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Große Party: SC DHfK Leipzig bekommt heute die Meisterschale

Letzter Spieltag Große Party: SC DHfK Leipzig bekommt heute die Meisterschale

Der Partymarathon geht auf die Ziellinie. Die Handballer des SC DHfK Leipzig feiern am Sonntag noch einmal ausgiebig den Aufstieg und erhalten nach dem letzten Spiel die Meisterschale aus den Händen von Ligapräsident Uwe Schwenker.

Der Partymartahon geht auf die Ziellinie.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig kommen aus dem Feiermodus gar nicht mehr heraus. Gerade hat der Aufsteiger in die 1. Handball-Bundesliga ein viertägiges „Trainingslager“ auf der Ferieninsel Mallorca beendet. „Wir waren viel mit dem Fahrrad unterwegs“, versichert Kapitän Lukas Binder. Wenige Stunden nach ihrer Rückkehr erwartete die Spieler schon wieder ein Empfang im VIP-Raum der Arena.

Eingeladen hatte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Der Dezernent kam nicht mit leeren Händen. Die Stadtverwaltung spendiert dem Team eine Party an Bord der MS Wachau auf dem Markkleeberger See. Für eine zusätzliche Feier auf dem Rathausbalkon am Markt reicht es nicht. „Dafür muss die Mannschaft noch eine Schippe drauflegen“, so Rosenthal mit Blick auf weitere Erfolgschancen in den kommenden Jahren.

„Wir gehen nicht mit Angst in die 1. Bundesliga, wir wollen unsere Stärken dorthin mitnehmen“, kündigte Binder an. Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel des SC DHfK Leipzig. Auch wenn andere Mannschaften stärker besetzt sind: Bei den Grün-Weißen stimme der Zusammenhalt und die Einstellung. „Wir spielen schon zur Erwärmung so Fußball, wie andere nicht trainieren“, verriet der Kapitän.

Bevor die Gegner aber Kiel, Magdeburg und Flensburg heißen, muss die Mannschaft von Trainer Christian Prokop am Sonntag (Anwurf 17 Uhr, Arena) noch einmal zum letzten Spiel in der 2. Bundesliga antreten. Kontrahent ist Absteiger TV Hüttenberg. Und auch an diesem Tag gibt es wieder viel zu Feiern und vielleicht auch ein paar Abschiedstränen.

Sieben Spieler gehen

Vor dem Spiel wird die A-Jugend des Vereins für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft geehrt. Nach der Partie erhalten die Männer aus den Händen von Ligapräsident Uwe Schwenker die Meisterschale. Dafür baut der Verein noch einmal die Partybühne vom Aufstiegsspiel gegen Hildesheim hinter dem Parkett auf. Dort werden dann auch gleich mehrere Spieler verabschiedet. Uli Streitenberger (33) beendet seine Karriere. René Boese und Sebastian Greß wechseln zum HC Elbflorenz. Gehen wird auch Torhüter Henrik Ruud Tovas. Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist das Ziel des Norwegers ebenfalls der Dresdner Drittligist. Sein Vertrag läuft dort bis 2017. "Es wird sehr emotional", glaubt Trainer Christian Prokop, "menschlich tut mir das sehr leid, die Jungs haben mit ihrem Ehrgeiz viel zu unserem Aufschwung beigetragen."

Max Emanuel kehrt dem SC DHfK ebenfalls den Rücken. Der Vertrag ist bereits aufgelöst. Sein Vater Kai Emanuel, der CDU-Landratskandidat für Nordsachsen, verhandelt derzeit mit einigen Teams aus der 2. Bundesliga. „Es muss nicht nur sportlich, sondern auch mit der Ausbildung passen“, so Vater Emanuel. Sein 20 Jahre alter Sohn will im Herbst ein BWL-Studium beginnen. Verabschiedet wird zudem der zu Rostock wechselnde Marc Pechstein.

Die künftige Bundesliga-Mannschaft ist noch nicht ganz komplett. Im rechten Rückraum steht wieder ein Fragezeichen. Der hoch gehandelte Spanier Hugo Lopez, 32, früher in Großwallstadt am Ball und seit Mitte Mai auf Broterwerb in Katar, hat das Leipziger Vertragsangebot weder unterschrieben zurückgeschickt noch sich gemeldet. "Optimal ist das nicht, so etwas sollte schneller ablaufen", sagt Prokop und fühlt sich hingehalten: "Ich favorisiere inzwischen eine andere Lösung, wir haben eine Alternative parat. Unklar ist auch die Zukunft von Michael Qvist. Der SC DHfK plant nicht mehr mit dem Dänen, der aber noch keinen neuen Verein gefunden hat.

Matthias Roth/Steffen Enigk

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