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Diskussion um Philipp Weber – Kretzschmar: „Keiner ist wichtiger als die Mannschaft“

SC DHfK Leipzig Diskussion um Philipp Weber – Kretzschmar: „Keiner ist wichtiger als die Mannschaft“

Jetzt meldet sich Stefan Kretzschmar zu Wort. In einem Kommentar am Montagvormittag äußert sich der Aufsichtsrat des SC DHfK Leipzig abschließend zur Trennung von Rückraumspieler Philipp Weber.

Stefan Kretzschmar.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Spielerberater Erik Göthel hat es im LVZ-Interview provokant formuliert: „Es ist fahrlässig, Weber gehen zu lassen.“ Rückraumspieler Philipp Weber bestritt am Sonntag sein letztes Spiel für den SC DHfK Leipzig in der Handball-Bundesliga und wechselt nun zur HSG Wetzlar. Göthels Aussagen zu dieser Personalie, zur zurückliegenden Saison und auch zu Trainer Christian Prokop ließen am Vormittag DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar zu Wort melden. Er äußerte sich bei Facebook in seinem „letzten Kommentar“ zur Trennung vom besten Leipziger Torschützen.

„Ich selber bin ein Fan von Weber“, bekennt Kretzschmar. Der 23-Jährige habe aber erst  richtig aufgedreht und verstanden worum es gehe, als ihm gesagt wurde, dass der Vertrag nicht verlängert werde. „Ich habe oft mit ihm darüber gesprochen, was ich von ihm erwarte und wo seine Reise mal hingehen kann“, berichtet der ehemalige Nationalspieler weiter. Er könne die Fans verstehen. „Aber niemand ist jeden Tag beim Training dabei und niemand kennt alle Interna. Kein Spieler ist größer oder wichtiger als die Mannschaft und der Verein“, so Kretzschmar.

Weber selbst hatte in seinem Abschiedsinterview gesagt: "Ich hätte mir im Vorfeld ein klärendes Gespräch gewünscht. Da hätte man mir sagen können: Wir wollen dies und das von Dir sehen. Die Nachricht, dass mein Vertrag nicht verlängert wird, war für mich schockierend. Wer weiß, vielleicht war die Entscheidung aber im Nachhinein für mich persönlich auch gut. Möglicherweise wäre ich in den vergangenen Monaten sonst nicht so meinen Weg gegangen."

Man müsse auch unpopuläre Entscheidungen treffen, die nicht immer alle verstehen. „Davon haben wir in der Vergangenheit einige treffen müssen und lagen so falsch ja meistens nicht“, meinte das Aufsichtsratsmitglied.

Kretzschmar vertraut zu hundert Prozent dem Trainer und findet, dass Prokop eine unfassbare Spielzeit gecoacht hat. Das soll auch im nächsten Jahr so bleiben. „Viele prophezeien uns eine schwere Saison. Es wird eine Herausforderung, aber ich freue mich drauf und bin optimistisch, dass die Zukunft des Leipziger Handballs rosig aussehen wird“, so Kretzschmar.

LVZ

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