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„Es wird dreckig und ruppig“ – SC DHfK Leipzig ist zurück im Tagesgeschäft

Jetzt kommt Balingen „Es wird dreckig und ruppig“ – SC DHfK Leipzig ist zurück im Tagesgeschäft

DHfK-Trainer erhebt das nächste Spiel zur Charakterfrage. Am Sonnabend trifft Leipzig auf Balingen. Danach müssen sich die Fans elf Wochen bis zum nächsten Heimspiel gedulden.

Will weiter mit dem SC DHfK punkten: Christoph Steinert
 

Quelle: PICTURE POINT

Leipzig.  Das Dauergrinsen im Gesicht ist geblieben. Auch zwei Tage nach dem Einzug ins Final Four surfen die Verantwortlichen des SC DHfK Leipzig auf einer Euphoriewelle. Trainer Christian Prokop hat sich die Partie gegen Hannover-Burgdorf am Donnerstagmorgen noch einmal auf Video angeschaut und neben den Spielzügen auch die Atmosphäre in der Halle genossen. „Die Partie war eine Symbiose aus Kampfgeist und emotionalem Publikum“, findet der Coach.

Nach einer langen Partynacht und einem freien Tag muss er nun mit seinen Spielern den Schalter wieder umlegen und zurück in den Wettkampfmodus finden. Am Sonnabend ist HBW Balingen-Weilstetten zu Gast. Anwurf in der Arena ist 20.15 Uhr, gut eine Stunde später als gewohnt. Grund ist die Partie von RB Leipzig gegen Hertha BSC am Nachmittag. Die Zeit für den Wechsel auf dem Parkplatz am ehemaligen Schwimmstadion wäre bei einem früheren Beginn zu kurz.

„Das Spiel gegen Balingen wird eine Charakterfrage für die Mannschaft“, so Prokop. Der Pokaltriumph müsse jetzt aus den Köpfen. Auch wenn der Gegner in der Tabelle auf Platz 14 steht und Leipzig als Favorit ins Spiel geht, fordert der Trainer vollen Einsatz. Vor allem die Abwehr der Gäste um den ehemaligen Hamburger Davor Dominikovic gilt als aggressiv. „Das wird ein dreckiges und ruppiges Spiel“, so Prokop.

Balingen-Trainer aus Leipzig

Die Schwaben werden seit dieser Saison von Runar Sigtryggsson trainiert. Der ehemalige Bundesligaprofi kennt den SC DHfK bestens. Seine Familie lebt seit seinem vorherigen Engagement beim EHV Aue in Leipzig, einer seiner Söhne spielt im Nachwuchs der Grün-Weißen. „Runar macht einen tollen Job in Balingen“, sagt sein Kollege Prokop. Er habe dort den siebenten Feldspieler etabliert und lässt mehrere Abwehrvarianten spielen. Dennoch: Alles andere als ein Sieg steht für die Gastgeber nicht zur Debatte.

Es wären die Punkte 18 und 19 für die Leipziger. Zwei Spiele folgen dann noch: in Erlangen und Stuttgart. Der SC DHfK könnte mit 23 Zählern in die WM-Pause gehen und hätte damit schon fast den Klassenerhalt sicher.

Das Leipziger Publikum muss sich nach der Balingen-Partie auf eine lange Spielpause in der Arena einrichten. Die nächste Partie steht erst in elf Wochen später am 1. März gegen Göppingen auf dem Programm. Im Februar ist die Halle für Leichtathletikwettkämpfe geblockt.

Das ist noch wichtig beim SC DHfK:

Die Mannschaft hat den Pokalfight und die anschließende Partynacht ohne Blessuren überstanden. „Bei mir hat sich niemand als verletzt gemeldet“, so Prokop.

3500 Tickets sind für das Spiel gegen Balingen schon weg. Es ist mit einer ähnlichen Kulisse wie gegen Hannover zu rechnen.

Für die acht Heimspiele im kommenden Jahr bietet der Verein eine Rückrunden-Dauerkarte an. Zu Gast sind Spitzenteams wie Flensburg, Kiel, Berlin und Magdeburg. Inhaber des Tickets erhalten zudem ein Vorkaufsrecht für die 1200 Final-Four-Karten.

Balingen reist schon am Freitag an und bringt Yves Kunkel mit. Er spielt im kommenden Jahr beim SC DHfK als Linksaußen. „Guter Abwehrspieler, sicherer Siebenmeterschütze, kann auch aus dem Rückraum werfen“, nennt Prokop einige Vorzüge des Neuzugangs.

Niklas Pieczkowski schafft nach Meinung Prokops auch den Sprung in den 18er-WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft. „Er spielt konstant, trainiert hervorragend und übernimmt Verantwortung“, so sein Coach in Leipzig.

Christian Prokop selbst freut sich schon auf seinen Trainerjob beim nahezu ausverkauften All Star Game am 3. Februar. „Dann kann ich mal halb Flensburg betreuen“, blickt er auf seinen namhaften Kader.

Von Matthias Roth

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