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Ein Platz vor dem THW Kiel: DHfK-Trainer fotografiert die Tabelle

Handball-Bundesliga Ein Platz vor dem THW Kiel: DHfK-Trainer fotografiert die Tabelle

Erinnerungsfotos sind beliebt. Verantwortliche und Fans des SC DHfK Leipzig hatten nach ihrem Bundesligasieg gegen den HSV Hamburg allerdings ein ganz besonderes Motiv vor der Kamera: Die Tabelle. Darauf rangiert der Aufsteiger vor dem THW Kiel, zumindest bis zum nächsten Spieltag.

Trainer Christian Prokop feiert mit seiner Mannschaft den Sieg gegen den HSV.

Quelle: dpa

Leipzig. Eine Tabelle nach nur einem Spieltag ist noch wenig aussagekräftig, eine schöne Momentaufnahme ist sie dennoch. Das finden auch Verantwortliche und Fans vom Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig. Nach dem Sieg am Sonntag gegen den HSV Hamburg belegt der Aufsteiger den dritten Platz und rangiert noch vor dem Meister THW Kiel. „Ich habe von der Tabelle mit dem Handy ein Foto gemacht“, gibt Trainer Christian Prokop zu. Geschäftsführer Karsten Günther musste nicht einmal selbst tätig werden. „Ich bekam noch am Abend ständig Nachrichten auf mein Telefon“, berichtet er. Der Inhalt war stets der Gleiche: Aufnahmen aus dem Internet oder dem Videotext mit der Platzierung des SC DHfK.

Prokop und Günther freuen sich über den Augenblick, wissen ihre Situation aber richtig einzuordnen. „Wir müssen cool bleiben und an den Details weiterarbeiten“, so der Geschäftsführer. Die Mannschaft habe einen Sieg geschafft, mehr aber auch nicht. Das Umfeld des Vereins reagierte dennoch euphorisiert. Den Spielball versteigerte Günther nur wenige Minuten nach dem Abpfiff im Kreis von Sponsoren. Das Spielgerät wechselte für 1000 Euro den Eigentümer. Den Erlös erhalten die Leipziger Kinderstiftung und der DHfK-Nachwuchs. Auch danach war der DHfK-Manager ein gefragter Mann bei Vertretern der Wirtschaft. „Es gab das eine oder andere Gespräch und viel positives Interesse“, so Günther.

Einen Tag nach dem Spiel war auch Coach Prokop noch immer ein begehrter Gesprächspartner. „Es gab zahlreiche Medienanfragen“, so der 37-Jährige. Schon kurz nach dem Spielende war er von Journalisten dicht umringt und musste geduldig erklären, wie sein Team den Sieg geschafft hat. Als Prokop nach einer knappen Stunden endlich die Kabine erreichte, waren viele seiner Spieler schon nicht mehr da. Eine kurze Ansprache musste der Übungsleiter deshalb auf Dienstag verschieben. „Das lief nicht optimal, das müssen wir nächstes Mal anders organisieren“, so Prokop. Dafür bekam der 36-Jährige ein dickes Lob von seinem Vater Heinz, der selbst bereits seit 45 Jahren Handballmannschaften .trainiert. „Er war begeistert und sehr gelöst, das kommt selten vor“, so Prokop Junior.

Für den Montag spendierte der Trainer einen freien Tag. Am Dienstag beginnt dann die Vorbereitung auf das Spiel gegen MT Melsungen am kommenden Sonnabend (Anpfiff 19 Uhr). „Das wird noch schwerer, für den Gegner geht es um die internationalen Startplätze“, so Prokop. Möglicherweise bekommt er Verstärkung im Rückraum. Der russische Neuzugang Sergej Zhedik brennt auf seinen ersten Bundesligaeinsatz. Allerdings muss er am Mittwoch nach seinem Bauchmuskelfaserriss noch einmal zum MRT.

Karsten Günther rechnet beim nächsten Heimspiel erneut mit einer gut gefüllten Halle. „Ich hoffe, die gut 4000 Zuschauer kommen wieder und bringen vielleicht noch einen Kumpel mit“, so der Geschäftsführer. Wer nicht dabei sei, werde auf jeden Fall etwas verpassen.

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