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Die Durststrecke ist vorbei: SC DHfK Leipzig startet bei TuSEM Essen in die Zweitligasaison

Die Durststrecke ist vorbei: SC DHfK Leipzig startet bei TuSEM Essen in die Zweitligasaison

Leipzig. Die 16-jährige Durststrecke ist vorbei. Leipzigs Männerhandball ist wieder Zweitklassig. Mit dem Aufstieg hat der SC DHfK in der Sportstadt „eine Euphorie entfacht.

Nun gilt es diese am kochen zu halten. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, die Zuschauer zu elektrisieren“, sagt Trainer Uwe Jungandreas. Ein erster Schritt soll an diesem Freitag mit dem Auftaktspiel beim TuSEM Essen getan werden.

LVZ-Online überträgt die Auftaktpartie sowie alle weiteren Auswärtsspiele der Saison in Zusammenarbeit mit dem SC DHfK per Live-Audio-Stream. Der Stream ist unter www.lvz-online.de/scdhfk-live erreichbar.

Der erste Schritt in die neue Liga ist gleich ein schwieriger. Die Anreise ist weit, die erwartete Kulisse von etwa 2500 Zuschauern ungewohnt für die Leipziger. Auch sportlich haben die Essener einiges zu bieten. "Das ist eine eingespielte und erfahrene Mannschaft mit zwei klasse Torhütern", weiß der Coach der Grün-Weißen über den Gegner.

Ob Jungandreas selbst am Freitag zwei starke Keeper aufbieten kann, ist fraglich. Denn Michael Galia, einer der Aufstiegshelden des SC DHfK, plagt sich derzeit mit großen Rückenproblemen herum, so dass er in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren kann. Der 38-Jährige konnte nur individuell mit Physiotherapeut Raffael Rabe üben. So wird wohl Zugang Oliver Krechel die Hauptlast im Tor tragen.

Immerhin: Rückraumspieler Eric Jacob konnte nach seiner Adduktorenverhärtung in den letzten Tagen wieder voll ins Training einsteigen. "Ich bin optimistisch. Er konnte das volle Programm absolvieren und war dabei beschwerdefrei", ist der Trainer erleichtert.

Angesichts der neuen eingleisigen Liga stapelt der Verein jedoch tief - zumindest fürs erste. Minimalziel sei der Klassenerhalt. „Das wird eine große Herausforderung für uns sein“, erklärt Geschäftsführer Karsten Günther. „Denn wir treffen auf etablierte Mannschaften, die jahrelang erste oder zweite Bundesliga gespielt haben.“ Trainer Jungandreas schließt eine bessere Platzierung nicht aus: „Die Liga ist schnelllebig. Was innerhalb der kommenden neun Monate passieren wird, weiß kein Mensch und wird sich zeigen.“

Trotz der erwartet starken Konkurrenz wie GWD Minden oder dem DHC Rheinland hat sich die DHfK mit dem ehemaligen Delitzscher Till Riehn (Münden), Martin Müller (Wolfen), Andreas Weikert (Halle), Max Emanuel und Lucas Krzikalla (eigene Handballakademie) nicht explizit verstärkt. Lediglich auf der Torhüterposition kommt mit Junioren-Weltmeister Oliver Krechel (Wilhelmshaven) ein namhafter Zugang in die Messestadt. „Wir können nur das ausgeben, was wir haben. Und wir wussten erst Ende Mai, in welche Richtung der Zug fährt“, meint Günther.

Auch logistisch kommen unbekannte Herausforderungen auf die Leipziger zu. Allein 16.000 Reise-Kilometer muss die Mannschaft in dieser Saison zurücklegen. „Das Umfeld arbeitet für das Projekt an der absoluten Leistungsgrenze. Das ist ein ständiger Wachstumsprozess“, betont Günther. Doch die höhere Spielklasse bietet zugleich mehr Möglichkeiten. Der Zweitligist nutzt die einhergehenden Vermarktungsvorteile. So hat sich der Etat von 400.000 auf 730.000 fast verdoppelt. Dennoch liegen die Leipziger damit im unteren Drittel. Zum Vergleich: Mindens Etat liege laut Günther bei 2,5 Millionen Euro.

Egal wie die Mannschaft ihr erstes Zweitligajahr abschließt: Schon jetzt steckt der Verein in den Planungen für die kommende Saison. Die Vorbereitungen für den Umzug aus der Ernst-Grube-Halle in die Arena laufen. Ein Probelauf in der 7000 Zuschauer fassenden Spielstätte ist gegen Post Schwerin geplant. Denn das Ziel 1. Bundesliga bleibt in den kommenden Jahren fest im Visier.

Anne Kunze / NT

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