunächst nicht. Lediglich Pavel Prokopec konnte zwei Siebenmeter verwandeln. Irgendwann brachen dann aber alle Dämme. In der 38. Minute machte Till Riehn das 18:11. Nun ging es nur noch vorwärts, und das mit jeder Menge Tempo. Vor allem Jacob steigerte sich von Minute zu Minute und lieferte eine überragende zweite Halbzeit ab.

"Ich hab in der Pause nur Mineralwasser getrunken", beteuerte der Rückraum-Riese. "Ich denke, wenn man sich in einen Rausch spielt, dann klappen einfach auch die Dinge, die sonst schwierig sind. Das war heute der Fall." Auch Uwe Jungandreas war vom Auftreten seiner Nummer 18 beeindruckt. "Eric muss in Bewegung kommen, um erfolgreich zu sein. Wenn wir es schaffen, ihn in diese Bewegung zu versetzen, kann er seine Räume nutzen und ist eine Waffe. Das war heute der Fall."

Die Auer dagegen schienen ihren Torinstinkt nahezu gänzlich verloren zu haben, was natürlich auch daran lag, dass Gabor Pulay seinen Job weiterhin mustergültig versah und die Defensive ebenfalls einen sehr ordentlichen Job machte. Bisweilen allerdings schossen die Jungs des EHV den Keeper auch schlicht und ergreifend an. Die Konsequenz: Der Vorsprung der Messestädter wuchs. Ulrich Streitenberger traf in der 47. Minute zum 26:16. Das rüttelte die Gäste noch einmal wach. Vorführen lassen wollten sie sich dann doch nicht. Allerdings gelang dem Team aus dem Erzgebirge auch dank einiger Leipziger Nachlässigkeiten lediglich Zwischenstandskosmetik. Die zwei Leipziger Punkte waren zu keiner Zeit gefährdet.

"Wenn sich unsere Auswärtsleistungen fortsetzen, können wir die Punkte künftig gleich mit der Post schicken", meinte Runar Sigtryggsson später etwas resigniert. "Da sparen wir wenigstens Fahrtkosten."

Leipzig:

Galia; Pulay; Krechel; Dietzmann, Emanuel; Streitenberger (4); Baumgärtel (2); Oehlrich (2); Binder (1); Boese (3/1); Jacob (11); Riehn (3); Prokopec (3/3); Feld (2); Müller; Telehuz.

Aue:

Petursson; Meinl; Meinhardt (6/2); Roch (3); Rothenburger (1); Hansen (6); Jaanimaa (1); Mägi (2); Vesely (5/3); Faith (2/1); Uematsu; Otto; Kempe.

Siebenmeter:

Leipzig 3/4; Aue 6/8.

Strafen:

Leipzig 6; Aue 4

Antje Henselin-Rudolph

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