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Ein Leopard heizt dem SC DHfK Leipzig ein – Taufe am Sonntag beim Schwartau-Spiel

Ein Leopard heizt dem SC DHfK Leipzig ein – Taufe am Sonntag beim Schwartau-Spiel

Das grüne Trikot spannt etwas, der Blick ist angriffslustig, die großen Tatzen geben einen festen Stand: Die Zweitliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben seit Mittwoch ein Maskottchen.

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Schön weich: Torhüter Felix Storbeck (links) und Trainer Christian Prokop kuscheln mit dem neuen DHfK-Maskottchen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Ein Leopard springt künftig als Anheizer für das Publikum durch die Arena. „Das Tier steht für Dynamik, Schnelligkeit und Kraft – Eigenschaften, die auch gute Handballer auszeichnen“, sagte Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer.

Die Großkatze ist als Sieger aus einem Ideenwettbewerbs hervorgegangen. Ein gutes Dutzend Vorschläge waren bei den Grün-Weißen eingegangen, darunter auch skurrile Angebote wie eine Leipziger Lerche mit Bach-Perücke. Am Ende setzte sich der Leopard mit seinen Tugenden durch.

Im Kostüm steckt ein Mitglied des Fanklubs Feuerbälle L.E. Der trainierte Turner soll nicht nur ins Publikum klatschen, sondern mit der einen oder anderen Einlage die Zuschauer zusätzlich animieren. Am Sonntag ist der Leopard erstmals beim Spiel gegen Bad Schwartau zu erleben. Dann soll er auch einen Namen bekommen. Vorschläge sind bis zum Freitag noch auf der Facebook-Seite des Bundesligisten möglich, Spielereien mit den Anfangsbuchstaben L und E durchaus erwünscht. Eine Sache stellt Günther aber gleich klar: „Eine Umbenennung in Leipziger Leoparden wird es nicht geben.“

Geheimfavorit Bad Schwartau

Bei aller Freude über das neue Amüsiertier lässt sich Trainer Christian Prokop nicht von der sportlichen Aufgabe gegen die Norddeutschen ablenken. „Bad Schwartau gehört zum erweiterten Favoritenkreis“, schätzt er ein. Der Gegner hat 7:3 Punkte auf dem Konto und kommt mit der Empfehlung eines 35:29-Sieges gegen den Aufstiegsaspiranten aus Bittenfeld. Für Prokop kommt der Aufschwung des ehemaligen Erstligisten keineswegs überraschend. „Die haben sich punktuell mit erfahrenen Leuten verstärkt“, sagt er. Im Tor steht jetzt der frühere Hildesheimer Dennis Klockmann. „Er hat hat uns in der vergangenen Saison dreimal die Stimmung verhagelt“, erinnert sich Günther und spielt auf die Pleiten gegen Hildesheim in Meisterschaft und Pokal an. Hinzu kommen der ehemalige Erlanger Spiellenker Daniel Pankofer und Oliver Milde, ein Talent von den Füchsen aus Berlin.

Prokop geht trotzdem mit breiter Brust in die Partie. „Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind“, so der Coach. Seine Männer hätten in der noch jungen Spielzeit schon mehrfach kritische Phasen erfolgreich überstanden. Ein Vorteil sei außerdem: Die Mannschaft lasse sich nicht ausrechnen. In den ersten Spielen habe immer ein anderer Leistungsträger Verantwortung übernommen und so am Ende den Vergleich entschieden.

Der nach einem Sturz gegen den Pfosten verletzte Thomas Oehlrich steigt diese Woche wieder ins Training ein und könnte eine Option für Sonntag sein. Dafür bereiten zwei andere Spieler Sorgen. Philipp Weber und Marc Pechstein leiden an Ellenbogenentzündungen, allerdings nicht an ihren Wurfarmen. Ein Ausfall wäre für den SC DHfK eine mittlere Katastrophe. Nach dem Kreuzbandriss von Michael Qvist teilen sich beide die Position auf Rückraum links. Weber ist zudem neben Philipp Pöter der Spielmacher bei den Leipzigern. „Wenn sie fehlen wird das Aufgebot ganz jung“, so Prokop. Als Ersatz stände dann nur noch der 19-Jährige Sebastian Greß zur Verfügung.

Vor dem Spiel gedenkt der SC DHfK an seinen am Sonntag im Alter von 79 Jahren verstorbenen Kapitän und späteren Nationaltrainer Paul Tiedemann mit einer Schweigeminute.

Matthias Roth

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