Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
GWD Minden klagt: SC DHfK Leipzig bangt um Neuzugang Steinert

Transfer wackelt GWD Minden klagt: SC DHfK Leipzig bangt um Neuzugang Steinert

Der Transfer von Christoph Steinert zum SC DHfK Leipzig könnte noch platzen. Der Grund: Sein alter Verein aus Minden will der Abstieg aus der 1. Bundesliga noch vor Gericht abwenden.

Voriger Artikel
Max Emanuel bleibt in der 2. Handball-Bundesliga
Nächster Artikel
Spektakulärer Saisonauftakt für den SC DHfK Leipzig

Christoph Steinert

Quelle: GWD Minden

Leipzig. Die Baustelle im rechten Rückraum schien schon geschlossen, jetzt muss Handball-Erstligist SC DHfK Leipzig doch noch mindestens eine Woche um Neuzugang Christoph Steinert bangen. Der Grund: GWD Minden wehrt sich vor Gericht gegen den Abstieg aus der 1. Bundesliga. Steinert steht bei den Ostwestfalen noch bis 2016 unter Vertrag, der Kontrakt gilt aber nur für die 1. Bundesliga.

Am kommenden Freitag soll nun vor dem Dortmunder Landgericht über den Eilantrag der Mindener verhandelt werden. Ein Beschluss wird noch am selben Tag erwartet. „Ich weiß gar nicht wie unsere Chancen stehen, das machen alles unsere Juristen“, sagte GWD-Geschäftsführer Horst Bredemeier gegenüber LVZ.de. Eine Sache betonte er aber: Sollte Minden auch nächstes Jahr in der 1. Bundesliga spielen, muss Steinert bleiben. „Da pochen wir auf den gültigen Vertrag“, so Bredemeier.

In dem Rechtsstreit geht es um Details aus der Spielordnung des Deutschen Handballbundes (DHB) und den Durchführungsbestimmungen der 1. Bundesliga. Hier wirken die gerichtlichen Konflikte aus dem vergangenen Jahr nach. Damals hatten sich zunächst der HSV Hamburg und dann auch HBW Balingen-Weilstetten ihre Plätze in der Liga erstritten. Erst im August 2014 legte der DHB fest: In der neuen Saison müssen vier Mannschaften absteigen. Diese Regelung betrachtet Minden als nun betroffene Mannschaft offenbar als Einfallstor für den eigenen Klassenerhalt.

Im Kern geht es darum, ob der DHB den vierten Absteiger fristgerecht in seinem Regelwerk festgeschrieben hat. Eine solche Bestimmung muss vor dem Saisonbeginn verabschiedet werden. Als Saisonbeginn definiert die Spielordnung die erste Pokal- oder Meisterschaftsbegegnung in einem Spieljahr. GWD Minden traf am 20. August 2014 im Pokal auf Fredenbeck. Der DHB hat nach eigenen Angaben noch am Tag vor der Partie sein Regelwerk geändert – was gegen Minden sprechen könnte.

Eine Entscheidung erwartet in der kommenden Woche auch Aufsteiger ThSV Eisenach. Die Thüringer haben zwar die Lizenz für die 1. Bundesliga bekommen, gleichzeitig aber Auflagen für ihre Spielstätte erhalten. Da die heimische Werner-Aßmann-Halle nur an einer Längsseite über eine Tribüne verfügt, soll der Verein an einen anderen Ort umziehen. Dagegen wehrt sich der ThSV vor dem Schiedsgericht der Handball-Bundesliga.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News