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Flensburger Coach Maik Machulla: „Ich habe positiven Stress“

Vor dem Duell mit dem SC DHfK Leipzig Flensburger Coach Maik Machulla: „Ich habe positiven Stress“

Ex-Nationalspieler Maik Machulla hat in dieser Saison die SG Flensburg-Handewitt übernommen. Am morgigen Sonntag ist der deutsche Vizemeister beim SC DHfK Leipzig (Anwurf 15 Uhr, Arena) zu Gast. 

Maik Machulla (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Ex-Nationalspieler Maik Machulla hat in dieser Saison die SG Flensburg-Handewitt übernommen. Am morgigen Sonntag ist der deutsche Vizemeister beim SC DHfK Leipzig (Anwurf 15 Uhr, Arena) zu Gast. Im Interview spricht der 40-jährige, gebürtige Greifswalder über seinen Wechsel vom Co- zum Cheftrainer, den Saisonauftakt und die Chancen der von André Haber trainierten Leipziger.

Herr Machulla, als Cheftrainer der SG Flensburg-Handewitt liegen die ersten drei Bundesligaspiele hinten Ihnen. Zufrieden mit dem Auftakt?

Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich sehr zufrieden. Auch an unserer Leistung im Pokal gab es nichts auszusetzen.

Sie haben aber am zweiten Spieltag in Hannover verloren. Das war schon eine Überraschung.

Dieses Jahr wird es in vielen Spielen nicht so einfach, wie noch in den vergangenen Jahren. Von den großen Drei in der Liga spreche ich nicht mehr. Hannover-Burgdorf hat sich sehr gut verstärkt und eine Topmannschaft mit großen Ambitionen zusammen. Ich war vor allem vom Ergebnis enttäuscht und wie wir uns in der ersten Halbzeit präsentiert haben. Wir sind aber alle Profis und wollen den Erfolg. Das haben die Jungs dann gegen die Rhein-Neckar-Löwen gezeigt. Da haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und dieses Gesicht sehe ich am liebsten.

Am Sonntag spielen Sie beim SC DHfK Leipzig. Wie schätzen Sie die Mannschaft zum Auftakt ein?

Leipzig hat sich mit Philipp Weber noch einmal verstärkt. Das ist ein sehr kreativer Spieler, der das Team noch eine Stufe höher bringen und in einer Partie den Unterschied ausmachen kann. Für mich ist der SC DHfK schon eine Spitzenmannschaft. Für ganz vorn wird es noch nicht reichen, ich sehe sie am Ende der Saison auf Platz sechs bis neun.

Die ersten beiden Siege fielen aber knapp aus, gegen Lemgo hat der SC DHfK sogar verloren.

Zu Saisonbeginn muss sich jede Mannschaft erst finden, das geht allen so. Für mich ist Leipzig gut gestartet. Sie haben 4:2 Punkte und sind auch im Pokal eine Runde weiter. Gegen Lemgo werden auch noch andere Teams verlieren, der TBV hat ein anderes Gesicht als in der vergangenen Saison.

Sie sind wie André Haber in Leipzig selbst vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen. Was hat sich für Sie persönlich verändert?

Das Arbeitspensum hat sich enorm erhöht. Ich bin ja nicht nur Trainer, sondern auch Sportdirektor und damit auch für die Kaderplanung zuständig. Es macht aber Spaß, ich habe positiven Stress. Nach fünf Jahren als Co-Trainer war es jetzt wichtig, einen eigenen Weg zu finden. Früher war ich eine Art Bindeglied zwischen Chefcoach und Mannschaft. Die Spieler sind mit Problemen manchmal lieber zu mir gekommen. Man darf aber nicht in die Vergangenheit schauen, sonst wird man unglaubwürdig. Und ich muss auch sagen: Cheftrainer bei der SG Flensburg-Handewitt – mehr geht eigentlich nicht.

Besteht noch Kontakt zu ihrem ehemaligen Chef Ljubomir Vranjes?

Na klar. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis, das war auch schon so, bevor ich bei Flensburg-Handewitt gearbeitet habe. In der Champions League treffen wir bereits am zweiten Spieltag auf Ljubo und Veszprém. Das wird eine lustige Geschichte.

Was erwarten Sie am Sonntag in Leipzig für ein Spiel?

Es wird ein interessantes und hartes Spiel. Ich erwarte ein Publikum mit vielen Emotionen. Wir müssen von Anfang hellwach sein und dagegenhalten.

Interview: Matthias Roth

Mit Charity-Ticket zum Spiel

Mit einem Charity-Ticket können sozial Benachteiligte DHfK-Heimspiele hautnah verfolgen. Jeder hat die Möglichkeit, egal ob Hospiz, Altersheim, soziale Einrichtungen oder wohltätige Vereine, sich zu bewerben unter: www.scdhfk-handball.de/charity-ticket. „Wie wollen einen Ticketpool aufbauen, um benachteiligten Menschen den Besuch eines Heimspiels zu ermöglichen“, sagt Ingo Jahnel, Geschäftsführer des DHfK-Sponsor Limes Wohnbau GmbH und Projekt-Begründer. Von 100 reservierten Plätzen im Block 1 der Arena wurden bereits über 20 Karten für den guten Zweck ausgestellt. Kontakt für weitere Unterstützer: j.bayger@scdhfk-handball.de.

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