Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Finale mit noch 19 Spielen: SC DHfK Leipzig startet in die Rückrunde und bastelt am Kader

Finale mit noch 19 Spielen: SC DHfK Leipzig startet in die Rückrunde und bastelt am Kader

Die Erwartungen sind groß im Umfeld der Zweitligahandballer des SC DHfK Leipzig. Am Montag hat Hauptsponsor fluege.de (Unister) seinen Vertrag mit den Grün-Weißen verlängert.

Voriger Artikel
LVZ-Online überträgt Partie des SC DHfK Leipzig gegen B-Nationalmannschaft im Livestream
Nächster Artikel
SC DHfK verpflichtet Neuzugang: Spielmacher Pöter kommt von Essen nach Leipzig

Stefan Kretzschmar zieht im Hintergrund die Fäden für den Aufstieg.

Quelle: dpa

Leipzig. Weitere Geldgeber wollen sich laut Karsten Günther, Geschäftsführer der Handball GmbH, in den nächsten Wochen zu einem Engagement über die Saison hinaus bekennen. DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar musste deshalb bei der Pressekonferenz vor dem Rückenrundenauftakt gegen Nordhorn (Mittwoch, Anwurf 19.30 Uhr in der Arena) auch keine Fragen zum nächsten Gegner beantworten. Hauptthema: Schafft die Mannschaft von Trainer Christian Prokop den Sprung in die deutsche Eliteliga und was passiert im Fall der Fälle?

„Es wäre Wahnsinn sich jetzt dazu zu äußern“, meinte Kretzschmar, tat es dann aber teilweise doch. Der Verein müsse auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und mache im Umfeld einen guten Job. Problem für den SC DHfK: Mit welcher Mannschaft plant sie für die neue Spielzeit? Im Januar werden schließlich bei vielen anderen Teams die Verträge für die kommende Saison abgeschlossen.

Personalgespräche laufen

„Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren, es sind auch im April und Mai noch gute Spieler auf dem Markt“, so Kretzschmar. Fest steht: Fünf Verträge laufen im Sommer aus. Mit Max Emanuel, Alexander Feld, Philipp Weber und Alen Milosevic sollen bald Gespräche geführt werden. Vor allem Junioren-Nationalspieler Emanuel soll schnellstens weiter gebunden werden. „Sonst gibt es noch Begehrlichkeiten von anderen Vereinen“, meinte Kretzschmar.

Bei Milosevic hängt viel von der Rückrunde ab. „Jeder kann sich anbieten“, erklärte Kretzschmar. Mit Feld und Weber möchten die Leipziger ebenfalls gern weiter arbeiten. Zumindest beim ehemaligen Magdeburger Weber ist bekannt, dass er so schnell wie möglich wieder in der ersten Liga auflaufen möchte.

Schwer wird es dagegen für Torhüter Gabor Pulay. Der 42-Jährige hatte einen starken Saisonbeginn, baute dann aber mächtig ab. „Da hat er in vielen Spielen auch unterirdische Leistungen gezeigt“, kritisierte Trainer Christian Prokop. In der Winterpause habe der Ungar das bessere Zusammenspiel mit der Abwehr geübt. „Auch in seinem Alter kann man noch dazu lernen“, so Prokop. Gelockt mit einem langfristigen Vertrag wird Kreisspieler Rico Göde von einem ambitionierten Drittligisten. Schon in der kommenden Woche könnte Bewegung in die Personalie kommen.

Auf der Wunschliste der Leipziger steht Spielmacher Philipp Pöter von Liga-Konkurrent Tusem Essen ganz oben. Prokop kennt den erstligaerfahrenen Mann aus gemeinsamen Zeiten im Ruhrgebiet. Die Gespräche liefen, unterzeichnet sei noch nichts, hieß es.

Etat steigt in erster Liga kräftig

Karsten Günther bastelt in diesen Tagen an den Lizenzunterlagen für die kommende Spielzeit. Mitte Februar muss er das Paket abgeben – für die erste und zweite Liga. Bei einem Aufstieg planen die Leipziger mit einem Etat von rund zwei Millionen Euro, 600.000 Euro mehr als derzeit, bestätigt der Geschäftsführer. Hauptsponsor Unister habe für die erste Liga, mit dann umfangreicherer Fernsehpräsenz, eine Aufstockung in Aussicht gestellt. „Außerdem haben wir dann viel mehr Zuschauereinnahmen wenn Kiel, Berlin oder Magdeburg kommen“, rechnete Günther vor. Mit zwei Millionen Euro dürfte sich der SC DHfK dennoch auch in der nächsten Saison am unteren Ende der Etattabelle bewegen. Zum Vergleich die Budegts der aktuellen Erstligaaufsteiger: Eisenach und Emsdetten liegen bei 1,5 Millionen Euro, Bergischer HC gibt 2,2 Millionen Euro aus. Ligakrösus ist der THW Kiel mit neun Millionen Euro.

Bei allen Träumereien und Rechnereien sind zunächst einmal noch 19 Partien zu absolvieren. Nordhorn mit seiner eingespielten Truppe ist da gleich ein wichtiger Gradmesser. „Da müssen wir aggressiv und emotional auftreten“, fordert Trainer Prokop. Im Hinspiel kassierte der SC DHfK eine deutliche 21:27-Niederlage, fiel in der zweiten Hälfte als Team förmlich auseinander. „Das passiert uns jetzt nicht mehr, wir haben gegenüber der Hinrunde deutlich zugelegt“, meinte Rückraumspieler Matthias Gerlich.

LVZ-Online überträgt das Spiel im Live-Videostream.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News