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GWD Minden verliert vor Gericht - gute Chancen für den SC DHfK Leipzig

Steinert-Transfer GWD Minden verliert vor Gericht - gute Chancen für den SC DHfK Leipzig

GWD Minden muss nach einer Entscheidung des Landesgerichts Dortmund in die 2. Handball-Bundesliga absteigen. Der Beschluss ist allerdings noch nichts rechtskräftig. Damit sind die Chancen für einen Wechsel von Christoph Steinert zum SC DHfK Leipzig gestiegen.

Christoph Steinert in Aktion.

Quelle: Imago

Dortmund/Leipzig. Im Ringen um Rückraumspieler Christoph Steinert hat der SC DHfK Leipzig einen Etappensieg errungen. Steinerts alter Verein GWD Minden ist am Donnerstag mit einem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vor dem Landgericht (LG) Dortmund gescheitert.

Die Ostwestfalen wollten sich als sportlicher Absteiger aus der 1. Handball-Bundesliga über die Hintertür den Klassenerhalt sichern. Die zuständige Kammer für Kartellrecht wies den Antrag aber als unzulässig ab. Dem Verein bleibt jetzt als letzte Chance noch die Berufung vor dem Oberlandesgericht in Hamm. "Ich werde diese Möglichkeit mit dem Verein beraten", sagte GWD-Rechtsanwalt Michael S. Horstmann gegenüber LVZ.de. Eine Entscheidung solle noch in dieser Woche fallen.

In dem Verfahren ging es im Kern darum, ob die Vertreter der Handball-Bundesliga (HBL) im vergangenen Jahr korrekt die Zahl der Absteiger auf vier erhöht hat. Damals hatte sich der HSV Hamburg in letzter Minute die Spiellizenz vor Gericht erstritten. Auch HBW Balingen-Weilstetten hatte sich auf juristischem Weg den Klassenerhalt gesichert. In der Folge wurde die Liga um ein Team auf 19 aufgestockt. In diesem Jahr wollte die HBL zu 18 Mannschaften zurückkehren und schrieb das im zurückliegenden Sommer auch in sein Regelwerk. Genau an dieser Stelle setzte nun Minden, das die Spielzeit mit Tabellenrang 16 beendet hat, an. GWD-Jurist Horstmann bemängelte einen nicht zulässigen Alleingang des Präsidiums bei der Änderung der Spielregularien. Außerdem sei dem Verein die erst einen Tag vor dem seinem ersten Saisonspiel getroffene Entscheidung zu spät zugegangen.

Das Gericht musste sich mit diesen Rechtsproblemen aber gar nicht erst befassen. Die Kammer wies den Antrag schon aus formellen Gründen ab. „Es bestand keine besondere Dringlichkeit“, erklärte LG-Sprecher Christian Amann gegenüber LVZ.de. Genau das ist aber Voraussetzung für einen Erfolg im Eilverfahren. „Minden hatte ein Jahr lang Zeit gegen die Abstiegsregelung vorzugehen“, so Amann weiter. Der Verein hätte nicht bis zum Ende der Saison warten müssen. Horstmann zeigte sich nach der Verkündung überrascht. "Im Termin hat die Richterin die Dringlichkeit noch bejaht", betonte der Rechtsbeistand.

Rückraumspieler Steinert steht bei Minden zwar noch bis 2016 unter Vertrag. Sein Kontrakt gilt allerdings nur für die 1. Liga. Er ist sich deshalb schon vor einigen Wochen mit dem SC DHfK über ein Engagement in Leipzig einig geworden.

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