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„Die wollen uns verprügeln“ – SC DHfK Leipzig erwartet Eisenach zum Ostduell

„Die wollen uns verprügeln“ – SC DHfK Leipzig erwartet Eisenach zum Ostduell

Eine Sache kann DHfK-Kreisspieler Alen Milosevic gar nicht leiden. Wenn ihn ein Gegenspieler beim Wurf an der Schulter packt, wird der Schweizer fuchsteufelswild.

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Alen Milosevic, Kreisläufer beim SC DHfK Leipzig (Archivbild).

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. So auch in der letzten Minute der Zweitligapartie bei der HSG Nordhorn-Lingen. Da packte Patrick Miedema ordentlich zu. „Wir hatten anschließend ganz schnell Rudelbildung“, so Milosevic. Eine Szene, die sonst nur beim Fußball zu sehen ist, erlebten nun auch die gut 3000 Fans in der Emsland-Arena mit. Die Folge: Milosevic und Miedema bekamen jeweils eine Zweiminutenstrafe. Zuvor schickte der Schiedsrichter bereits aus jeder Mannschaft einen Akteur auf die Bank. Die Partie wurde mit Vier gegen Vier beendet.

In den 59 Minuten zuvor dominierten die Gäste aus Leipzig das Spiel, führten teilweise mit neun Toren Unterschied beim einstigen Europacupsieger. Die Schlussminute nannte Milosevic einen coolen Abschluss. „Bei uns war Freude, bei Nordhorn ganz viel Frust“, sagt der 24-Jährige. Richtig freuen über den Auswärtssieg konnten sich die Handballer aus Sachsen nur auf der Rückfahrt. Ankunft in der Heimat war um 4 Uhr, dann noch vier Stunden schlafen. Am neuen Tag mussten Milosevic und Co. das Spiel gleich wieder abhaken. „Das ist wirklich brutal in dem Geschäft“, so Karsten Günther, Geschäftsführer der Leipziger Zweitliga-Handballer.

Übermorgen steht schon die nächste Aufgabe an. In der Arena ist dann der ThSV Eisenach zu Gast (Anpfiff 19.30 Uhr). Vom Tabellenstand her eine klare Sache, der Erste empfängt den Neunten zum ewig jungen Ostduell. Für Trainer Christian Prokop sind die Platzierungen aber nur eine Momentaufnahme. „Eisenach hat einen Kader mit enormen Potential“, findet er. Allerdings mussten die Thüringer unter ihrem neuen Coach Velimir Petkovic am Mittwoch die erste Saisonniederlage einstecken und das zu Hause mit der Höchststrafe. Die Gäste aus Bittenfeld erhielten in der Schlusssekunde noch einen Strafwurf und verwandelten zum 26:25-Auswärtssieg.

Prokop-Team wohl in Bestbesetzung

Das Ergebnis hat Prokop gar nicht geschmeckt. Bittenfeld ist einer der härtesten Konkurrenten im Aufstiegkampf. Außerdem ahnt der SC DHfK nichts Gutes für die Partie am Sonnabend. „Bei Eisenach hat sich Wut aufgestaut, die wollen uns verprügeln“, glaubt Milosevic.

Die Fans können es jedenfalls kaum erwarten. Im Vorfeld verkauften die Grün-Weißen bereits 1300 Karten. „Für uns ist das ein Topwert, unsere Fans kaufen sonst meistens an der Tageskasse ihr Ticket“, sagt Günther. Er erwartet zudem 200 Schlachtenbummler aus der Wartburgstadt. Am Ende könnten es gut 2500 Zuschauer werden.

Bis auf den Langzeitverletzten Michael Qvist ist Prokops Team wohl in Bestbesetzung. Philipp Pöter, in Nordhorn vom Heimtrainer als bester Leipziger geadelt, laboriert zwar an einem Pferdekuss, sollte aber wieder fit werden. Auch Bastian Roschek, der in Nordhorn mit Neu-Kapitän Lukas Binder zusammenprallte und nach einer Platzwunde mit Turban weiter spielte, ist auf dem Weg der Genesung.

Binder stand bei der Auswärtspartie in Niedersachsen gleich unter doppelter Beobachtung. Wie hat er seine Verletzung am Knie weggesteckt und ist er erstmals als Kapitän nervös? Für Milosevic hat der 22-Jährige wie immer stark gespielt. „Er hat sich nach der Partie bei der Mannschaft für die Unterstützung bedankt und wird seinen Job gut machen“, so der Schweizer.

Matthias Roth

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