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Einladung für 29.000 Fans: DHfK-Kapitän Binder wirbt für große Kulisse

Spiel gegen Flensburg-Handewitt Einladung für 29.000 Fans: DHfK-Kapitän Binder wirbt für große Kulisse

Nach den jüngsten Erfolgen halten die Fans des SC DHfK Leipzig inzwischen alles für möglich. Die SG Flensburg-Handewitt ist am Mittwoch zwar der große Favorit, der Anhang träumt aber bereits von der nächsten Überraschung. Kapitän Lukas Binder nutzte im Vorfeld eine große Werbebühne.

DHfK-Kapitän Lukas Binder wirbt für eine volle Halle.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  DHfK-Kapitän Lukas Binder kennt sich mit Marketing aus. Am Sonntag kommentierte er zunächst mit bei Bullenfunk.FM im Webradio die erste Hälfte des Spiels von RB Leipzig gegen den 1. FC Nürnberg. In der Halbzeitpause talkte er locker mit Stadionsprecher Tim Thoelke auf dem Rasen. „Ihr seid am Mittwoch herzlich Willkommen“, rief Binder den knapp 29.000 Zuschauern im Stadion zu und warb damit für eine große Kulisse in der Handball-Bundesliga.

Zumindest einige der Fußballfans werden auch den Weg zu den Handballern finden. 6.000 Plätze bietet die Arena auch am Mittwoch wieder. Und schon jetzt ist klar: Es wird eng in der Halle, wenn das Spitzenteam der SG Flensburg-Handewitt zu Gast ist (Anwurf 19 Uhr). Am Montag waren bereits 4.000 Karten vergriffen.

„Ich freue mich auf ein tolles Spiel. Wenn wieder ein Rädchen ins andere greift und wir an unsere Leistungsgrenze gehen, können wir vielleicht wieder eine Überraschung schaffen“, sagte Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer.

Die Heimstärke des Aufsteigers hat sich allerdings inzwischen herumgesprochen. „Die Unterstützung der Fans vor Ort ist ihre größte Waffe in meinen Augen“, glaubt SG-Trainer Ljubomir Vranjes. Tore werfen müssen aber immer noch die Spieler. Ein Held der vergangenen Wochen wird rechtzeitig wieder fit für die Partie. Marvin Sommer, elffacher Torschütze aus dem Spiel gegen den SC Magdeburg, hat seine Angina überstanden und trainiert wieder mit der Mannschaft. „Bei uns sind alle fit“, freute sich Günther.

Flensburg musste am Wochenende in der Champions League gegen den THW Kiel antreten und verlor mit 23:27 beim Rivalen aus dem Norden. Bitter für den Deutschen Meister: Nationalspieler Patrick Wiencek zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt mindestens sechs Monate aus.

Für DHfK-Trainer Christian Prokop war die Partie ein Pflichtprogramm auf dem heimischen Sofa. Neue Erkenntnisse hat er nicht mehr gewonnen. Er sah, was er schon wusste: Flensburg gehört zu schnellsten Mannschaften in der Bundesliga. „Da müssen wir uns ganz schön strecken“, meinte der Trainer. In der Doppelbelastung aus Europapokal und Meisterschaft sieht er keinen Nachteil für die Gäste. „Die Mannschaft ist sehr routiniert, das Spiel wird eine riesige Herausforderung für uns“, sagte Prokop. In der Breite ist die SG das beste Team in Deutschland, jede Position sei doppelt stark besetzt. Den ohnehin schon hervorragenden Kader hat der Pokalsieger mit den vier Neuzugängen Kentin Mahé, Henrik Toft Hansen, Petar Djordjic und Rasmus Lauge noch einmal aufgewertet.

Sollte dem SC DHfK tatsächlich der nächste Coup gelingen, dann dürften sich auch die größten Optimisten beim Blick auf die Tabelle verwundert die Augen reiben. Die Leipziger würden dann einen Punkt vor dem SC Magdeburg stehen und mit den Flensburgern nach Minuspunkten gleichziehen.

Von Matthias Roth

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