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„Fanduell wird entscheiden“ – SC DHfK Leipzig erwartet den SCM zum Ostderby

Handball-Bundesliga „Fanduell wird entscheiden“ – SC DHfK Leipzig erwartet den SCM zum Ostderby

Dieses Spiel verspricht Emotionen pur: Am Mittwoch empfängt der SC DHfK Leipzig den Ostrivalen vom SC Magdeburg in der Arena.

Aivis Jurdzs im Zweikampf mit der Magdeburger Abwehr.

Quelle: Christian Modla

Leipzig . Wenn man DHfK-Kapitän Lukas Binder nach dem bisher schönsten Moment in seiner knapp zweijährigen Bundesligakarriere fragt, dann muss er nicht lange überlegen. „Das war letzte Saison in Magdeburg“, so der 24-Jährige. Eine Viertelstunde vor Schluss führte der damalige Aufsteiger aus Leipzig in der Magdeburger Getec-Halle, von allen DHfK-Spielern intern zuvor als emotionalste Halle der Bundesliga gekürt, mit 23:18. „Es war für mich der geilste Moment, als es auf den Rängen ruhig war und die Leute schon vorzeitig nach Hause gegangen sind“, erinnert sich Binder, der am Ende mit einem 31:28-Sieg nach Hause fuhr.

SCM dieses Jahr noch ohne Pleite in der Bundesliga

Am kommenden Mittwoch heißt der Gegner wieder Magdeburg. Dieses Mal wird in der Arena Leipzig gespielt (Anwurf 19 Uhr). Der Traditionsverein von der Elbe brennt auf eine Revanche und kündigte schon einmal an, die noch ausstehenden drei Saisonspiele gewinnen zu wollen. Der momentane Lauf gibt der Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert zusätzlichen Rückenwind. In den zurückliegenden 16 Bundesligapartien hat der SCM nicht mehr verloren. Die bisher letzte Niederlage kassierte der Tabellenfünfte am 11. Dezember 2016 in Kiel.

Zusätzliche Motivation: Seit dem Aufstieg des SC DHfK haben die Magdeburger noch nicht gegen die Leipziger gewonnen. „Die werden heiß sein“, vermutet Leipzig-Coach Christian Prokop. Mit Finn Lemke, Nemanja Zelenovic und Christian O‘ Sullivan sind zwar drei Stammkräfte angeschlagen, wollen aber in Leipzig unbedingt mit dabei sein.

Binder und seine Kollegen brauchen keinen zusätzlichen Ansporn zum Ende der Saison, auch wenn es bei den Leipzigern um viel Prestige, jedoch um keine nennenswerten Sprünge in der Tabelle mehr geht. Der Name SC Magdeburg reicht, um das Team auf das vorletzte Heimspiel einzustimmen.

Athletiktraining zum Saisonabschluss

Einen Kräfteverschleiß erwartet Binder nicht. Das Hannover-Spiel am vergangenen Sonnabend habe gezeigt, der SC DHfK kann auch in der Schlussphase aufs Gaspedal treten und auch einmal einen Acht-Tore-Rückstand aufholen. „Es gibt wenige Trainer, die mit uns in dieser Saisonphase noch Athletiktraining machen“, berichtet der Kapitän. Prokop verfolgte die Aussagen seines verlängerten Arms auf dem Parkett am Montag mit strengem Blick. Binder fügt sofort an: „Das hilft uns weiter.“

Bei aller Rivalität zum SC Magdeburg: „Wir sind keine Feinde, beide Seiten respektieren sich“, betonte Geschäftsführer Karsten Günther. Während sich die Handballer in der Arena auf dem Spielfeld messen werden, erwarten die DHfK-Verantwortlichen auch einen lautstarken Schlagabtausch auf den Rängen. Von den bisher 5000 verkauften Karten gingen 300 Tickets direkt nach Magdeburg. Weitere in Leipzig und der Region lebende SCM-Fans dürften sich zusätzlich eingedeckt haben.

„Das Fanduell am Mittwoch wird entscheidend sein, das hat auch das Halbfinale im Final Four beeinflusst“ so Prokop. Magdeburg verlor dort vor einer guten Woche gegen den späteren EHF-Cupgewinner. Der Leipziger Trainer könnte mit einem Erfolg als gegen den SCM ungeschlagener DHfK-Coach in die Vereinsgeschichte eingehen. „Das brauche ich nicht, ich bin kein Freund davon“, lehnt der 38-Jährige solche Statistiken ab.

Wer schafft die 100 Tore?

Ein anderer Wert dürfte ihn dagegen schon mehr interessieren. Am Mittwoch könnte der erste Leipziger Spieler in dieser Saison die Marke von 100 Toren überschreiten. Andreas Rojewski (98 Treffer), Niklas Pieczkowski (97 Treffer) und Binder (93 Tore) haben beste Chancen.

Neugestaltet ist von Montagabend an die Webseite des SC DHfK. Künftig steht die Interaktion in den sozialen Netzwerken stärker im Blickfeld.

Von Matthias Roth

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