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Gutes Pflaster SC Magdeburg: DHfK-Neuzugang hat Plan gegen Finn Lemke

Benjamin Herth Gutes Pflaster SC Magdeburg: DHfK-Neuzugang hat Plan gegen Finn Lemke

Er ist noch keine zwei Wochen in Leipzig, führt aber schon die Regie beim SC DHfK Leipzig. Neuzugang Benjamin Herth will sich neu beweisen und weiß schon, wie er Europameister Finn Lemke beim SC Magdeburg am Mittwoch attackieren will.

Voller Einsatz: Benjamin Herth, der Neue beim SC DHfK
 

Quelle: Christan Modla

Leipzig.  Magdeburg ist ein gutes Pflaster für Benjamin Herth. Mit Balingen-Weilstetten hat er dort aufgetrumpft und überraschend gewonnen. Das Spiel wurde live im Fernsehen übertragen. Kurz danach rief der damalige Bundestrainer Heiner Brand an und berief ihn in die Nationalmannschaft. Fünf Jahre ist das jetzt her und Herth wurde eine große Zukunft vorausgesagt. Der neue Rückraumspieler des SC DHfK Leipzig brachte es auf fünf Länderspiele und inzwischen fast 1000 Bundesligatore. „Ein paar Einsätze mit der Nationalmannschaft mehr hätten es schon sein können“, findet Herth.

Zuletzt stockte die Karriere des 30-Jährigen. Im vergangenen Sommer wechselte er zum TuS Lübbecke-Nettelstedt und wurde bei seinem neuen Verein nicht glücklich. Wenig Einsatzzeiten und keine Perspektive: So hatte Herth sich das nicht vorgestellt. „Ich habe nie ein richtiges Feedback bekommen, woran es lag“, so der 1,88 Meter große Rechtshänder. Ende des Jahres beschloss er: So geht es nicht weiter. In Eigeninitiative sah er sich nach neuen Vereinen um und hatte in Leipzig Erfolg. Durch den Ausfall von Max Janke und die Schulterprobleme von Philipp Pöter bestand beim SC DHfK Handlungsbedarf.

„Es spricht für seinen Mut, dass er jetzt zu uns gekommen ist“, sagt Trainer Christian Prokop. Sicherheit erhält er nämlich nicht. Herth bekam einen Vertrag bis zum Saisonende. Dabei ist er gerade nicht als Wandervogel bekannt. Bei Balingen-Weilstetten spielte der gebürtige Biberacher zehn Jahre, es folgte eine weitere Station beim TBV Lemgo und dann das Missverständnis beim TuS. Prokop und Herth sind sich aber schon jetzt einig: Sollte die Zusammenarbeit funktionieren, kann es auch ruhig in der nächsten Saison weitergehen.

Wenig Zeit für die Vorbereitung

Der Coach spricht im Training viel mit seinem Neuzugang, erklärt ihm seine Taktik, will ihn zu seinem verlängerten Arm auf dem Parkett aufbauen. Viel Zeit bleibt nicht. Gerade zwei Wochen haben der SC DHfK und Herth, um sich einzuspielen. Am kommenden Mittwoch geht es dann zum ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres ausgerechnet nach Magdeburg, in die voraussichtlich ausverkaufte Getec-Arena. „Vielleicht ist der Gegner ein gutes Omen für mich, ich hätte nichts dagegen“, meint Herth.

Wiedersehen wird er dann Finn Lemke, seinen alten Mannschaftskollegen aus Lemgoer Zeiten, der damals schon zusammen mit Hendrik Pekler den Abwehrblock bildete. Bei der Europameisterschaft ließen beide Spieler vor allem die Spanier im Finale verzweifeln. „Das war ein sensationelles Turnier“, findet auch Herth. Angst vor Europameister Lemke hat er aber nicht. „Ich habe mir schon ein paar Sachen gegen ihn überlegt“, so der Leipziger Neuzugang. Vor allem mit seiner Spritzigkeit will Herth den Magdeburger aus dem Gleichgewicht bringen.

Neben Spielen und Training sucht sich Herth gerade eine möblierte Wohnung. Schnell sollen seine Frau und die einjährige Tochter Amelie nachkommen. Und sollte sich seine Zeit in Leipzig verlängern, dann will der gelernte Steuerfachangestellte auch sein Lehramtsstudium mit den Fächern Sport und Englisch zu Ende bringen. Die Universität vor Ort ist weiterer Pluspunkt der Stadt.

Von Matthias Roth

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